Internationaler Museumstag

Es gibt spezielle Tage für alles mögliche: Tag es Buches, deutscher Mühlentag, den Towel-Day (ein Gedenktag für den britischen Autor Douglas Adams, der übermorgen stattfindet)und gestern den internationalen Museumstag.

Der Museumstag findet seit 1978 jedes Jahr statt mit dem Ziel, auf die Vielfältigkeit der Museen aufmerksam zu machen. Davon gibt es immerhin über 6.500 allein in Deutschland.

In unserem Fall lief es auf einen Nachmittag am Roten Turm zu Wimpfen heraus.

Roter Turm in Bad Wimpfen© by Roger W

Der Name gründet sich auf das ehemals rote Ziegeldach. Erbaut wurde der rote Turm als Bergfried an der Ostseit der Wimpfener Pfalz schätzungsweise zwischen 1170 bis 1180 n. Chr. Er ist 23 Meter hoch und verfügt über eine Grundfläche von ca. 10 x 10 m. Die ursprüngliche Höhe von 19 Metern wurde im späten Mittelalter auf das heutige Maß aufgestockt.

Der aufwendige Innenausbau mit Kamin, div. Nischen und Aborterker weist deutlich auf seine Aufgabe als möglichen letzten Zufluchtsort des Burgherren hin. Heute findet sich in dem restaurierten Gebäude die umfangreiche Ausstellung einer Wachstube um 1200 mit Rüstungen, Waffenrepliken und dem damals üblichen Keramikgeschirr. Weiterlesen

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Eine richtig authentische Meinung

Ulrike vom Bambooblog hat vor kurzem für eine Blogparade eine Frage gestellt, über die man sich herrlich die Köpfe heißreden kann: Authentizität auf Reisen: Was ist das eigentlich?

Ein spannendes Thema, wir waren sofort geködert, haben hitzige Debatten geführt, uns gegenseitig die Meinungen um die Ohren geschlagen und präsentieren nun voller Stolz das (momentane) Ergebnis:

Die Ursprünge für Authentizität finden sich im Griechischen (αὐθεντικός authentikós = echt) sowie im Spätlateinischen (authenticus = verbürgt, zuverlässig).

Was im Urlaub als wirklich ‚echt‘ (sprich authentisch) wahrgenommen wird, ist vor allem eine philosophische Frage.

Echt ist, was als echt empfunden wird und den Erwartungshaltungen entspricht. Das beste Beispiel dürften wohl die potjomkinschen Dörfer sein.

Was als authentisch wahrgenommen wird, ist oft subjektives und von Nutznießern forciertes Empfinden.

Die klassische Erwartungshaltung bei Reisen leitet sich aus Büchern, Erzählungen und Bildern ab. Was letztendlich diesen Bildern entspricht, wird als authentisch empfunden.

Authentische Südsee.
Wir erwarten weiße endlose Strände und blaues kristallklares Wasser. Weiterlesen

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Zwei-Monats-Rückblick

Wem ist alles aufgefallen, dass es eine kleine Blogpause gegeben hat?😉
Völlig ungeplant hat sich die Ruhepause entwickelt und gutgetan. So langsam lesen wir uns wieder ein und natürlich hat sich auch einiges getan.

Was haben wir nun in der Zeit gemacht:
Natürlich viel gelesen und auch einige neue Bücher in’s Haus geholt.

Der KaffeediebGeschichten, die heilenDas Schneekind

Der Kaffeedieb – ein wunderschön haptisches Buch, fügt sich hervorragend vom Äußeren in den Zeitrahmen ein. Gut recherchiert. Rezension folgt.
Geschichten, die heilen – völlig andere Blickwinkel auf die Weltreligionen. Aber eben nicht nur, auch die Sufi und Natives komemn zu Wort und liefern ausreichend Stoff für eigene Gedanken.
Das Schneekind – Braucht Zeit, um sich (für das Buch) zu erwärmen. Unbedingt lesen, gerade weil nichts beschönigt wird. Tolle Bilder. Trotz der zweifelnden Stimmen zum Wahrheitsgehalt des Buches – für mich auf jeden Fall lesenswert. Weiterlesen

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Warum nicht gleich so

Ich singe hier ein Loblied über unseren Metzger. Ja, wir haben einen Metzger. Genau genommen sogar zwei, wie sich der Einkaufsliste entnehmen lässt.

