Von Büchern, Kochen und Hühnern

Das ich in letzter Zeit vorrangig gelesen habe, ist ja schon an den Rezensionen zu erkennen. *schmunzelt*
Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen – habe ich schon seit Tagen den hintergründigen Gedanken, auch mal etwas anderes zu schreiben. Die Frage war nur ‚was‘?
Natürlich habe ich auch leise für mich hochfliegende Pläne für die Rabenträume (ja ich habe den Blog jetzt umbenannt, das Kind wächst und gedeiht ;). Einen reinen Kochblog und möglichst noch einen so guten wie Arthur’s Tochter kocht oder einen Bücherblog mit mehr als nur Rezensionen, am Liebsten Berichte über Büchermessen, Unterhaltungen mit Autoren und was man sich sonst noch so träumen kann.
Aber für das eine koche ich beileibe nicht oft genug (und auch wenn es mir schwerfällt es zuzugeben, leider auch noch nicht gut genug) und für das andere fehlen mir dann auch oft die Zeit, die Muse und die Möglichkeiten. Schon um meine Bücherregale nicht wegen Überfüllung zusammenbrechen zu lassen, gehe ich auf keine Büchermessen. Auf dem Heimweg bräuchte ich vermutlich einen Kleinlaster 😉
Und was Autoren angeht: Nun ich kenne tatsächlich ein oder zwei Autoren (Sachen gibt’s, manchmal bin ich selber erstaunt ;), aber damit ist es dann auch gut.
Ergo: Kein Kochblog und auch kein reiner Bücherblog, der mich irgendwann als einen neuen Reich-Ranicki erstrahlen lässt. Letzteres würde mir auch bald als zu zeitaufwändig und eintönig erscheinen, wie ich mich kenne.

Was also dann? Was haben Bücher, kochen und Umwelt gemeinsam?
Man kann Neues entdecken. Ausprobieren, dazulernen. Im idealsten Fall auf eine spielerische Art und Weise. Bei Büchern muss es nicht immer ein staubtrockenes Sachbuch sein, um etwas Neues zu erfahren. Das ist mir spätestens mit dem ‚Diamantenmädchen‘ bewusst geworden. Gut geschriebene Romane können sehr viel über frühere Zeiten erzählen, neugierig machen, um sich näher damit zu beschäftigen und dann vielleicht auch das ein oder Buch zu einem Hintergrundthema in’s Rampenlicht rücken. Bei mir zum Beispiel wurde mein Interesse für das Berlin der 20er Jahre geweckt und wer weiß, was sich daraus noch alles ergeben wird.
Beim Kochen ist es im Grunde genauso. Man entdeckt Gerichte und fängt plötzlich an, sie im Geiste zu verändern. Dann kommen plötzlich so abenteuerliche Gedanken auf wie „Dazu würde Salbei ganz wundervoll passen“ oder „Du hast geröstete Zwiebeln dazu getan, richtig?“ Und spätestens wenn man anfängt, solche scheinbar nebensächlichen Details mit einem Zungenschlag rauszuschmecken, strahlt man, als hätte man eben eine Weltreise gewonnen. Da sprech‘ ich aus eigener Erfahrung 🙂

Was mich fast nahtlos zu den Lebensmitteln und ihrer Herkunft bringt:
Auch da gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, dass ich immer noch überrascht bin. Am Montag beispielsweise bei der Sendung ‚Der Vorkoster‘ wurde ein Hühnermobil erwähnt. Dabei werden die Hühner in einem mobilen Hühnerstall auf immer verschiedene Weiden (Wiesen eben) gefahren und können dort nach Herzenslust scharren, picken und ich bin mir sehr sicher, dass ihre Nahrung und damit auch ihre Eier wesentlich gesünder sind als solche aus Kleinbetriebhaltung (Käfighaltung ist ja nicht mehr erlaubt, zum Glück) oder schönklingender Bodenhaltung. Sicher, die Eier sind teurer. Aber einmal ehrlich – bin ich wirklich der Überzeugung, das ist den Preis wert.
Oder – weil solche Hühnermobile anscheinend noch nicht so häufig vertreten sind – Eier aus Biohaltung. Oder auf dem Wochenmarkt. Und sich erkundigen, ob den Hühnern die Schnäbel gekürzt werden.
Was ich zugegebenermaßen auch noch tun muß.

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