Von Hühnern, Versuchsküchen und neuer Lektüre

Nehmen wir einmal an, es sei Sonntag. Wir haben Zeit für eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Vielleicht auch für ein (nicht zu kleines) Stück Kuchen und vor allem Zeit um die Beine hochzulegen und angenehm den Tag verlaufen zu lassen. Ein wenig plauschen. Sei es über aktuelle Bücher, Zeitgeschehen (immer gut für einige Gespräche), Zukünftiges und/oder Vergangenes. Oder in diesem Fall, den für gestern gemünzten Beitrag heute zu zeigen. ;)

Im Rückblick lassen sich drei Worte für den ersten Monat finden:

Experimentell
Schon seit geraumer Zeit gehegten Pläne, unbekannte Rezepte zu versuchen wurde in Angriff genommen. Es wurde diskutiert, ausgewählt, nach Ursprüngen gefahndet und nach eigenem Gusto verändert. Befriedigend oft mit dem Fazit ‘Das machen wir mal wieder’.

Zwei Feldversuche sind dokumentiert – beide gelungen und sehr empfehlenswert. Das Essen des Dogen zu Ehren des Schutzheiligen St. Markus am 25. April und unserem persönlichen Memorial-Essen für Barcelona.

Geplant ist, die Versuchsreihe fortzusetzen. Auswahlmöglichkeiten gibt es reichlich. Bücher sind und bleiben der ewige Schwachpunkt. Lass es dann noch gute (!) Kochbücher sein, die im Idealfall einen tieferen Einblick in Kultur/Seele des Landes liefern – und jeder Widerstand ist gebrochen. Weiterlesen

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Chakren

Chakren sind so eine Sache. Irgendwo im Haus liegen Dokumente, die erklären wo sie liegen, was sie bewirken, welche Farben, Steine etc. damit harmonisieren. Nur dass es nie so richtig durchgedrungen ist. Also mal mit eigenen Worten.

Die Bezeichnung Chakra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich ‘Rad, Diskus, Kreis’ Chakren finden ihre Anwendung im tantrischen Hinduismus, tantrisch-buddhistischen Vajrayana, beim Yoga, sowie der traditionellen chinesischen Medizin. Dazu finden die einzelnen Chakren beim Reiki ebenfalls ihren Wirkungskreis.

Erdchakra / Wurzelchakra – die Verbindung zur Erde. Hilft sich zu erden, wieder zu sich selbst zu finden. Befreiung von fremden Einflüssen. Der Boden, auf dem wir gehen/stehen. Als Stein wäre das Tigerauge, brauner Turmalin oder Jaspis geeignet. Die Farbe liegt auf der Hand – Braun. Oder ein dunkler erdähnlicher Rotton. Zum Räuchern gehen erdige Gerüche z.B. Moschus (auch als Parfümöl).

Wasserchakra / Sakralchakra – Freude, Harmonie, Ausgeglichenheit. Entspannt sein. Gefühle, auch negative. Diese loslassen, indem man sie (gedanklich) dem Wasser übergibt. Kreativ sein, spielerisch, Neues ausprobieren. Als Farbe kommen alle Spielarten von Blau in den Sinn. Türkis – auch als Stein. Weiterlesen

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Ausgetrickst

Beim Aussortieren kommt vor alllem eines zum Vorschein: Notizen in Massen. Vorrangig Rezepte, die irgendwann einmal gekocht werden wollen oder bereits gekocht und für gut befunden worden. Berge oder Ordner voll mit Rezepten, mit Bildern und damit sie leserlich bleiben, in Klarsichthüllen.

Überhaupt sind Klarsichthüllen eine echte Herausforderung. Die Kunststoff-Variante (aus PVC oder PP) beim Zeitschriften-Handel um die Ecke kommt auf 7,95 / 100 Stück. Die alternative Papiervariante aus Pergamin kommt im Vergleich dazu mit 15,41 pro 100 Stück daher.
Da kann man schonmal in Schnappatmung verfallen.

Aber im Versuch, nachhaltiger einzukaufen gewöhnt man sich auch an diesen Preis. Und schließlich – es ist ja immerhin eine einmalige Anschaffung. Solche Prospekthüllen halten doch einige Jährchen, wenn sie nicht mit Gewalt zerstört werden. Weiterlesen

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Risotto con Piselli

Auf eines kann man sich bei Tim Mälzer-Rezepten immer verlassen. Sie sind einfach, gehen schnell und schmecken unverschämt gut. Die Optik bleibt zwar manchmal auf der Strecke, aber darüber sehe wir abends und hundemüde bereitwillig hinweg.

Risibisi – bestimmt kennt das jeder oder hat zumindest vage Vorstellungen davon. Dumpfe Ahnungen, davon schonmal gehört zu haben und – vielleicht – sogar schon einmal gekostet zu haben.

