Warum nicht gleich so

Ich singe hier ein Loblied über unseren Metzger. Ja, wir haben einen Metzger. Genau genommen sogar zwei, wie sich der Einkaufsliste entnehmen lässt.

Die (meistens) stille Eminenz im Hintergrund ißt Fleisch und zwar leidenschaftlich. Weil ich die Qualität dort kenne, kann ich es auch gut nachvollziehen. Schwer, der Versuchung zu widerstehen. Und was die Saucen angeht – unwiderstehlich. Man will sich reinlegen und genüßlich marinieren lassen.😉

Beim Fleisch ist es genauso wie bei Brot, Gemüse, Fisch … der Händler des Vertrauens will gesucht werden. Und die Suche lohnt sich. „Ich würde auch  nur verkaufen, was ich selber essen würde.“ Sätze, die (mich) glücklich machen. So und nur so will ich es haben.
Im Idealfall dann noch eigene Box, Brottüte o.ä. mitbringen. Für gutes Rindfleisch, dass beim Anbraten nicht um 30 % Wasseranteil zusammenfällt. Für Brötchen, die auch am nächsten Tag noch gut schmecken und das Licht der Welt nicht in einer Fabrikhalle irgendwo im Osten erblickt haben. Beim Fisch müsste ich mich noch genauer reinarbeiten – bis ein solches Vertrauensverhältnis entsteht, wie es Arthurs Tochter zum Fischhändler ihres Vertrauens hat (die übrigens auch die Inspiration für diesen Artikel geliefert hat). Weiterlesen

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Zwiebel-Honig-Sirup

Die Grippe dieses Jahr hat es in sich. Speziell der Husten ist hartnäckig, daß es nicht mehr schön ist. Normal genügt heißer Tee mit Honig und Zitrone. Viel Ruhe und den Körper seine Zeit zur Erholung geben. Wenn sich allerdings der Hals so entzündet hat, daß Schlucken beim besten Willen nicht geht, hilft der beste Tee nicht.

Eine zweite Möglichkeit wäre heiße Milch mit Honig, beruhigt auch und ist angenehm. Der Haken an der Sache ist, daß bei hartnäckig verschleimten Husten Milch eher kontraproduktiv ist.

In dem Fall hilft am Besten eine Zwiebel-Honig-Mischung. Sie ist zum Einen schnell zubereitet und kann auch bei Schluckbeschwerden gut eingenommen werden.

  • 1,5 mittelgroße Zwiebeln schälen, grob würfeln und in ein sauberes Schraubglas füllen
  • 4 Eßl. Honig dazugeben

Nun müsst ihr nur noch warten, bis der Honig sich aufgelöst hat und die ätherischen Öle der Zwiebeln herausgelöst sind, was etwa zwei bis sechs Stunden dauert.

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3 x tgl. 1 Eßl. Zwiebel-Honig-Sirup nehmen. Und falls ihr Bedenken habt, wegen dem Zwiebelgeschmack: Ich kann euch versichern, die Mischung schmeckt sehr angenehm. Das Zwiebelaroma ist vorhanden, wird durch den Honig jedoch ausreichend abgemildert. Die beiden Wirkstoffe harmonieren perfekt miteinander.

Die Zwiebel wirkt u.s. antibakteriell, schleimlösend, entzündungshemmend, hilft bei Husten, Infektionen und Heiserkeit. Der Honig verfügt über antibiotische Wirkung und wirkt ebenfalls antibakteriell sowie entzündungshemmend.

Dazu eignet sich der Sirup gerade bei dem aktuell ungemütlichen Wetter auch zur Stärkung der Abwehrkräfte und hält sich im Kühlschrank auch problemlos einige Tage, wenn er nicht schon vorher aufgebraucht wurde.

Ich lasse den Sirup vor der Einnahme gern ein wenig bei Zimmertemperatur stehen, damit er wenigstens etwas aufwärmen kann.

EiNaB
Dank Maria’s Hinweis beteiligt sich der Zwiebel-Honig-Sirup an der monatlichen EiNaB-Runde.

