Essen ist Leben

Genaugenommen heißt es, Essen ist Medizin.
So sagt man in China, wo Essen und Medikamente aus den gleichen Quellen kommen.
Und ganz egal, was man von der Politik dort halten kann – von dem alten Wissen habe ich den größten Respekt. Die Vielfalt der Gerichte ist faszinierend und der Umfang der Zutaten, es ist herrlich anzusehen.

Bevor ich mich jetzt in der Schwärmerei über asiatische Küche verliere, die sich bei mir nicht nur auf China begrenzt, zurück zum Ursprung.

Essen ist Medizin.

Gerade lief in den letzten Zügen eine Dokumentation zu dem Thema in Arte.
Genug, um mich daran zu erinnern – darüber wolltest du doch schon sehr lange schreiben.

Gutes Essen = hochwertige Lebensmittel. Anders geht es nicht. Das klassische Beispiel ist die Hühnerbrühe. Jeder kennt sie, sie schmeckt (fast) jedem, sie ist gut bei Erkältungen. Warum, habe ich mich schon öfter gefragt. Natürlich auch wegen der Zutaten. Die sind im Idealfall regional vom hiesigen Hofladen mit saisonalem Gemüse, vielleicht noch etwas Ingwer oder Zitronengras. Damit schweife ich jetzt schon wieder ab vom Regionalen, aber Ingwer ist auch sehr gut für die Zeit der Erkältungen. Womit ich wieder beim Stichwort ‘asiatische Medizin’ wäre. Weiterlesen

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Die Zucchini-Frage

Zucchini schmecken dann am Besten, wenn sie jung sind. Klein und aromatischer sind sie dann. So jedenfalls habe ich es von mehreren Seiten gehört und glaube es auch gerne. Nur hören diese Früchtchen ja nicht einfach auf zu wachsen, wenn sie die von Menschen erwünschte Größe erreicht haben. Im Gegenteil – sie wachsen und wachsen und wachsen.

Und irgendwann hat man dann drei Zucchinikeulen in der Küche legen und überlegt, was tun mit diesen Massen an Gemüse. Warten bis sie reif sind für den Biomüll ist nicht wirklich eine tragbare Variante. Außerdem bin ich neugierig geworden. Zucchini sind ein Kürbisgewächs, allein das hat mich schon ziemlich überrascht. Und sie schmecken gar nicht so übel. Also will ich die Riesenfrüchte behalten und sehen, was ich daraus machen kann.

Aber erstmal müssen sie haltbar gemacht werden.

Mit dem Plan habe ich mich durch das Netz gesucht und bin fündig geworden beim Experiment Selbstversorgung mit einem Rezept für Zucchini-Matjes. Zugegeben, der Name klingt etwas seltsam. Aber die Herstellung hat sich schön einfach angelesen und ist damit genau richtig für die Herbst-/Winterzeit, in der ich nie so richtig weiß, wo ich zuerst hinlangen soll.
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Leserpreis und Frankfurter Buchmesse

Irgendwie spielt doch beides zusammen. Gefühlt ist das eine noch gar nicht richtig vorbei und schon findet die Nominierung für den Leserpreis 2014 statt. Seit zwei Tagen sitze ich immer wieder mal über den nominierten Büchern und höre dabei meinen eigenen Gedanken zu.

Irgendwie geht doch alles viel zu schnell. Sogar in der Bücherwelt.
Kann man jetzt noch über die Buchmesse schreiben? Warum eigentlich nicht, aber etwas seltsam wird es schon sein.
Ich habe schon wieder viel zu wenig von den Büchern gelesen, die ich lesen wollte.
Und wazum zum … kann nicht mehr als ein Buch oder einen Autor nominieren, viele liegen doch dichtauf und machen die Wahl wirklich nicht leicht.

Meine liebsten Autoren sind Jaromir Konecny und Mara Laue. Genau genommen wäre auch noch Ewald Arenz dabei, von dem ich allerdings dieses Jahr nichts gelesen habe.

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Sasquatch, Winter und eine Suche

Schatten im Schnee von Sanna Seven Deers
Fester Einband, 152 Seiten
Erstausgabe : 27.05.2014
LittleTiger Verlag
ISBN: 9783931081966

Abenteuer auf der Beaver Creek Ranch mitten im tiefsten Winter und in Kanada auch mit der gehörigen Portion Schnee, die man sich hier nur erträumen kann.

