So mag ich es am Liebsten

Etwa alle sieben Tage sehen die Abende bei Raben’s so aus, dass im Laufe des späten Nachmittags unser kleines Auto mit allem vollgeladen wird, was nur geht. Manchmal kommt es mir vor, als würden wir zu einer kurzfristig beschlossenen Auswanderung aufbrechen.

Der eigentliche Grund ist ein gemeinsames Kochen, Tarockieren und genießen von sehr gefährlichen Weinen. 😉 Einmal kochen wir (dann kommt das Auswanderungsgepäck zum Tragen), das nächste Mal werden wir von der Gegenseite bekocht. Und bei beiden Gelegenheiten ist es tunlichst angeraten, den Tag über so gut wie möglich zu fasten. Sonst sind diese gigantischen Portionen kaum zu bewältigen, was mich immer fast an den Rand der Verzweiflung bringt. Es schmeckt einfach zu gut.

Gestern gab es übrigens Käsetortellini mit einer Tomaten-Basilikum-Sauce aus eigenem Garten. Und für meine dort ansässigen Testesser ein Glas viktualinische Waldheidelbeermarmelade.

Damit und mit der Ankündigung, nächstes Mal mein Erstlingswerk in Bezug auf Marillenwein mitzubringen drehte sich bald alles um (Heil-)Kräuter, Wirkung und Anwendung, Obst und wurde damit ein sehr vergnüglicher Abend.

Nur bei der Frage nach den Zutaten des Weines musste ich zu der späten Stunde (irgendwo zwischen 23.00 und Mitternacht) passen. Ich sagte ja, die Weine dort sind gefährlich. 😉

Zum Glück schreibe ich mir alles auf und konnte daheim nachlesen:

Zutaten:
Etwa 1 kg Marillen (oder beliebiges anderes Obst)
110 g Zucker
3 Vanillestangen
Ein Spritzer Zitronensaft
Ca. 200 ml Wasser (ich habe deutlich mehr genommen, weswegen sich der Kochvorgang etwas in die Länge zog)
Klaren Alkohol mit etwa 28 bis 33 % (hier war es Korn)

Zubereitung:
Die Marillen auf Druckstellen absuchen, diese wegschneiden, kleinschneiden und in einen großen Topf geben. Mit dem Wasser zum Kochen bringen.

Dann den Zucker und das Vanillemark dazu und auch schon den Zitronensaft.

Wenn das Obst weich ist, vorsichtig stampfen und zerdrücken, dann nochmal leicht aufköcheln und wenn die Masse anfängt zu sprudeln, den Herd abschalten und den Korn unterlaufen lassen. Kräftig rühren und gut verschlossen stehen lassen.

Nach drei bis vier Tagen nochmal sanft heiß machen (nicht kochen und nicht zum Sprudeln bringen, nur kurz erhitzen).

Wenn alles verrührt ist, die Masse durch ein Sieb streichen, damit die Kerne und die großen ausgekochten Obstteile raus kommen. Je nachdem, wie klar man das Ergebnis haben möchte, immer weiter durchsieben. Mir persönlich hat 2 x gelangt, dann habe ich es in Flaschen abgefüllt.

Das Originalrezept habe ich von einer Freundin aus Bayern bekommen.

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2 Kommentare zu „So mag ich es am Liebsten

  1. Um ein Gericht über Tage inweg zu bearbeiten fehlt mir leider die Geduld. Ausserdem ist mein Zeitmanagement teilweise so schlecht, dass ich bestimmt erst zwei Tage später den letzten Schritt machen würde 🙂 Ich glaub ich bleib lieber dabei mir den Marillenwein zu kaufen.

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