Nur Halloween?

Vor einigen Tagen wurde ich gefragt, ob Halloween nur Halloween ist?
Nein, ist es nicht.

Samhain [ˈsˠəu̯nʲ] („Vereinigung“[1]), auch Samuin oder Samain [’savinʼ], ist zusammen mit Imbolc (1. Februar), Beltane (1. Mai) und Lughnasadh (1. August) eines der vier großen irisch/keltischen Feste. Samhain wurde beginnend am Vorabend in der Nacht zum 1. November und an diesem Tage gefeiert. Er wurde früher, wie der Monat samoni im Kalender von Coligny, als Beginn des keltischen Jahres gesehen. In den irischen Rechtstexten wird allerdings Beltane als Jahresanfang genannt. In Wales wurde das Fest Nos Calan gaeaf (Nacht des Winteranfangs) genannt und war eine der teir nos ysprydnos („die drei Geisternächte“). Im Neuirischen heißt das Fest Oidhche Shamhna, und im Englischen Hallowe’en.[2]

Quelle: Wikipedia

Das amerikanische Fest Halloween hat seine spirituellen Wurzeln in dem keltischen Fest Samhain, dass auch das Ende des Jahres anzeigt. Die wörtliche Bedeutung von Samhain wird häufig mit „Summers End“, also das ‚Ende des Sommers‘ übersetzt.


Außerdem gedenkt man an diesem Tag der Ahnen/Toten. Insofern hat dieser Tag auch einige Gemeinsamkeiten mit dem christlichen Allerseelen, dass traditionsgemäß am 02.11. – also gerade mal einen Tag nach Samhain – stattfindet. Es ist gilt wegen der Ähnlichkeiten in den Gebräuchen als Tatsache, dass die frühen Kirchenführer die heidnischen Sitten des keltischen Festes übenommen haben, um so den Weg zu dem neuen Glauben zu ebnen. Dies wurde auch zu anderen Gelegenheiten gleich gehandhabt (z.B. Yule ~ Weihnachten).

Nach altem Glauben ist in der Nacht zu Samhain die Anderswelt näher als zu fast jedem anderen Zeitpunkt im Jahr. Und damit auch die Möglichkeit, mit den Ahnen oder anderen Verstorbenen in Kontakt zu treten. Oder auch für sich selber noch offene Fragen zu klären und abzuschließen. Als Möglichkeiten gibt es da u.a. das Räuchern, meditieren oder auch einen Gang durch die Nacht, wenn der Vollmond aufgegangen ist.
Samhain als das keltische Neujahr (Ende des alten Jahres) ist dafür eine gute Zeit. Eine ruhige Zeit.

Zu der Ehrung der verstorbenen Freunde, Familienmitglieder und Ahnen gibt es auch Einiges an Möglichkeiten:

Die Gängigste ist wohl das Herausstellen einer Schale Milch mit Keksen (in den ländlichen Gegenden), die allerdings auch einiges an Tieren anlocken wird. Eine andere Variante ist einen zusätzlichen Teller mit Speisen für die Ahnen am gemeinsamen Abendessen. Der Möglichkeiten sind da kaum Grenzen gesetzt. Was zählt, ist welches der Rituale einem selbst als stimmig erscheint.

Quicken Berries
Bild von spratmackrel
CC – Bestimmte Rechte vorbehalten

Es gibt noch vieles mehr, dass sich über Samhain erzählen lässt. Auch über den damit verbundenen Glauben an den alten Aspekt der Göttin. Es kann also gut sein, dass ich noch mehr darüber berichten werde.

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5 Kommentare zu „Nur Halloween?

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