Obwohl, wenn ich mir die Kinder so durch den Schnee stapfen sehe mit Schneeschuhen, Sonnenbrille der dunkelsten Sorte (um vor dem gleißenden Licht im Schnee zu schützen) und der Verpackung wie kleine Yetis, dann doch vielleicht ein kleines bischen weniger von der weißen Pracht.

Apropos Yetis.
Ich war sehr gespannt, ob Sanna Seven Deers in ihren Kinderbüchern auch die vertrauten Geschichten um die indianischen Mythologie mit einbindet. Ja tut sie.
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Samhain

Schon seit Wochen liegen in den Großhandelsketten Halloween-Kostüme aus. Dazu Deko für die Fenster, Anregungen für hallooweenmäßiges Gebäck, Essen und Getränke. Scheint so, als hätte die Weihnachts – und Süßigkeitenindustrie ihr dringend benötigtes Fest für die Herbstlücke entdeckt.

Im Frühjahr gibt es Ostern, im Winter werden die Läden mit Weihnachtskrempel zugemüllt. Pardon, nicht im Winter – die ersten Ausläufer habe ich dieses Jahr ja schon Ende Juli entdeckt. Und jetzt eben auch Halloween. Für den Sommer werden sie sicher auch noch etwas finden, wollen wir wetten?

Aber zurück zu den Wurzeln. Im doppelten wie übertragenen Sinne.

Nichts gegen feiern, verkleiden, schlemmen mit Freunden usw. Aber manche Dinge lasse ich doch lieber ruhiger angehen. Samhain gehört mit dazu.

Vor zwei Jahren habe ich schon ein wenig darüber geschrieben. Und versprochen, nochmal mehr darüber zu schreiben.

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Rot ist die Farbe

Heilbronn 37° von Henrike Spohr
Flexibler Einband, 256 Seiten
Erstausgabe : 23.07.2014
Emons Verlag
ISBN: 9783954513659

Tamara ist Künstlerin. Malerin, um genau zu sein.
Zusammen mit ihrem Mann Paul wohnt sie in Heilbronn und hat ihre erste Ausstellung vor sich. Und dafür malt sie auch auf Teufel komm raus.

So eine Ausstellung ist nunmal keine ‘mach ich mal eben so-Sache’. Es fordert Zeit, Energie und damit nicht wenig Nerven.

Dazu kommen noch die wiederkehrenden Alpträume, von denen Tamara heimgesucht wird. Die hatte sie eigentlich schon hinter sich – hat sie gedacht.

Und nun sind sie wieder da und sie wird verfolgt. Da ist sie sich sicher! Oder ist doch alles nur Einbildung?

Vor 15 Jahren war die junge Tamara für zwei Wochen verschwunden und irgendwo in einem Keller gefangengehalten worden. Wo und von wem, hat sie nie verraten.
Auch nicht, nachdem durch dieses Ereignis ihr ganzes bekanntes und sicheres Leben den Bach runterging.

Auf der anderen Seite gibt es Anna und deren Mann Andreas, augenscheinlich erfolgreicher Anwalt Andreas.

Anna lebt den meisten Teil des Tages allein und wartet darauf, dass Andreas nach Hause kommt. Und gibt sich große Mühe, seinen hochgestellten Ansprüchen zu genügen. Das erste und wichtigste ist immer einen guten Eindruck zu machen und sich mit den richtigen Leuten zu umgeben. Schließlich ist der tadellose Ruf wichtig und darf nicht durch irgendwelche Leichtsinnigkeiten gefährdet werden.

Beide Frauen sind in ihren ureigensten Ängsten gefangen.
Einmal Tamara, die über die Arbeiten an ihren Bildern alles andere um sich herum zu vergessen scheint, so verbissen arbeitet sie an den Bildern. Schwarz – Weiß – Rot. Und in Acryl.

Gleichzeitig drängen die Erinnerungen immer mehr in ihr Bewußtsein und mit ihr das sichere Gefühl, beobachtet zu werden.

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Besen Besen, seids gewesen

Der Herbst ist eine wahnsinnige Zeit. So viel geschieht, wird reif und lockt – und alles zur gleichen Zeit. Und in Kürze ist auch schon Samhain.

Gefühlt verbringe ich meine Zeit gerade im steten Wechsel zwischen Küche, Bücherregalen und im Besen.

Speziell auf die Beseneröffnung haben wir schon zwei Wochen vor Beginn hingefiebert. Am 15.10. war es dann endlich so weit: Die heiligen Hinterhof-Hallen haben wieder ihre Tore eröffnet.

