Spät kommt es, aber es kommt

Ich habe ja schon einiges vergessen, aber ein Buch abzuholen bis jetzt noch nie. Aber wie heißt es so schön: Es gibt immer ein erstes Mal. 😉

Im Januar habe ich bei einer Buchverlosung der Buchgesichter mitgemacht – verlost wurde ‚Im Schatten der Königin‘ von Tanja Kinkel – und auch gewonnen. Gemerkt habe ich das erst jetzt im Oktober, als mir eine ungeöffnete PN auffiel. *hust* Zum Glück habe ich das Buch noch bekommen, sogar erstaunlich schnell nach meinem Versäumnis. An dieser Stelle also nochmal ein großes Danke an die Buchgesichter 🙂

Erhalten habe ich das Buch am Samstag und werde heute gemütlich im Café sitzen, um dort mit der Lektüre zu beginnen.

Für euch gibt es erstmal eine Rezension von einem anderen Buch von Tanja Kinkel, dass ich auch sehr mag:

Die Söhne der WölfinDie Söhne der Wölfin by Tanja Kinkel
Flexibler Einband, 509 Seiten
Erstausgabe: 01.12.2002 bei Goldmann Verlag
My rating: 5 of 5 stars

Ilian – die Novizin der Hohepriesterin und ihre insgeheim erwählte Nachfolgerin – ist schwanger. Nach ihrer Behauptung ist der Vater des ungeborenen Kindes ein Gott. Einziger Haken an der Sache ist nur, dass ihr keiner glaubt und sie auch vor dem Prüfungsritual zurückscheut. Als Folge werden Ilian Name und Stand genommen. Die nun Namenlose sieht sich verbannt und dem ehemaligen Sklaven Faustulus als Weib mitgegeben – zusätzlich zu einer Handvoll Schweine und zwei trächtigen Kühen.

Damit beginnt die Geschichte um die Mutter von Romulus und Remus.
In das Reich der Latiner verbannt tut sich Ilian in der ungewohnten Umgebung zu Anfang recht schwer, hat jedoch bald wieder genügend Kampfeswillen um den Kampf um ihr Recht und ihren Stand aufzunehmen. Bald nach der Geburt der Zwillinge verlässt sie das Reich der Latiner und findet in ihrer alten Heimat Alba einen griechischen Kaufhändler, der sich bereiterklärt sie und den Barden Ulsna auf seinem Schiff mitzunehmen. So gelangen die Reisenden – Ulsna fühlt sich verpflichtet, die Rachesuchende zu begleiten und wird im Laufe der Jahre auch zu ihrem engsten Vertrauten – schlussendlich auch zum Orakel von Delphi und mit der Unterstützung der dortigen Priesterschaft schließlich bis nach Ägypten, wo sie mitten in die Kämpfe um die Herrschaft gelangen und auch dort eine wichtige Rolle spielen.

Selbst wenn man die Legende um die Gründung des Stadtstaates kennt, ist dieses Buch eine spannende Wiedergabe der Geschichte, die ich kaum aus der Hand legen konnte.
Die Charaktere, die Ilian auf ihrer Reise immer wieder begegnen sind alle sehr detailliert ausgearbeitet und verfolgen auch noch ihre eigenen Interessen, wodurch der Handlung noch eine zusätzliche Tiefe verliehen wird. Zum Einen, weil die Geschehnisse auch aus den verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten beschrieben werden und zum Anderen, weil man ihre Beweggründe gut nachvollziehen kann. Und die Spannung bis zuletzt erhalten bleibt, wer beispielsweise jetzt der Vater von Ilian’s Kindern ist und ob sie ihre Ziele erreichen wird. Gerade das finde ich bei einem bereits bekannten Handlungsablauf sehr bemerkenswert.
Das einzige Manko war für mich, dass ich den unversöhnlichen Hass von Romulus auf seine Mutter nicht völlig nachvollziehen konnte und gern eine Erklärung für die altertümlichem Begriffe im Anschluss gehabt hätte.

Trotzdem mein Fazit: Fünf Sterne

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