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Was geht mit Kräutern 2. Teil

Einer der Gründe, warum bisher relativ wenig zu Kräutern geschrieben wurde, liegt auf der Hand: Ich komm‘ in’s Quatschen. Es gibt so viel und eh‘ ich mich umsehe, ist der Artikel um einiges länger geworden als geplant. Bei den Bärlauch-Geschichten war es so (ein Artikel hätte es werden sollen, am Ende waren es vier) und hier das gleiche Spiel – ein kurzer Artikel war geplant – inspiriert vom Heilpflanzenbüchlein – und jetzt sind wir schon beim 2. Teil.

Heilkräuterbüchlein

Es gibt eben immer noch etwas zu entdecken, zu lesen, zum Ausprobieren. Neben den im ersten Teil genannten Kräuterverarbeitung auf Vorrat gibt es auch ausreichende Varianten für die sofortige Nutzung.

Kräuterbad:
Die ideale Zeit im Kräuterbad (für Erwachsene) liegt zwischen 15 und 25 Min. und hängt eng mit dem jeweiligen Kreislauf zusammen. Bei der Temperatur werden ca. 35°C als ausreichend angesehen. Wichtig dabei, den Kräutern vorab Zeit zu geben, ihre Wirk-/Aromastoffe zu entfalten. Die benötigte Zeitangaben schwanken hier zwischen 5 bis 30 Min., ich würde am Ehesten zu 15 bis 25 Minuten tendieren. Für den Kräuterauszug können getrocknete oder frische Kräuter verwendet werden. Das Grundprinzip ist das Gleiche wie beim Kräutertee, nur daß der Ansatz länger ziehen muss. Für das Bad können die kompletten Kräuter oder nur der Auszug verwendet werden, die Kräuter müssen dann herausgesiebt werden.

Das gleiche Prinzip lässt sich auch für ein Kräuter-Fußbad anwenden. Weiterlesen

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Was geht mit Kräutern

Was sich alles beim Aussortieren einfindet, ist wirklich erstaunlich. Kleine und feine Büchlein, die durchaus ihre lesenswerte Berechtigung haben. Beispielsweise das gerade mal handtellergroße Heilkräuterbüchlein.

Heilkräuterbüchlein

Kräuterheilkunde ist ein altbewährtes und immer wieder gern aufgegriffenes Thema. Da nimmt es Wunder, dass Kräuter es stellenweise immer noch schwer haben zu bestehen. Lange Rede, kurzer Sinn – Kräuter sind vielseitig in ihrer Wirkung und Kräuter-Tee ist gerade mal die Spitze des Eisbergs an Möglichkeiten.

Tinktur:
Dabei handelt es sich um einen Kräuterauszug mit Alkohol.
Die Kräuter werden locker in ein helles Glas gefüllt und mit 36- bis 40-prozentigem Doppelkorn übergossen. Gut verschließen an einem warmen sonnigen Platz stehen lassen, 1 x tgl. schütteln. Die Vorbereitungsdauer kann schwanken zwischen 10 Tagen bis zu sechs Wochen. Je länger der Ansatz stehen bleibt, desto stärker wird die fertige Tinktur. Den Auszug durch ein Leinentuch oder einen Kaffefilter filtern und in dunklen Gläsern lichtgeschützt aufbewahren. Mit Datum und Inhalt beschriften. Kann direkt eingenommen oder für bsp. für Salben weiterverwendet werden.

