Paradeissuppe auf Umwegen

Nach dem gestrigen Marktgang tendierten meine hochfliegenden Pläne dahingehend, den Paradeisfond der Turbohausfrau nachzukochen. Einfach aufgrund der Tatsache, dass ich zwar Gemüsefond kenne und Hühnerfond – um nur ein paar Beispiele zu nennen – aber eben keinen Tomatenfond. Und alles Neue reizt mich von Natur aus und will versucht werden 😉
Das war allerdings, bevor ich die telefonische Hiobsbotschaft bekam, dass ein guter Teil meiner Vorratsgläser den Weg alles Irdischen gegangen waren und meine Pläne damit erst einmal auf Eis gelegt waren. (Im Nachhinein betrachtet ist das wohl auch gut so. Da der Fond zum Einen sehr zeitaufwändig ist und ich noch nicht über eben sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet verfüge).

Nur hatte ich aber trotzdem noch 2 kg Tomaten im Gepäck und die Frage im Hinterkopf „Was tun, sprach Zeus.“
Auch hier wurde mir Hilfe von der gleichen Seite zu Teil und zwar in Form von dem Rezept für Paradeissuppe aus gerösteten Paradeisern.

Im Großen und Ganzen haben wir uns auch an die Rezeptvorgabe gehalten. Nur aus Bequemlichkeitsgründen (der Tag war lang und anstrengend genug) kam es zu einigen kleinen Änderungen:

Für 4 Personen:
2 1/2 kg Rispentomaten mit Grün
1 dl Olivenöl
2–3 EL Meersalz
4 Knoblauchzehen (so im Nachhinein betrachtet sind wohl ein oder zwei Zehen mehr reingerutscht, da muss ich noch genauer drauf achten)
1 Handvoll frischer Kräuter (Rosmarin, Basilikum, Oregano) (von uns nur Rosmarin und Basilikum)

Die Paradeiser einritzen und in eine feuerfeste Form schichten.
(Teilweise habe ich die Tomaten auch halbiert wg. Platzmangel, ging auch gut).
Knoblauchzehen dazwischen reinstopfen, Kräuter drauf, ebenso Salz und Olivenöl. Ab in den vorgeheizten Ofen und 30 Min. gebacken, danach waren die Tomaten schon gut braun. 😉
Kräuter entsorgen.
Bei dem Versuch, die Tomaten zu passieren habe ich allerdings recht schnell die Flügel gestreckt (man möge mir verzeihen). Also wurde das Ganze mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe umgearbeitet, noch einen guten Schuß Sahne (etwa 1/2 Becher) dazugetan und fertig war unser neues Experiment.
Dazu noch ein Knoblauchbaguette aus der Resthitze des Ofens und dann haben wir es uns schmecken lassen. Und waren uns einig: Das machen wir bald wieder 🙂

Das Thema mit dem Fond ist damit aber noch keineswegs vom Tisch. Ich habe mir schonmal vorsorglich zwei interessante Varianten vorgemerkt:

Klarer Tomatenfond
Weißes Tomatenmousse

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7 Kommentare zu „Paradeissuppe auf Umwegen

  1. Einfrieren ist ne gute Idee! Die nächsten Wochen werden echt stressig, auch noch zusätzlich durch die Einkochzeit, aber danach werd ich das mal ausprobieren mit Fonds EInkochen, Einfrieren, etc. Der muss wohl nur sehr stark gewürzt sein zum Einfrieren, ich hab bei würzigen Gerichten die Erfahrung gemacht, dass Aroma verloren geht.

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  2. Ich glaub, Rind und Huhn war das im Supermarkt. Hab’s aber nie probiert, weil die Gläser teuer sind und ich wenig davon erwarte. Aber jedes Mal, wenn man Fond braucht, ihn selber herzustellen, ist ja auch aufwändig.

    Du sagtest, Du hast noch nicht viel Erfahrung mit Tomatenfond, aber hast Du allgemein schon mal Fond eingekocht?

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    1. Noch nicht. Aber ich denke mal, Fond kann man auch auf Vorrat einkochen und dann in kleinen Portionen einfrieren. Hühner- bzw. Gemüsefond steht auch auf meiner Wunschliste, werde dann also von meinen Erfahrungen berichten 🙂

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  3. Also das klingt sehr, sehr lecker!

    Fond einkochen hört sich auch spannend an. Ich hab zwar den Fond in Gläsern im Supermarkt gesehen, aber war noch nie auf die Idee gekommen, das selber mal zu probieren.

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    1. Es schmeckt auch sehr lecker 🙂 Das restliche Tomatenwasser war mir zu schade zum Wegschütten, also ist es in das Tomatenrisotto gewandert *g* Welchen Fond hast du im Supermarkt gesehen? Es gibt ja verschiedene Sorten.

      Selber machen kann ich nur empfehlen. Es ist den Aufwand auf jeden Fall wert.

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  4. Ah! Da ist ja dein Rezept.

    Herr Lamiacucina hat die Suppe auch nachgekocht und natürlich wieder was Traumhaftes gezaubert. Der hat Speckscheiben um einen Kochlöffel gewickelt und so im Rohr zu eleganten Speckröllchen gebraten.

    Die Küchenschabe hat heute auch ein nettes und scheinbar sehr unkompliziertes Rezept für einen Paradeisfond gepostet.

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    1. *schmunzelt* Wie der Zufall es will, bin ich gerade bei der Küchenschabe am Schmökern. 😉 und werd sie auch auf meine Genießerliste nehmen.
      Bei Herrn Lamiacucina habe ich schon das Rezept für Tomatenrisotto abgekupfert und war schwer begeistert. Also gut möglich, dass ich mich auch an den Speckröllchen versuchen werde 🙂

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