Ein funktionierendes Restaurant braucht ‘nen guten Klüngel

Schon längst wollte ich etwas geschrieben haben zu Yul, Rauhnächten, Krampus und/oder den Pelzmärte. Allerdings – es ist Winter (auch wenn der Schnee mal wieder auf sich warten lässt) und abends bin ich müde – kurz gesagt in der Winterschlafphase. Und meine Ambitionen, am PC längere Texte zu schreiben inklusive der dazugehörigen Recherche, lassen schwer zu wünschen übrig.
Zum Glück habe ich immer ein paar Artikel in Reserve, die nur noch einen letzten Feinschliff benötigen.

Also auf geht’s nach München.;)

Der Klüngel ist die allgemein bekannte Bezeichnung für ein System auf Gegenseitigkeit beruhender Hilfeleistungen mit langer Geschichte. Ursprünglich siedelt der Begriff im Kölner Raum an und wird dort auch positiv verstanden.

“Man kennt sich, man hilft sich.”

Ein Klüngel kann eine Gruppe miteinander verbundener Menschen sein, die im Bedarfsfall zur Stelle ist und aushilft.
Quelle: Wikipedia

Im Fall der Klinglwirtin Sonja sind das ihre Mutter und ihre Freunde – darunter vorrangig die beste Freundin Maria. Die auch das Buch über die Neugründung des Klingelwirtes geschrieben hat.

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Was geht und wie teuer darf’s sein

Es war noch warm, man konnte draußen sitzen bei Kaffee oder Wein und über Gott und die Welt diskutieren. Genauer gesagt über die Lebensmittelpolitik – über Qualität, Preis und vor allem Herkunft der gekauften Lebensmittel.

Und wie so oft wurde von mir begeistert berichtet, was ich gefunden habe oder eben als schlecht aussortiert habe. Über neue Möglichkeiten, regional und im Idealfall noch in Bio-/Fairtrade-Qualität einzukaufen freue ich mich immer wie Schnitzel. ;) Da hat mich der Satz ‘dass kann sich aber nicht jeder leisten’ schon eiskalt erwischt.

Natürlich kann sich Bioqualität nicht jeder leisten. Bei uns ist es auch nicht anders, dass der Preis öfter als einmal die monetären Möglichkeiten übersteigt.

Was dann allerdings sehr meinen Ehrgeiz anstachelt. Wenn schon nicht immer Bio geht, dann soll es wenigstens regional und in der bestmöglichen Qualität sein. Da kommt dann so richtig schön der Jäger und Sammler durch. ;)
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Ein Tag und alles ist vorbei

Noch einen Tag läuft die Frist für den Leserpreis 2014. Und ich kann dieses Jahr nur eine Stimme abgeben in allen Rubriken.

Das kommt mir beinah wie ein seltsamer Traum vor. 11 Kategorien mit jeweils 35 Büchern zur Auswahl und ich habe nur eines davon gelesen. Die Rubriken Hörbücher und eBooks ausgenommen, die fallen nicht in mein Beuteschema.

Ein bischen hört sich das so an, als wären meine Bücher dieses Jahr nicht so herausragend gut gewesen. Dem ist aber nicht so, es waren ausgesprochene Schätze darunter. Nur leider haben es meine Schätzchen nicht in die Endauswahl geschafft und die Bücher der Top 35 habe ich leider (noch) nicht gelesen. Dabei juckt es schon bei einigen Büchern, ihnen meine Stimme zukommen zu lassen. Einfach nur weil ich den Inhalt spannend oder wichtig finde, von dem Autor schon gute Bücher in den Händen hatte oder weil es einfach in den Fingern juckt, genau dieses Buch zu lesen.

Nur einer spricht dagegen: Ich habe sie noch nicht gelesen! Und wenn ich das bei allen Büchern nachholen wollte, wäre ich für den kommenden Winter versorgt. ;)

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Essen ist Leben

Genaugenommen heißt es, Essen ist Medizin.
So sagt man in China, wo Essen und Medikamente aus den gleichen Quellen kommen.
Und ganz egal, was man von der Politik dort halten kann – von dem alten Wissen habe ich den größten Respekt. Die Vielfalt der Gerichte ist faszinierend und der Umfang der Zutaten, es ist herrlich anzusehen.

Bevor ich mich jetzt in der Schwärmerei über asiatische Küche verliere, die sich bei mir nicht nur auf China begrenzt, zurück zum Ursprung.