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Noch am gleichen Tag saßen wir (endlich wieder!) bei strahlendstem Sonnenwetter auf den Holzbänken vor einem langen Campingtisch und frönten den Genüssen von Rotling und Kesselbrühe.
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Von einer Lesung, die keine war

Zu berichten gibt es mehr als genug. Genau genommen weiß ich nicht einmal, womit ich anfangen sollte.
Genuß- und Büchermarkt? Weiteres über das Experiment mit der Hühnerhaltung? Die Buchmesse?

Ich fange dann einmal mit meinen ersten Lesungs-Erfahrungen an. Weiteres wird folgen.

Alles verlief in einem kleinem, beinah schon gemütlichem Raum des hiesigen Weltladens. Pünktlich auf die Sekunde wurde die Runde eröffnet. Und für den kleinen Ort, in dem sich alles abspielte, waren auch relativ viele Leute gekommen. Ich würde mal auf ca. 30 Personen tippen, Veranstalter und Autor mitgezählt.

Erwartet hatte ich ein paar einleitende Worte gefolgt von ein oder zwei Kapiteln aus dem Buch.

Bekommen habe ich einen ausführlichen Vortrag oder besser gesagt ein Gespräch zum Thema ökologischem Landbau und Biodiversität. Weiterlesen

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Wege in andere Welten

Alles redet über die kommende Buchmesse (wir nebenbei auch, die Vorfreude ist groß) und ich habe beim Durchsehen meiner bisher gelesenen Bücher eine Rezension gefunden, die ich euch hier vorenthalten habe. Gelegentlich nehme ich mir einfach zu viel vor und irgendetwas rutscht dann doch durch die Maschen. Ich würde ja gern sagen, es wird nicht mehr vorkommen, aber dazu kenne ich mich zu gut. ;).

Soviel zur Vorrede – das Wort geht an Fay’s Welt.

Fay und die andere Welt von Sabrina Dengel
Flexibler Einband, 280 Seiten
Erstausgabe : 05.09.2013
Schirner Verlag
ISBN: 9783843430432

Sehr abwechslungsreich kann man Fay’s Leben nun wirklich nicht nennen. Aufstehen, arbeiten, heimfahren und den Abend allein in ihrer kleinen Wohnung irgendwo in Deutschland. Mit den wenigen Worten ist das Leben im Großen und Ganzen ausformuliert. Überraschungen gibt es kaum welche und sind im Grunde auch nicht erwünscht.

Ruhig und überschaubar.

So soll das Leben von Fay nach ihren Vorstellungen sein.

Keine Überraschungen und schon gar keine unliebsamen.

Und auf gar keinen Fall negativ auffallen!

Die einzige Ausnahme stellt das Büchercafé dar, in dem Fay einen großen Teil ihrer freien Zeit verbringt und über das Lesen in fremde Welten aufbricht:

In Gedanken durchstreift sie den tropischen Regenwald, lauscht dem Schlagen der Trommeln und vergisst alles andere um sich herum.

Die ‘reale’ Welt um sich herum bleibt bei Fay’s Reisen weit hinter ihr zurück.

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Massentierhaltung in den Massenmedien

Vor kurzem erst kam bei Gesprächen das Thema auch auf Nachhaltigkeit und damit auch Massentierhaltung. Dass darüber in der breiten Allgemeinheit immer noch kaum etwas bekannt ist und in den üblichen Medien nur spärlich berichtet wird. Wenn, dann in den dritten Programmen oder Dokumentationssendern – und so spät in der Nacht, dass man darauf wetten könnte, diese Sendungen würden von kaum jemanden gesehen.

Jetzt ist das Thema tatsächlich auch in der Hauptsendezeit des ZDF angekommen. Nicht am Wochenende, aber immerhin. Um 20.15 Uhr, der geheiligte Platz vom Feierabendkrimi oder je nach Jahr von Fußballübertragungen.

Und jetzt – genauer gesagt am vergangenen Dienstag lande ich eher zufällig bei einer Dokumentation über Hühnerzucht. Einmal die Zucht von Biobetrieben und im Gegenpol die Zuchtbestimmungen in Großzuchtbetrieben. Gezeigt im ZDF und begleitet von Dirk Steffens, der sich auch 2500 eigene Küken zur Aufzucht besorgt für eigene Erfahrungen aus erster Hand.

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