Salbe:
Zur Salbenherstellung gibt es mehrere Möglichkeiten, die evtl. nicht für jeden von Interesse sind. Bsp. wird ein Veganer kaum eine Salbenrezept mit Schweineschmalz als Basis nehmen wollen. Weiterlesen

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Von Hühnern, Versuchsküchen und neuer Lektüre

Nehmen wir einmal an, es sei Sonntag. Wir haben Zeit für eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Vielleicht auch für ein (nicht zu kleines) Stück Kuchen und vor allem Zeit um die Beine hochzulegen und angenehm den Tag verlaufen zu lassen. Ein wenig plauschen. Sei es über aktuelle Bücher, Zeitgeschehen (immer gut für einige Gespräche), Zukünftiges und/oder Vergangenes. Oder in diesem Fall, den für gestern gemünzten Beitrag heute zu zeigen.😉

Im Rückblick lassen sich drei Worte für den ersten Monat finden:

Experimentell
Schon seit geraumer Zeit gehegten Pläne, unbekannte Rezepte zu versuchen wurde in Angriff genommen. Es wurde diskutiert, ausgewählt, nach Ursprüngen gefahndet und nach eigenem Gusto verändert. Befriedigend oft mit dem Fazit ‚Das machen wir mal wieder‘.

Zwei Feldversuche sind dokumentiert – beide gelungen und sehr empfehlenswert. Das Essen des Dogen zu Ehren des Schutzheiligen St. Markus am 25. April und unserem persönlichen Memorial-Essen für Barcelona.

Geplant ist, die Versuchsreihe fortzusetzen. Auswahlmöglichkeiten gibt es reichlich. Bücher sind und bleiben der ewige Schwachpunkt. Lass es dann noch gute (!) Kochbücher sein, die im Idealfall einen tieferen Einblick in Kultur/Seele des Landes liefern – und jeder Widerstand ist gebrochen. Weiterlesen

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Chakren

Chakren sind so eine Sache. Irgendwo im Haus liegen Dokumente, die erklären wo sie liegen, was sie bewirken, welche Farben, Steine etc. damit harmonisieren. Nur dass es nie so richtig durchgedrungen ist. Also mal mit eigenen Worten.

Die Bezeichnung Chakra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich ‚Rad, Diskus, Kreis‘ Chakren finden ihre Anwendung im tantrischen Hinduismus, tantrisch-buddhistischen Vajrayana, beim Yoga, sowie der traditionellen chinesischen Medizin. Dazu finden die einzelnen Chakren beim Reiki ebenfalls ihren Wirkungskreis.

Erdchakra / Wurzelchakra – die Verbindung zur Erde. Hilft sich zu erden, wieder zu sich selbst zu finden. Befreiung von fremden Einflüssen. Der Boden, auf dem wir gehen/stehen. Als Stein wäre das Tigerauge, brauner Turmalin oder Jaspis geeignet. Die Farbe liegt auf der Hand – Braun. Oder ein dunkler erdähnlicher Rotton. Zum Räuchern gehen erdige Gerüche z.B. Moschus (auch als Parfümöl).

Wasserchakra / Sakralchakra – Freude, Harmonie, Ausgeglichenheit. Entspannt sein. Gefühle, auch negative. Diese loslassen, indem man sie (gedanklich) dem Wasser übergibt. Kreativ sein, spielerisch, Neues ausprobieren. Als Farbe kommen alle Spielarten von Blau in den Sinn. Türkis – auch als Stein. Weiterlesen

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Ausgetrickst

Beim Aussortieren kommt vor alllem eines zum Vorschein: Notizen in Massen. Vorrangig Rezepte, die irgendwann einmal gekocht werden wollen oder bereits gekocht und für gut befunden worden. Berge oder Ordner voll mit Rezepten, mit Bildern und damit sie leserlich bleiben, in Klarsichthüllen.

Überhaupt sind Klarsichthüllen eine echte Herausforderung. Die Kunststoff-Variante (aus PVC oder PP) beim Zeitschriften-Handel um die Ecke kommt auf 7,95 / 100 Stück. Die alternative Papiervariante aus Pergamin kommt im Vergleich dazu mit 15,41 pro 100 Stück daher.
Da kann man schonmal in Schnappatmung verfallen.