Und genau diese vage Erinnerungen haben den Feldversuch verursacht. Allen Gefühlen vom Staub der Jahrhunderte Jahrzehnte zum Trotz. Ein bischen kommt bei solchen Namen immer das Gefühl hoch, ein Überbleibsel aus den 50ern vor mir zu haben – gepaart mit einem gewissen Argwohn. Reines Vorurteil, wie genauere Nachforschungen gezeigt haben.

Risi e Bisi (Reis und Erbsen) oder Risotto con Piselli ist ein traditionelles venezianisches Essen, daß dem Dogen jährlich zum St. Markus-Tag (25. April) als erster Gang serviert wurde. Weiterlesen

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Das Fazit

Die schlechte Nachricht zuerst:
Das Projekt war ein völliger ziemlicher Reinfall. Was schade ist, aber es fand kein einziges Stück Interesse.

Nach einigem Hin und Her haben wir uns also entschlossen, hier abzubrechen und die Anfangssummen der vorgestellten Gegenstände so an ‘Rettet das Huhn’ zu überweisen.

Vermutlich spielen mehrere Gründe zusammen, dass der erhoffte Erfolg ausgeblieben ist:

Einmal sind wir doch ein relativ kleiner Blog und so wie es aussieht, seid ihr zumindest selber gerade am Aussortieren. Damit tragen wir quasi mit unserer Aktion Eulen nach Athen, was natürlich dem Vorhaben entgegenspricht.

Weitere Aussortierungen werden offline vorgenommen werden. Die bis jetzt genannten Gegenstände sind bei Interesse noch zu haben.

Zum Abschluß stellen wir hier noch unsere letzten (veröffentlichten) Gegenstände vor: Weiterlesen

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Leben ohne Minimalismus

Oder anders gesagt: Tag 12 und 13: Halma und manueller Wecker

Das hört sich vielleicht etwas seltsam an, gerade jetzt bei der Ausräumaktion. ;) Aber so richtig minimalistisch wird es hier wohl nie werden. Es gibt einfach Gegenstände, die zwar kaum oder gar nicht genutzt werden. Deren einzige Aufgabe es ist, in einem Winkel der vier Wände zu stehen und hübsch auszusehen. Und auf diesem Weg für Freude zu sorgen. Oder Erinnerungen in sich tragen.

Es gibt hier zum Beispiel ein schlankes hohes Achtkant-Henkelglas mit Emblem – das habe ich auf einem Weihnachtsmarkt geschenkt bekommen. Ich fand dieses Glas so schön, dass ich deswegen sogar einen Glühwein gekauft hätte. Dabei mag ich die meisten Glühweine auf Märkten nicht, sie sind immer viel zu süß für meinen Geschmack. Und damit mir dieser fragliche Genuß erspart bleibt, ist mir mitten auf dem Markt dieses Glas in die Hände gedrückt worden und hat nun hier ein Zuhause gefunden.

Oder eine Tasse mit Namenszug. Bestimmt kennt jeder diese Tassen mit Namen in Bunzlau Blau. So eine steht hier ebenfalls und ungenutzt. Aber weggeben ist aktuell (noch?) keine Alternative. Ich weiß genau, wo sie steht und der Gedanke daran gefällt. Sie war auch ein Geschenk und dass ich mich nicht mehr genau daran erinnere von wem sie kommt, tut der Sache keinen Abbruch. Weiterlesen

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Tag 10 und 11: Vier um die Welt und das Farnese-Komplott

Heute erlaube ich mir einen kleinen Ausrutscher. Die Auktion geht immer noch weiter. Aber einer meiner größten Musikhelden ist heute gestorben. Dabei hätte ich ihm locker zugetraut, noch mindestens weitere 20 Jahre hier zu sein.

Also gibt es heute meine ganz eigene Hommage für David Bowie. Chapeau für alles.

Und ich bleibe doch dem Thema treu, auch hier kommen Hühner vor. ;) Nach meiner Vorstellung liebte David schrägen Humor, es hätte ihm vermutlich gefallen.

Zur Weitergabe kommen heute zwei Bücher, einmal ein Reisebericht und einen Krimi. Weiterlesen

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Tag 8 und 9: Der Schatz der Inka und Pokerface

So langsam entwickelt sich die Sache als Experiment. Der erhoffte Run bleibt zwar (noch) aus, aber die Welt geht deswegen nicht unter. Und der Monat steht ja immer noch den Startschuhen.

Eines ist jedenfalls sicher: Unter dem Aspekt einer Aktion für eine ‘gute Sache’ wurde an das Aussortieren noch einmal ganz andere herangegangen. Da wurden auch Gegenstände hervorgezaubert, die so nicht oder vielleicht auch nicht gleich abgegeben worden wären. Die Möglichkeit, damit a) jemand eine Freude machen zu können und b) eine ehrenamtliche Organisation zu unterstützen, schafft einen zusätzlichen Anreiz. Neben dem, dass sich wieder Freiraum bildet. Auch weil einige Sachen ihren endgültigen Platz gefunden haben und dort gut untergebracht sind. Ohne weiter im Weg zu stehen.