Die (meistens) stille Eminenz im Hintergrund ißt Fleisch und zwar leidenschaftlich. Weil ich die Qualität dort kenne, kann ich es auch gut nachvollziehen. Schwer, der Versuchung zu widerstehen. Und was die Saucen angeht – unwiderstehlich. Man will sich reinlegen und genüßlich marinieren lassen.😉

Beim Fleisch ist es genauso wie bei Brot, Gemüse, Fisch … der Händler des Vertrauens will gesucht werden. Und die Suche lohnt sich. „Ich würde auch  nur verkaufen, was ich selber essen würde.“ Sätze, die (mich) glücklich machen. So und nur so will ich es haben.
Im Idealfall dann noch eigene Box, Brottüte o.ä. mitbringen. Für gutes Rindfleisch, dass beim Anbraten nicht um 30 % Wasseranteil zusammenfällt. Für Brötchen, die auch am nächsten Tag noch gut schmecken und das Licht der Welt nicht in einer Fabrikhalle irgendwo im Osten erblickt haben. Beim Fisch müsste ich mich noch genauer reinarbeiten – bis ein solches Vertrauensverhältnis entsteht, wie es Arthurs Tochter zum Fischhändler ihres Vertrauens hat (die übrigens auch die Inspiration für diesen Artikel geliefert hat). Weiterlesen

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Zwiebel-Honig-Sirup

Die Grippe dieses Jahr hat es in sich. Speziell der Husten ist hartnäckig, daß es nicht mehr schön ist. Normal genügt heißer Tee mit Honig und Zitrone. Viel Ruhe und den Körper seine Zeit zur Erholung geben. Wenn sich allerdings der Hals so entzündet hat, daß Schlucken beim besten Willen nicht geht, hilft der beste Tee nicht.

Eine zweite Möglichkeit wäre heiße Milch mit Honig, beruhigt auch und ist angenehm. Der Haken an der Sache ist, daß bei hartnäckig verschleimten Husten Milch eher kontraproduktiv ist.

In dem Fall hilft am Besten eine Zwiebel-Honig-Mischung. Sie ist zum Einen schnell zubereitet und kann auch bei Schluckbeschwerden gut eingenommen werden.

  • 1,5 mittelgroße Zwiebeln schälen, grob würfeln und in ein sauberes Schraubglas füllen
  • 4 Eßl. Honig dazugeben

Nun müsst ihr nur noch warten, bis der Honig sich aufgelöst hat und die ätherischen Öle der Zwiebeln herausgelöst sind, was etwa zwei bis sechs Stunden dauert.

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3 x tgl. 1 Eßl. Zwiebel-Honig-Sirup nehmen. Und falls ihr Bedenken habt, wegen dem Zwiebelgeschmack: Ich kann euch versichern, die Mischung schmeckt sehr angenehm. Das Zwiebelaroma ist vorhanden, wird durch den Honig jedoch ausreichend abgemildert. Die beiden Wirkstoffe harmonieren perfekt miteinander.

Die Zwiebel wirkt u.s. antibakteriell, schleimlösend, entzündungshemmend, hilft bei Husten, Infektionen und Heiserkeit. Der Honig verfügt über antibiotische Wirkung und wirkt ebenfalls antibakteriell sowie entzündungshemmend.

Dazu eignet sich der Sirup gerade bei dem aktuell ungemütlichen Wetter auch zur Stärkung der Abwehrkräfte und hält sich im Kühlschrank auch problemlos einige Tage, wenn er nicht schon vorher aufgebraucht wurde.

Ich lasse den Sirup vor der Einnahme gern ein wenig bei Zimmertemperatur stehen, damit er wenigstens etwas aufwärmen kann.

