Ränkespiele zwischen den Schatten

Der letzte SchattenschnitzerDer letzte Schattenschnitzer by Christian von Aster
My rating: 2 of 5 stars

Jonas Mandelbrodt’s Geschichte in der Welt der Schatten beginnt damit, dass er als Einziger und das bereits in der sprichwörtlichen Wiege erkennt, dass sein Schatten mehr ist als das bloße Abbild seiner durch Licht reflektierten Person. Sondern vielmehr ein Wesen, dass im Laufe der Äonen schon zu Füßen der gelehrtesten Köpfe der menschlichen Geschichte gesessen und mit ihnen gelernt hat.

Soweit der Beginn der Geschichte, in der gerade der für seine Umgebung unscheinbare Jonas durch die Unterweisung seines Schattens langsam zum letzten Schattenschnitzer wird und außerdem die Gesetz beider Welten komplett auf den Kopf stellt. Ein Schatten soll unauffällig im Hintergrund bleiben und das im Laufe eines Lebens erlangte Wissen in sich aufnehmen.

Genau dieses Wissen ist es dann auch, dass nur allzubald den Schattenrat und andere Jäger mit den unterschiedlichsten Absichten auf den Plan treten lässt. Und den Schatten eines Engels, der als letzter Kontakt zu Gott hatte und seinen Plan kennt.

Ein Ränkespiel jeden gegen jeden beginnt und kaum jemand – egal ob nun Schatten oder Mensch – ist wirklich das, was er zu sein vorgibt. Eine Hetzjagd quer durch Europa, die mich am Ende leider mit deutlicher Verwirrung zurücklässt. Ich weiß nicht, wie ich es in Worte fassen soll. Aber eine so spannende Grundidee für eine Geschichte, die mehr als nur ‚gut‘ hätte sein können… Wenn…

Und genau daran bleibe ich immer stocken. Wenn.

Wenn die Geschichte liebevoller und nicht so abgehackt erzählt worden wäre.

Wenn am Ende nicht das unbestimmte Gefühl zurückbleiben würde, dass etwas fehlt. Etwas, worauf ich nicht genau den Daumen legen könnte. Man muss das Buch wohl gelesen haben, um die richtigen Worte dafür zu finden. Es ist eine spannende Idee und mit Bestimmtheit hätte sich eine wundervolle Geschichte daraus weben lassen. Leider nur habe ich oft das Gefühl, von einem Abschnitt zum nächsten gehetzt zu werden und kein Gefühl für die Personen aufbauen zu können. Und bleibe am Ende mit einem Gefühl der Leere zurück.

Diese Worte befriedigen nicht – aber so ging es mir auch mit der Geschichte. Ich vermisse das Leben darin.

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4 Kommentare zu „Ränkespiele zwischen den Schatten

  1. Ich kann leider nichts dazu sagen, da ich das Buch nicht gelesen habe. Aber nach Deiner Beurteilung zu schließen, ist es ja wohl eh nicht so gut. Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag 🙂

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    1. Danke, wünsche ich dir auch 🙂
      Mit ‘eh nicht so gut’ denke ich, tut man dem Autor jetzt wieder Unrecht. Es ist eine gute Idee – nur beim Erzählen hätte Herr von Alster mehr Zeit lassen können.

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