Soviel zu dem persönlichen Nutzen, der sich aus der Aktion ergibt. Ein Gang durch die eigene vier Wände bekommt ganz andere Gesichtspunkte. 30 Gegenstände zum weggeben sind doch erstaunlich leicht gefunden. Vermutlich könnte sich das noch eine ganze Weile länger hinziehen, ohne dass sich ein wirklicher Engpass ergeben würde.

Gestern war die Müdigkeit vorrangig, weshalb es einen freien Tag gab und im Ausgleich heute zwei Gegenstände zu haben sind: Weiterlesen

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Tag 7: Sudoku

Sudoku dürfte inzwischen ziemlich bekannt sein. Das Spiel mit den Zahlen und der Logik. Eine bestimmte Anzahl von Ziffern wird vorgegeben und der Rest ist selber zu entschlüsseln. Und zwar so, dass in einem Quadrat die Ziffern 1 bis 9 nur einmal vorkommen. Gleiches gilt waagrecht sowie senkrecht.

Auch wenn Mathematik nicht unbedingt zu meinen Lieblingen gehört – an dem Spiel kann ich mich festbeißen. Auch eine der Möglichkeiten zum Abschalten. Obwohl das Gehirn da teilweise schon ganz schön in`s Rauchen kommen kann, je nach Schweregrad.

Damit auch andere an diesem Vergnügen teilhaben können, gibt es heute ein Sudoku Brettspiel von Ravensburger für 1 bis 4 Spieler.

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Zum Thema Huhn heute die Frage, wie alt diese Vögel werden. Etwas knapp zugegeben, aber ich bin etwas müde und gehe einen einfacheren Weg. Wenn übrigens spezielle Fragen über Hühner aufgegriffen werden sollten, hinterlasst eine Nachricht.

Aber zurück zum Alter: Unter natürlichen Aspekten kann ein Huhn zwischen 5 bis 7 Jahren, manchmal auch bis 9 Jahre alt werden. Dass ist schon ganz beachtlich. Lt. Internet sollen auch Hühner 20 oder bis zu 50 Jahre altwerden könne. Was aber ein Einzelfall sein dürfte, falls dieses biblische Alter wirklich erreicht wird.

Und bevor ich es vergesse: Der Einstiegspreis liegt heute bei 4 Euro und die Auktion läuft bis 10.01. Schlag Mitternacht.

Wer Interesse hat, schickt bitte eine Mail an Zaunreiterin (at) gmx.net

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Tag 6 – Kalligraphie

Zugegeben bis jetzt läuft die Aktion eher bescheiden. Aber noch wird die Flinte nicht in’s Korn geworfen. Schon allein deswegen, weil es wirklich interessant ist zu beobachten, was sich hier jeden Tag einfindet und ein neues Plätzchen sucht.

Heute zum Beispiel ein Kalligraphiebuch mit kompletten Federset und Tusche. Ein Anleitungsbuch mit verschiedenen Beispielen, was sich mit Kalligraphie alles machen lässt.

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Die Grundregeln sind immer noch unverändert. Der Anfangspreis liegt bei 3 Euro plus Versandkosten und endet am 09.01. um Mitternacht. Der Höchstbietende macht dann das Rennen und das Geld geht auch dieses Mal an ‘rettet das Huhn’.

Gebote bitte an Zaunreiterin (at) gmx.net oder als Alternative in den Kommentaren.

Zum Thema Huhn heute etwas über die chinesische Astrologie.
Das Sternzeichen Hahn ist das zehnte Tierkreiszeichen. In seiner Bedeutung gilt der Hahn als ehrlich, intelligent und als in seinen Aktionen sehr exakt. Dazu als i.d.R. sehr belesen und organisiert. Der Hahn ist das 10. Zeichen im chinesischen Horoskop.

Zur Entstehung des chinesichen Horoskopes gibt es eine interessante Legende:

Der Legende nach lud Buddha, nach anderen Quellen der mythologische Jade-Kaiser Yu Di „[…] einst alle 13 Tiere der Tierkreiszeichen zu einem Fest ein. Die Katze gehörte ursprünglich auch dazu. Die Maus erzählte jedoch der Katze, dass das Fest einen Tag später stattfinden würde. Die Katze legte sich schlafen und träumte vom Fest. So kam es, dass nur zwölf Tiere, alle außer der Katze, zum Fest kamen. Das erste Tier war die Ratte (Maus), ihr folgten der Büffel (das Rind), der Tiger, der Hase, der Drache, die Schlange, das Pferd, die Ziege (das Schaf), der Affe, der Hahn (das Huhn), der Hund und schließlich das Schwein. Jedes Tier bekam ein Jahr geschenkt, und er benannte es nach ihm. So erhielt die Ratte das erste, der Büffel (das Rind) das zweite, der Tiger das dritte Jahr und das Schwein schließlich das zwölfte. Dies geschah in der Reihenfolge, in der sie gekommen waren. Alle erklärten sich damit einverstanden. Da die Katze nicht kam, wurde ihr auch kein Jahr zugeteilt, und [sie] wurde somit ausgeschlossen.“

Quelle: Wikipedia

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