EiNaB
Dank Maria’s Hinweis beteiligt sich der Zwiebel-Honig-Sirup an der monatlichen EiNaB-Runde.

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Was geht mit Kräutern 2. Teil

Einer der Gründe, warum bisher relativ wenig zu Kräutern geschrieben wurde, liegt auf der Hand: Ich komm‘ in’s Quatschen. Es gibt so viel und eh‘ ich mich umsehe, ist der Artikel um einiges länger geworden als geplant. Bei den Bärlauch-Geschichten war es so (ein Artikel hätte es werden sollen, am Ende waren es vier) und hier das gleiche Spiel – ein kurzer Artikel war geplant – inspiriert vom Heilpflanzenbüchlein – und jetzt sind wir schon beim 2. Teil.

Heilkräuterbüchlein

Es gibt eben immer noch etwas zu entdecken, zu lesen, zum Ausprobieren. Neben den im ersten Teil genannten Kräuterverarbeitung auf Vorrat gibt es auch ausreichende Varianten für die sofortige Nutzung.

Kräuterbad:
Die ideale Zeit im Kräuterbad (für Erwachsene) liegt zwischen 15 und 25 Min. und hängt eng mit dem jeweiligen Kreislauf zusammen. Bei der Temperatur werden ca. 35°C als ausreichend angesehen. Wichtig dabei, den Kräutern vorab Zeit zu geben, ihre Wirk-/Aromastoffe zu entfalten. Die benötigte Zeitangaben schwanken hier zwischen 5 bis 30 Min., ich würde am Ehesten zu 15 bis 25 Minuten tendieren. Für den Kräuterauszug können getrocknete oder frische Kräuter verwendet werden. Das Grundprinzip ist das Gleiche wie beim Kräutertee, nur daß der Ansatz länger ziehen muss. Für das Bad können die kompletten Kräuter oder nur der Auszug verwendet werden, die Kräuter müssen dann herausgesiebt werden.

Das gleiche Prinzip lässt sich auch für ein Kräuter-Fußbad anwenden. Weiterlesen

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Was geht mit Kräutern

Was sich alles beim Aussortieren einfindet, ist wirklich erstaunlich. Kleine und feine Büchlein, die durchaus ihre lesenswerte Berechtigung haben. Beispielsweise das gerade mal handtellergroße Heilkräuterbüchlein.

Heilkräuterbüchlein

Kräuterheilkunde ist ein altbewährtes und immer wieder gern aufgegriffenes Thema. Da nimmt es Wunder, dass Kräuter es stellenweise immer noch schwer haben zu bestehen. Lange Rede, kurzer Sinn – Kräuter sind vielseitig in ihrer Wirkung und Kräuter-Tee ist gerade mal die Spitze des Eisbergs an Möglichkeiten.

Tinktur:
Dabei handelt es sich um einen Kräuterauszug mit Alkohol.
Die Kräuter werden locker in ein helles Glas gefüllt und mit 36- bis 40-prozentigem Doppelkorn übergossen. Gut verschließen an einem warmen sonnigen Platz stehen lassen, 1 x tgl. schütteln. Die Vorbereitungsdauer kann schwanken zwischen 10 Tagen bis zu sechs Wochen. Je länger der Ansatz stehen bleibt, desto stärker wird die fertige Tinktur. Den Auszug durch ein Leinentuch oder einen Kaffefilter filtern und in dunklen Gläsern lichtgeschützt aufbewahren. Mit Datum und Inhalt beschriften. Kann direkt eingenommen oder für bsp. für Salben weiterverwendet werden.