Aber im Versuch, nachhaltiger einzukaufen gewöhnt man sich auch an diesen Preis. Und schließlich – es ist ja immerhin eine einmalige Anschaffung. Solche Prospekthüllen halten doch einige Jährchen, wenn sie nicht mit Gewalt zerstört werden. Weiterlesen

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Risotto con Piselli

Auf eines kann man sich bei Tim Mälzer-Rezepten immer verlassen. Sie sind einfach, gehen schnell und schmecken unverschämt gut. Die Optik bleibt zwar manchmal auf der Strecke, aber darüber sehe wir abends und hundemüde bereitwillig hinweg.

Risibisi – bestimmt kennt das jeder oder hat zumindest vage Vorstellungen davon. Dumpfe Ahnungen, davon schonmal gehört zu haben und – vielleicht – sogar schon einmal gekostet zu haben.

Und genau diese vage Erinnerungen haben den Feldversuch verursacht. Allen Gefühlen vom Staub der Jahrhunderte Jahrzehnte zum Trotz. Ein bischen kommt bei solchen Namen immer das Gefühl hoch, ein Überbleibsel aus den 50ern vor mir zu haben – gepaart mit einem gewissen Argwohn. Reines Vorurteil, wie genauere Nachforschungen gezeigt haben.

Risi e Bisi (Reis und Erbsen) oder Risotto con Piselli ist ein traditionelles venezianisches Essen, daß dem Dogen jährlich zum St. Markus-Tag (25. April) als erster Gang serviert wurde. Weiterlesen

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Das Fazit

Die schlechte Nachricht zuerst:
Das Projekt war ein völliger ziemlicher Reinfall. Was schade ist, aber es fand kein einziges Stück Interesse.

Nach einigem Hin und Her haben wir uns also entschlossen, hier abzubrechen und die Anfangssummen der vorgestellten Gegenstände so an ‚Rettet das Huhn‘ zu überweisen.

Vermutlich spielen mehrere Gründe zusammen, dass der erhoffte Erfolg ausgeblieben ist:

Einmal sind wir doch ein relativ kleiner Blog und so wie es aussieht, seid ihr zumindest selber gerade am Aussortieren. Damit tragen wir quasi mit unserer Aktion Eulen nach Athen, was natürlich dem Vorhaben entgegenspricht.

Weitere Aussortierungen werden offline vorgenommen werden. Die bis jetzt genannten Gegenstände sind bei Interesse noch zu haben.

Zum Abschluß stellen wir hier noch unsere letzten (veröffentlichten) Gegenstände vor: Weiterlesen

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Leben ohne Minimalismus

Oder anders gesagt: Tag 12 und 13: Halma und manueller Wecker

Das hört sich vielleicht etwas seltsam an, gerade jetzt bei der Ausräumaktion.😉 Aber so richtig minimalistisch wird es hier wohl nie werden. Es gibt einfach Gegenstände, die zwar kaum oder gar nicht genutzt werden. Deren einzige Aufgabe es ist, in einem Winkel der vier Wände zu stehen und hübsch auszusehen. Und auf diesem Weg für Freude zu sorgen. Oder Erinnerungen in sich tragen.

Es gibt hier zum Beispiel ein schlankes hohes Achtkant-Henkelglas mit Emblem – das habe ich auf einem Weihnachtsmarkt geschenkt bekommen. Ich fand dieses Glas so schön, dass ich deswegen sogar einen Glühwein gekauft hätte. Dabei mag ich die meisten Glühweine auf Märkten nicht, sie sind immer viel zu süß für meinen Geschmack. Und damit mir dieser fragliche Genuß erspart bleibt, ist mir mitten auf dem Markt dieses Glas in die Hände gedrückt worden und hat nun hier ein Zuhause gefunden.

Oder eine Tasse mit Namenszug. Bestimmt kennt jeder diese Tassen mit Namen in Bunzlau Blau. So eine steht hier ebenfalls und ungenutzt. Aber weggeben ist aktuell (noch?) keine Alternative. Ich weiß genau, wo sie steht und der Gedanke daran gefällt. Sie war auch ein Geschenk und dass ich mich nicht mehr genau daran erinnere von wem sie kommt, tut der Sache keinen Abbruch. Weiterlesen

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