Essen, Streß, Umwelt

Also ehrlich, ich verstehe die Menschen nicht. Weder die großen Firmenbosse noch die ‚kleinen‘ Angestellten. Die Ersteren lügen uns die Hucke voll, um noch ein paar Dollar mehr aus der Erde rausquetschen zu können. Siehe nur als Beispiel Fracking, über dass ich kürzlich etwas gelesen habe bei einer Petition gegen Fracking. Leider läuft diese Petition nur noch zwei Tage und hat bis jetzt nur knapp die Hälfte der erforderlichen Stimmen. :/
Und allein bei der Aussage von bekannter Seite, dass diese giftstrotzende Methode bereits x Mal unter dem Mäntelchen der Verschwiegenheit angewandt wurde, kann ich vor Wut kaum an mich halten.
Es gibt da wirklich 1.000 Sachen über die ich mich aufregen könnte ohne Ende. Und die Ahnungslosigkeit, mit der so viele Menschen durch die Weltgeschichte laufen. Das versteh ich auch nicht. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass ich selber mal so gewesen bin. Dabei bin ich klar auch nicht mit dem ganzen Wissen auf die Welt gekommen. Aber es gibt soviele Möglichkeiten, sich zu informieren.
Oder die Überfischung der Weltmeere, Tierquälerei aus irgendwelchen gaumentechnischen Gründen. Und damit mein ich nicht nur das übliche ‚wir schlachten ein Rind, damit wir an das Fleisch kommen.‘ Nein. Da gibt es so ’nette ausgefeilte‘ Methoden, um noch besondere Genüsse rauszukitzeln, die wirklich einfach nur widerlich sind. Und es ist ja nicht so, dass mir Fleisch oder Fisch nicht schmeckt. Ganz im Gegenteil. Aber es ist wie bei der Büchse der Pandora. Einmal geöffnet, gibt es kein Zurück mehr. Der vielgerühmte ‚Baum der Erkenntnis.‘ Man kann die Augen nur schwer wieder verschließen, wenn man einmal davon gekostet hat. Schon allein deswegen sollte man sich genau überlegen, was man wann und wo ißt.

Genauso wie die unnütze Müllfabrikation. Restaurants, die für jeden Kunden eine Kundenkarte anfertigen (und die ist mit Sicherheit nicht aus Papier), auf der alles vermerkt wird, was eingekauft wird. Und damit nicht genug der Ressourcenverschleuderung. Nein, die Karte wird beim Verlassen des Restaurants einbehalten und geschreddert. Und sollte es einen jemals wieder dahin verschlagen, bekommt man eben eine Neue. Oder wie in meinem Fall verständnislose Blicke, weil ich kein Interesse hatte diesen Müllwahn zu unterstützen.

Soviel zu ein paar von den Sachen, die bei mir günstigenfalls nur verständnisloses Kopfschütteln hervorrufen. Da gibt es auch Menschen, die meinen, Spargel mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise sei ein Festessen und das mitten in der Woche. Und da war er wieder – der verständnislose Blick meinerseits. Was spricht denn auch dagegen, auch ohne besonderen Grund etwas Leckeres zu essen. Wobei Spargel jetzt für mich noch nicht unter der Kategorie ‚Festessen‘ laufen würde, so gut es auch schmeckt.

Was mich fast nahtlos zum nächsten Thema bringt. Der Wochenmarkt hat ja nun wieder angefangen und wenn ich mir auch öfter mehr Auswahl wünsche, als die üblichen Verdächtigen wie Äpfel, Birnen, Kartoffeln usw. ich freu mich, endlich wieder frisches Obst/Gemüse. Bin dann auch eine Weile beim Bäcker zum Schnacken geblieben *g* Hatte was von französischem Leben und Genießen. So wie ich es mir jedenfalls vorstelle. Unter anderem ging um diese geschmacklosen Fertigteigwaren, die hier nur noch aufgebacken werden und auch so schmecken. 3 Stück für 19 Cent sag ich da bloß. :/ Eigentlich müsste bei dem Preis doch jedem nach einer Minute Überlegen klar sein, dass kann nichtmal eine halbwegs akzeptalbe Qualität haben. Jedenfalls haben wir uns dann ziemlich lang unterhalten über Lebensmitteln, die berühmten E’s (Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Konservierungsmittel und was es da an Appetitanregendem noch so gibt) und wie wenig sich die Deutschen entspannen und in Bezug auf Essen etwas gönnen können. Was mir auch immer wieder auffällt. Kaum jemand setzt sich hin mit wirklich gutem Essen (!) und lässt sich die Zeit, dass mal in Ruhe zu genießen. Was sehr schade ist, diesen Menschen geht eine Menge Lebensqualität verloren. Davon bin ich überzeugt.

Links:
Zentrum der Gesundheit – die Wahrheit über Fracking

ZDF Mediathek zum Thema Fracking

Fracking – Gift für’s Trinkwasser?

Focus – Artikel vom 24.03.2012

Planet Wissen – Überfischung der Meere

Die Überfischung der Meere

Zeit online – Artikel vom 28.05.2010

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4 Kommentare zu „Essen, Streß, Umwelt

  1. Sprichst mir mit deinem Beitrag aus der Seele. In allen Punkten. 😉

    Und ja, wenn man einmal darüber nachdenkt, dann hat das tatsächlich was von der Büchse der Pandora. Habe neulich einen Bericht über die Teiglinge gesehen und das hat mir den Appetit vollends verdorben.. Allerdings hat mir das Fertigzeugs die ganze Zeit schon nicht mehr geschmeckt – ich habe das jedoch darauf geschoben, dass ich immer anspruchsvoller werde…

    Es nervt. Jeden Tag ein bisschen mehr. Und ich finde es schlimm, wie wir mit dieser Welt umgehen.

    P.S: Warum läuft Spargel als „Festessen“? Fleisch sollte ein Festessen sein. Gemüse definitiv nicht. Manche Menschen sind… merkwürdig. 😛

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    1. Ich habe vor einiger Zeit mal ein Experiment zum Thema Fertigessen gemacht, dass ich sehr aufschlußreich fand. Evtl. schreibe ich da noch genauer darüber.
      Ich denke übrigens auch, dass das ‚anspruchsvoller werden‘ der Grund dafür ist, dass dir (und mir und hoffentlich noch sehr vielen anderen Menschen) dieses Fastfood nicht mehr schmeckt.

      Meine Erfahrung ist, je mehr wir selber kochen, desto sensibler werden unsere Geschmacksnerven und umso eher schmeckt man die Gewürze raus, wann sie in das Essen zugetan wurden (da gibt es ja himmelweite Unterschiede in den geschmacklichen Nuancen) und was noch fehlt oder den letzten Clou in der Zubereitung geben könnte.

      Und was Fleisch als ‚Festessen‘ angeht, hast du meine volle Zustimmung. Nicht umsonst hieß es früher ‚Sonntagsbraten‘. Wobei ich einem guten Tomatenrisotto jederzeit den Vorzug geben würde. 😉

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  2. Du hast so recht…..die Leute scheinen überhaupt nicht nachzudenken. Ihnen ist wohl egal, was sie in sich hineinschaufeln. Die breite Masse schaut doch nur noch RTL2 und so ein Dreck und informiert sich über gar nichts wichtiges mehr. Massenverblödung 2000.

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    1. Auch wenn ich gern recht habe: In dem Fall sage ich wirklich ‚leider.‘ Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass die doch immer mehr auftretenden Kritiken auf die Bereitschaft zum Selberdenken schließen lassen. 🙂

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