Genormte Bockschüsse

Wenn ich höre oder wie in dem Fall lese, dass Fleisch von freilaufenden Schweinen nicht gut genug sein soll und einen ‚Mängelbericht‘ bekommt, weil die Fettgewebsauflagerungen nicht der Norm entsprechen, dann schwillt mir schon der Kamm.

Nach Verkehrsauffassung zählen beim Schwein nicht zum Kotelett Fettgewbsauflagerungen über 1,0 cm und Schwarten sowie Rippen und Fleisch-sowie Fettgewebsanteile, die das Kotelett-”Auge” um mehr als 5cm überragen. (vgl.Leitsätze Fleisch Ziffer 2.504)

Ich kenne die Metzgerei Ohr zwar nicht persönlich (noch nicht zumindest), aber ich habe jetzt schon von zwei Seiten gehört, dass der Metzger dort gut arbeitet, selber schlachtet (erster Pluspunkt. Wenn schon Fleisch, dann gut und regional und ohne lange für die Tiere unnötig quälende Transportwege) und auch dem Slow Food anhängt (2. Pluspunkt in meinen Augen). Zum Einen von Heike, die mich überhaupt erst auf diesen Laden aufmerksam gemacht hat. Und zum Anderen über einen befreundeten Koch, der diese Metzgerei auch kennt und bei dem ich weiß, was er sagt in Bezug auf Lebensmittel, hat Hand und Fuß, wie es so schön heißt.

Wen wundert es also, dass ich mich gerade nicht wenig ärgere. Schweine aus Massentierhaltung bekommen eine gute Beurteilung, werden auch noch prämiert und in x Werbefilmchen als das absolute Non Plus Ultra angepriesen und wegen ein paar cm Fett ‚zuviel‘ kann einem solch eine Beurteilung in’s Haus flattern.

Ich hoffe jedenfalls sehr,  Herr Ohr lässt sich davon nicht beeinflussen und soweit weg ist Dühren ja nicht… Also steh ich wohl alsbald dort im Laden und mache mir mein eigenes Bild. Was sowieso immer das Beste ist.

In einem Punkt muss ich mich korrigieren:  Herr Ohr schlachtet nicht selber, danke für den Hinweis Heike. 🙂

 

Hier auch noch ein Link zu dem Thema:
http://www.culturefood.org/koteletts-die-keine-koteletts-sein-durfen/

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2 Kommentare zu „Genormte Bockschüsse

  1. Danke dir für die Unterstützung!
    In einem muss ich dich korrigieren: Er schlachtet (noch) nicht selbst. Was aber nicht weiter schlimm ist, weil die SH-Schweine im genossenschaftlichen Schlachthof mit ganz kurzen Wegen geschlachtet werden.
    Von dort bezieht er das Fleisch zum Teil so schnell, dass er es noch warm zu Wurst verarbeiten kann 🙂

    Dass die Gastronomie an solchen Projekten interessiert ist, freut mich sehr!

    Liebe Grüße aus Sinsheim
    Heike

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