Kleidung – nachhaltig und… weiter?

Das Thema um nachhaltige Kleidung ist eigentlich auch kein Neues mehr. Genauso wie bei der Ernährung gibt es dazu schon die verschiedensten Aussagen bzw. Meinungen.

Der Umgang mit der Ernährung ist nicht besonders einfach. Besonders, wenn man sich erst neu an dieses Thema ranwagt.

Bei der Kleidung ist es gleich nochmal schwieriger. Neben der Tatsache, daß es auch hier eine Unmenge an augenwischenden Siegeln gibt, die einfach nur schönfärben sollen, fallen viele Dinge weg. Gemusterte Stoffe beispielsweise sind ohne chemische Hilfen wesentlich schwieriger herzustellen. Natürlich färben geht zwar auch, aber nicht so einfach.

Und die Auswahl ist auch wesentlich kleiner als bei herkömmlich hergestellten Kleidern, Schuhen usw. Der Großteil ist einfach gehalten und klassisch.
Wem diese Moderichtung nicht gefällt, hat ein ‚klassisches‘ Problem. Dazu kommt, daß eine Suche via Fair Fashion Finder ergeben hat, mit Bio/Fairtrade-Läden schickt die Modewelt einen immer noch in die Wüste. Zumindest, wenn man nicht gerade in Berlin, Köln, Hamburg oder ähnlichen Gegenden wohnt.

Ergo kommt vorrangig der Kauf via Netz. Mit den ganzen möglichen Nachteilen: Gefällt nicht, paßt nicht, wird zurückgeschickt (Stichwort ökologischer Fußabdruck). Und die Suche nach dem gewünschten Kleidungsstück geht weiter. Ganz besonders, wenn es um Winterkleidung und Schuhe geht.

Schuhe sind dabei noch einmal ein Thema für sich. Der größte Teil wird im Ausland und mit Chromsalz und anderen Giften hergestellt. Wirklich brauchbare aktuelle (!) Artikel dazu habe ich allerdings kaum finden können. Gerade einmal einen Artikel von 2006, daß China schon damals 50 % aller Schuhe weltweit produziert hat. Dazu gibt es noch diesen Artikel über Ledergerbung, der vermutlich von 2011 ist. Neben einem sehr kurzen Artikel, daß Ledergerbung künftig (?) auch ohne Chemie möglich sein soll, war’s das aber auch.

Für genauere Info’s wird hier wohl noch lange gesucht werden müssen. Oder jemand hat einige gute Links, für die ich ein dankbares Opfer wäre.

Und damit zurück zum Thema Kleidung:
Die Idealvorstellung wären natürliche Stoffe, also kein Polyester usw., fairtrade und nicht am anderen Ende der Welt hergestellt. Das allein schränkt schon massiv ein. Gefallen sollte es dann auch noch. Und auch noch bezahlbar sein. Wobei die letzten Punkte sehr subjektiv ist.

Das alles kann schon eine längere Suche vorprogrammieren.
Interessant war zu dem Thema ein Beitrag von BR am 01.07.
(da könnt ihr sehen, wie lange ich an diesem Beitrag schon arbeite 😉 ).

Direkt einbinden kann ich ihn leider nicht, aber ansehen lohnt sich auf jeden Fall:

Die Weltverbesserer – nach mir keine Sintflut!

Eine gute Möglichkeit neben einkaufen ist noch die Möglichkeit, second hand zu kaufen (via Flohmärkte oder über Tauschbörsen im Netz). Selber nähen oder alte Kleidungsstücke weiterverwerten ist auch noch eine gute Idee. Zumindest trägt man damit garantierte Einzelstücke, auch wenn die ersten Versuche evtl. etwas abenteuerlich aussehen. 😉

Mein erster Nähversuch war eine Einkaufstasche nach dieser Upcycling-Anleitung.

Nach einigen Nerven und einer zerbrochenen Nadel kann ich sagen, es sieht gut aus. Endlich etwas mehr Farbe bei den Einkaufstaschen und kein unbezahlter Werbeträger mehr. 😉
Durchaus möglich, daß ich mich noch an weitere Projekte ranwagen werde.

Also große Pläne für die Zukunft, nicht zuletzt auch wegen dieser Bilder von ‚Ein Jahr ohne Kleiderkauf‘, die mich ordentlich schlucken liesen.

Links:
Taz.de – Fabrikeinsturz in Bangladesch
Greenwashing – Eine kleine Linksammlung
Beyond Fasion – Nachhaltige Mode
Kirsten Brodde – Grüne Listen
Die Sicherheitsnadel – Guide for Sustainable Fashion & Food
Verbund offener Werkstätten – Freiraum zum Selbermachen
Utopia – Online Fashion-Shops für nachhaltige Mode 2012

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