Salbe:
Zur Salbenherstellung gibt es mehrere Möglichkeiten, die evtl. nicht für jeden von Interesse sind. Bsp. wird ein Veganer kaum eine Salbenrezept mit Schweineschmalz als Basis nehmen wollen. Weiterlesen

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Von Hühnern, Versuchsküchen und neuer Lektüre

Nehmen wir einmal an, es sei Sonntag. Wir haben Zeit für eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Vielleicht auch für ein (nicht zu kleines) Stück Kuchen und vor allem Zeit um die Beine hochzulegen und angenehm den Tag verlaufen zu lassen. Ein wenig plauschen. Sei es über aktuelle Bücher, Zeitgeschehen (immer gut für einige Gespräche), Zukünftiges und/oder Vergangenes. Oder in diesem Fall, den für gestern gemünzten Beitrag heute zu zeigen.😉

Im Rückblick lassen sich drei Worte für den ersten Monat finden:

Experimentell
Schon seit geraumer Zeit gehegten Pläne, unbekannte Rezepte zu versuchen wurde in Angriff genommen. Es wurde diskutiert, ausgewählt, nach Ursprüngen gefahndet und nach eigenem Gusto verändert. Befriedigend oft mit dem Fazit ‚Das machen wir mal wieder‘.

Zwei Feldversuche sind dokumentiert – beide gelungen und sehr empfehlenswert. Das Essen des Dogen zu Ehren des Schutzheiligen St. Markus am 25. April und unserem persönlichen Memorial-Essen für Barcelona.

Geplant ist, die Versuchsreihe fortzusetzen. Auswahlmöglichkeiten gibt es reichlich. Bücher sind und bleiben der ewige Schwachpunkt. Lass es dann noch gute (!) Kochbücher sein, die im Idealfall einen tieferen Einblick in Kultur/Seele des Landes liefern – und jeder Widerstand ist gebrochen. Weiterlesen

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Chakren

Chakren sind so eine Sache. Irgendwo im Haus liegen Dokumente, die erklären wo sie liegen, was sie bewirken, welche Farben, Steine etc. damit harmonisieren. Nur dass es nie so richtig durchgedrungen ist. Also mal mit eigenen Worten.

Die Bezeichnung Chakra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich ‚Rad, Diskus, Kreis‘ Chakren finden ihre Anwendung im tantrischen Hinduismus, tantrisch-buddhistischen Vajrayana, beim Yoga, sowie der traditionellen chinesischen Medizin. Dazu finden die einzelnen Chakren beim Reiki ebenfalls ihren Wirkungskreis.

Erdchakra / Wurzelchakra – die Verbindung zur Erde. Hilft sich zu erden, wieder zu sich selbst zu finden. Befreiung von fremden Einflüssen. Der Boden, auf dem wir gehen/stehen. Als Stein wäre das Tigerauge, brauner Turmalin oder Jaspis geeignet. Die Farbe liegt auf der Hand – Braun. Oder ein dunkler erdähnlicher Rotton. Zum Räuchern gehen erdige Gerüche z.B. Moschus (auch als Parfümöl).

Wasserchakra / Sakralchakra – Freude, Harmonie, Ausgeglichenheit. Entspannt sein. Gefühle, auch negative. Diese loslassen, indem man sie (gedanklich) dem Wasser übergibt. Kreativ sein, spielerisch, Neues ausprobieren. Als Farbe kommen alle Spielarten von Blau in den Sinn. Türkis – auch als Stein. Weiterlesen

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Ausgetrickst

Beim Aussortieren kommt vor alllem eines zum Vorschein: Notizen in Massen. Vorrangig Rezepte, die irgendwann einmal gekocht werden wollen oder bereits gekocht und für gut befunden worden. Berge oder Ordner voll mit Rezepten, mit Bildern und damit sie leserlich bleiben, in Klarsichthüllen.

Überhaupt sind Klarsichthüllen eine echte Herausforderung. Die Kunststoff-Variante (aus PVC oder PP) beim Zeitschriften-Handel um die Ecke kommt auf 7,95 / 100 Stück. Die alternative Papiervariante aus Pergamin kommt im Vergleich dazu mit 15,41 pro 100 Stück daher.
Da kann man schonmal in Schnappatmung verfallen.

Aber im Versuch, nachhaltiger einzukaufen gewöhnt man sich auch an diesen Preis. Und schließlich – es ist ja immerhin eine einmalige Anschaffung. Solche Prospekthüllen halten doch einige Jährchen, wenn sie nicht mit Gewalt zerstört werden. Weiterlesen

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