Gute Taten werden sofort belohnt

Ich könnte es auch anders ausdrücken. Nämlich so:

Endlich habe ich mir mal einen Tritt vor’s Schienbein gegeben und die nächste längst überfällige Rezension verfaßt, da schneit mir auch schon das nächste Rezensionsexemplar ist Haus und ich freue mich wie eine 100 Watt-Birne. 🙂

Das neue Buch heißt Earth Girl von Janet Edwards und ich bin schon sehr gespannt, ob es meinen Vorstellungen entspricht.

Aber genug geredet, hier also meine neueste Rezension:

Winterkartoffelknödel (Franz Eberhofer, #1)Winterkartoffelknödel by Rita Falk
My rating: 2 of 5 stars

Gleich am Anfang der Geschichte findet man sich beinahe sprichwörtlich auf dem Marktplatz eines kleinen niederbayerischen Fleckens in der Nähe von Landshut wieder – in Niederkaltenkirchen – und überlegt sich erst einmal wie um alles in der Welt man dorthin gelangen konnte. Bis man sich dann auch nur halbwegs in die Geschehnisse reinfindet, braucht es auch einiges an Zeit. Nicht zuletzt deshalb, weil der strafversetzte Dorfgendarm Eberhofer Franz als Erzähler erst so nach und nach damit rausrückt, worum es eigentlich geht. Und auch nicht wirklich sparsam ist mit den Details über das Familien- und Dorfleben. Als eines der ersten Dinge erfährt man, wo es die besten Leberkässemmeln gibt. Womit die ‚typisch bayerische Grundeinstellung‘ schonmal klargemacht wäre.

Nach und nach werden dann auch die anderen Beteiligten an der verworrenen Mordgeschichte vorgestellt und wie in einem kleinen Dorf nicht anders zu erwarten, ist alles auch sehr eng miteinander verflochen. Jeder kennt jeden und die Gerüchteküche brodelt. Oder anders gesagt: Es wird geratscht, dass es nur so raucht und selten was, dass den Eberhofer oder andere Dorfbewohner wirklich aus der Ruhe bringt. Und ganz nebenher wird auch noch ein großer vierfacher Mord aufgeklärt…

Als mein Fazit würde ich die ‚Winterkartoffelknödel‘ nicht als Regionalkrimi einstufen. Sicher, es werden Menschen umgebracht, mit sehr phantasievoller Vorgehensweise und wegen dem wohl zweitältesten Grund der Welt (Geld, um Mißverständnisse zu vermeiden). Aber so richtig will das Gefühl eines Krimis nicht aufkommen, auch wenn ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und innerhalb weniger Tage durchgelesen habe.
Nach einigem Überlegen würde ich das Buch eher als kurzweilige Sommergeschichte mit satirischem Einschlag einordnen. Es macht Spaß, sie zu lesen und ich wage zu behaupten, die bayerische Mentalität wird auch recht gut wiedergegeben.
Ein besonderes Schmankerl bilden auch die angegliederten Rezepte von Oma Eberhofer, die so auch ihren Anreiz zum Nachkochen liefern.

Was mir als Einziges wirklich sauer aufgestoßen ist, sind einige Rechtschreibfehler in den ersten 30 Seiten. Da hoffe ich, dass der Lektor beim nächsten Mal ein schärferes Auge drauf haben wird.

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