Essen ist Medizin.

Gerade lief in den letzten Zügen eine Dokumentation zu dem Thema in Arte.
Genug, um mich daran zu erinnern – darüber wolltest du doch schon sehr lange schreiben.

Gutes Essen = hochwertige Lebensmittel. Anders geht es nicht. Das klassische Beispiel ist die Hühnerbrühe. Jeder kennt sie, sie schmeckt (fast) jedem, sie ist gut bei Erkältungen. Warum, habe ich mich schon öfter gefragt. Natürlich auch wegen der Zutaten. Die sind im Idealfall regional vom hiesigen Hofladen mit saisonalem Gemüse, vielleicht noch etwas Ingwer oder Zitronengras. Damit schweife ich jetzt schon wieder ab vom Regionalen, aber Ingwer ist auch sehr gut für die Zeit der Erkältungen. Womit ich wieder beim Stichwort ‘asiatische Medizin’ wäre. Weiterlesen

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Die Zucchini-Frage

Zucchini schmecken dann am Besten, wenn sie jung sind. Klein und aromatischer sind sie dann. So jedenfalls habe ich es von mehreren Seiten gehört und glaube es auch gerne. Nur hören diese Früchtchen ja nicht einfach auf zu wachsen, wenn sie die von Menschen erwünschte Größe erreicht haben. Im Gegenteil – sie wachsen und wachsen und wachsen.

Und irgendwann hat man dann drei Zucchinikeulen in der Küche legen und überlegt, was tun mit diesen Massen an Gemüse. Warten bis sie reif sind für den Biomüll ist nicht wirklich eine tragbare Variante. Außerdem bin ich neugierig geworden. Zucchini sind ein Kürbisgewächs, allein das hat mich schon ziemlich überrascht. Und sie schmecken gar nicht so übel. Also will ich die Riesenfrüchte behalten und sehen, was ich daraus machen kann.

Aber erstmal müssen sie haltbar gemacht werden.

Mit dem Plan habe ich mich durch das Netz gesucht und bin fündig geworden beim Experiment Selbstversorgung mit einem Rezept für Zucchini-Matjes. Zugegeben, der Name klingt etwas seltsam. Aber die Herstellung hat sich schön einfach angelesen und ist damit genau richtig für die Herbst-/Winterzeit, in der ich nie so richtig weiß, wo ich zuerst hinlangen soll.
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Leserpreis und Frankfurter Buchmesse

Irgendwie spielt doch beides zusammen. Gefühlt ist das eine noch gar nicht richtig vorbei und schon findet die Nominierung für den Leserpreis 2014 statt. Seit zwei Tagen sitze ich immer wieder mal über den nominierten Büchern und höre dabei meinen eigenen Gedanken zu.

Irgendwie geht doch alles viel zu schnell. Sogar in der Bücherwelt.
Kann man jetzt noch über die Buchmesse schreiben? Warum eigentlich nicht, aber etwas seltsam wird es schon sein.
Ich habe schon wieder viel zu wenig von den Büchern gelesen, die ich lesen wollte.
Und wazum zum … kann nicht mehr als ein Buch oder einen Autor nominieren, viele liegen doch dichtauf und machen die Wahl wirklich nicht leicht.

Meine liebsten Autoren sind Jaromir Konecny und Mara Laue. Genau genommen wäre auch noch Ewald Arenz dabei, von dem ich allerdings dieses Jahr nichts gelesen habe.

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Sasquatch, Winter und eine Suche

Schatten im Schnee von Sanna Seven Deers
Fester Einband, 152 Seiten
Erstausgabe : 27.05.2014
LittleTiger Verlag
ISBN: 9783931081966

Abenteuer auf der Beaver Creek Ranch mitten im tiefsten Winter und in Kanada auch mit der gehörigen Portion Schnee, die man sich hier nur erträumen kann.

Obwohl, wenn ich mir die Kinder so durch den Schnee stapfen sehe mit Schneeschuhen, Sonnenbrille der dunkelsten Sorte (um vor dem gleißenden Licht im Schnee zu schützen) und der Verpackung wie kleine Yetis, dann doch vielleicht ein kleines bischen weniger von der weißen Pracht.

