Earth Girl. Die Prüfung

Earth Girl – Die Prüfung von Janet Edwards
Flexibler Einband, 448 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch Verlag, Erstausgabe 01.09.2012
ISBN 9783499259029
4 von 5 Sternen

Jarra gilt als behindert, weil sie zu der Minderheit gehört, die aufgrund eines genetischen Defektes die Portale zu anderen Welten zwar nutzen könnte… aber den Aufenthalt dort nur wenige Minuten überleben würde. Also ist sie zu einem Leben auf der Erde bestimmt, während alle anderen Menschen auf anderen Planeten studieren und leben können. Dieses Leben als Paria lässt die Wut in ihr immer stärker wachsen. Bis sie sich schließlich entschließt, ihr Ziel eines Studiums der Frühgeschichte an einer extraterrestren Universität zu absolvieren.
Und damit zu beweisen, dass die sogenannten ‚Affen‘ genauso gut sind wie die ‚Exos‘.

Mich hat diese Geschichte sofort in den Bann gezogen. Selten, dass ich ein Buch so schnell durchgelesen habe. Und auch eine sehr angenehme Abwechslung zu den ganzen Fantasyromanen mit den standardisierten Protagonisten, die gerade zur Zeit die Vampir- und Dämonenwelt bevölkern. Keine extraterrestren Feinde, die die Menschheit zum Verlassen ihrer Heimatwelt gezwungen haben, sondern eine ‚einfache‘ Entwicklung der Forschung. Und mit Jarra eine Erzählerin, die nicht nur ein ‚makelloses‘ Bild von sich liefert, sondern auch ihren Haß auf die ‚Normalen‘ zeigt und erst nach und nach erkennt, dass es sich dabei um genauso normale Menschen handelt wie sie und ihre Freunde.
Dazu kommt noch die spannende Geschichte um die archäologischen Forschungen, die das Studententeam betreibt und die Hintergründe um die anderen Teams und nicht zuletzt auch dem Militär.

Nur an zwei Punkten kam ich leicht in’s Stutzen und konnte die Handlung nicht völlig nachvollziehen. Was aber nur ein verschwindend geringes Manko ist und ich bin immer noch am Überlegen, ob dieser Roman nicht doch seine fünf Sterne verdient hat. Ich habe auch überlegt, ob ich näher auf diese beiden Punkte eingehen möchte und mich dann dagegen entschieden. Schlußendlich handelt es sich dabei um mein persönliches Empfinden und andere Leser werden dies möglicherweise völlig anders auffassen. Im Fazit ist es ein sehr gut geschriebenes Buch, bei dem die Heldin auch ihre Fehler hat und auch beim großen Showdown am Ende nicht das Gefühl aufkommt, dass sie alles allein bewältigt. Vieles vielleicht, aber eben nicht alles. 😉

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