Apropos Yetis.
Ich war sehr gespannt, ob Sanna Seven Deers in ihren Kinderbüchern auch die vertrauten Geschichten um die indianischen Mythologie mit einbindet. Ja tut sie.
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Samhain

Schon seit Wochen liegen in den Großhandelsketten Halloween-Kostüme aus. Dazu Deko für die Fenster, Anregungen für hallooweenmäßiges Gebäck, Essen und Getränke. Scheint so, als hätte die Weihnachts – und Süßigkeitenindustrie ihr dringend benötigtes Fest für die Herbstlücke entdeckt.

Im Frühjahr gibt es Ostern, im Winter werden die Läden mit Weihnachtskrempel zugemüllt. Pardon, nicht im Winter – die ersten Ausläufer habe ich dieses Jahr ja schon Ende Juli entdeckt. Und jetzt eben auch Halloween. Für den Sommer werden sie sicher auch noch etwas finden, wollen wir wetten?

Aber zurück zu den Wurzeln. Im doppelten wie übertragenen Sinne.

Nichts gegen feiern, verkleiden, schlemmen mit Freunden usw. Aber manche Dinge lasse ich doch lieber ruhiger angehen. Samhain gehört mit dazu.

Vor zwei Jahren habe ich schon ein wenig darüber geschrieben. Und versprochen, nochmal mehr darüber zu schreiben.

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Rot ist die Farbe

Heilbronn 37° von Henrike Spohr
Flexibler Einband, 256 Seiten
Erstausgabe : 23.07.2014
Emons Verlag
ISBN: 9783954513659

Tamara ist Künstlerin. Malerin, um genau zu sein.
Zusammen mit ihrem Mann Paul wohnt sie in Heilbronn und hat ihre erste Ausstellung vor sich. Und dafür malt sie auch auf Teufel komm raus.

So eine Ausstellung ist nunmal keine ‘mach ich mal eben so-Sache’. Es fordert Zeit, Energie und damit nicht wenig Nerven.

Dazu kommen noch die wiederkehrenden Alpträume, von denen Tamara heimgesucht wird. Die hatte sie eigentlich schon hinter sich – hat sie gedacht.

Und nun sind sie wieder da und sie wird verfolgt. Da ist sie sich sicher! Oder ist doch alles nur Einbildung?

Vor 15 Jahren war die junge Tamara für zwei Wochen verschwunden und irgendwo in einem Keller gefangengehalten worden. Wo und von wem, hat sie nie verraten.
Auch nicht, nachdem durch dieses Ereignis ihr ganzes bekanntes und sicheres Leben den Bach runterging.

Auf der anderen Seite gibt es Anna und deren Mann Andreas, augenscheinlich erfolgreicher Anwalt Andreas.

Anna lebt den meisten Teil des Tages allein und wartet darauf, dass Andreas nach Hause kommt. Und gibt sich große Mühe, seinen hochgestellten Ansprüchen zu genügen. Das erste und wichtigste ist immer einen guten Eindruck zu machen und sich mit den richtigen Leuten zu umgeben. Schließlich ist der tadellose Ruf wichtig und darf nicht durch irgendwelche Leichtsinnigkeiten gefährdet werden.

Beide Frauen sind in ihren ureigensten Ängsten gefangen.
Einmal Tamara, die über die Arbeiten an ihren Bildern alles andere um sich herum zu vergessen scheint, so verbissen arbeitet sie an den Bildern. Schwarz – Weiß – Rot. Und in Acryl.

Gleichzeitig drängen die Erinnerungen immer mehr in ihr Bewußtsein und mit ihr das sichere Gefühl, beobachtet zu werden.

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Besen Besen, seids gewesen

Der Herbst ist eine wahnsinnige Zeit. So viel geschieht, wird reif und lockt – und alles zur gleichen Zeit. Und in Kürze ist auch schon Samhain.

Gefühlt verbringe ich meine Zeit gerade im steten Wechsel zwischen Küche, Bücherregalen und im Besen.

Speziell auf die Beseneröffnung haben wir schon zwei Wochen vor Beginn hingefiebert. Am 15.10. war es dann endlich so weit: Die heiligen Hinterhof-Hallen haben wieder ihre Tore eröffnet.

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Noch am gleichen Tag saßen wir (endlich wieder!) bei strahlendstem Sonnenwetter auf den Holzbänken vor einem langen Campingtisch und frönten den Genüssen von Rotling und Kesselbrühe.
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