Salbei – Bonbons

Salbei gehört zu meinen liebsten Kräutern. Wenn ich jetzt sage, weil er so vielseitig ist und man so viele verschiedenste Möglichkeiten hat, ist das zwar eher eine allgemeine Beschreibung, die auf so ziemlich jedes Kraut zutrifft. Trotzdem der Salbei ist einer meiner Favoriten.
Und trotzdem hat er mich dieses Mal fast in die Verzweiflung getrieben.

Wenn man als überzeugter Anhänger von biologisch gezogenen Gartenkräutern die Frage gestellt bekommt, ob man Verwendung für frischen Salbei habe und diesen auch noch frei Haus geliefert bekommen kann, springt man im ersten Moment vor Freude im Dreieck. Zumindest bis man die Massen zu Gesicht bekommt, die da über einen hereinbrechen.
Dann beginnt man panisch zu überlegen, was man alles aus Salbei herstellen könnte. Die Möglichkeiten zur frischen Verarbeitung sind dann doch relativ schnell ausgeschöpft. Vor allem wenn die am Liebsten propagierte Möglichkeit (nämlich Wild oder Fisch) aus vegetarischen Gründen nicht unbedingt zur ersten Wahl gehört.

Also habe ich neben getrocknetem Salbei für Tee erstmals Salbeisirup nach Art der Turbohausfrau, einen Salbeiwein und Salbeibonbons hervorgezaubert.

So einfach das Grundrezept für die Bonbons auch ist – hat es sich doch als die größte Herausforderung herausgestellt. 😉


Zutaten Salbeibonbons
Ca. 10 gr frische Salbeiblätter
Ca. 100 gr Zucker
(wir hatten Massen an Salbei und nicht genug Zucker im Haus, etwas weniger davon geht auch problemlos)

Zubereitung:
Es werden nur die Blätter genommen, die dann so fein wie möglich gehackt werden. Am schnellsten geht das mit einem großen Küchenmesser.

Salbei geschnitten

Vor dem Karamellisieren unbedingt ein Backpapier auf das Blech legen. Wenn die Masse einmal heiß ist, muss schnell gearbeitet werden.
Den Zucker in einen möglichst kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze auflösen. Wenn der Zucker komplett geschmolzen ist (beginnt dann zu karamellisieren), den Salbei dazugeben und schnell unterrühren.

An dieser Stelle geht es ziemlich heiß her wegen dem Wassergehalt des frischen Salbei. Aufpassen, daß ihr euch nicht verbrennt! Zucker erreicht wesentlich höhere Temparaturen als z.B. Wasser.

Man kann jetzt die Masse auf das Blech tropfen und später zu Kugeln formen. Das war uns allerdings angesichts der späten Stunde und der Menge (genug für zwei Bleche) recht schnell zuviel Arbeit. Wir haben die Bonbonmasse gleichmäßig auf die Backpapiere verteilt und dann zum Auskühlen auf den Balkon gelegt. Danach wurde alles zu Bruchware zerschlagen und mit Vanillezucker eingepudert. Das Zusammenkleben wurde dadurch zwar nicht komplett verhindert, aber es gibt noch eine feine Note – passend zur jetzt kühlen Jahreszeit. 😉

Der Salbei hat auch ein breites Anwendungsspektrum im gesundheitlichen Bereich. Beispielsweise hilft er bei Erkältungskrankheiten, Heiserkeit, Husten. Um nur einen kleinen Teil zu nennen, darüber schreibe ich evtl. demnächst noch einen extra Artikel.

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8 Kommentare zu „Salbei – Bonbons

      1. Rezept für 4 Personen

        Zutaten:
        1 Butternusskürbis, 500g Orzo, 40g Pecorino, 10g Salbei, 2 Knoblauzehen, 1 Zwiebel.

        Zubereitung:
        Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein hacken.
        Butternusskürbis schälen, Kerne aushöhlen, in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Salbei grob hacken. 1,6L Gemüsebrühe vorbereiten.
        1 EL Olivenöl und 1 EL Butter in einem großen Topf erwärmen bei mittlerer Hitze. Darin Zwiebel und Knoblauch 2-3 Minuten glasig dünsten. Butternusskürbis zugeben und ca. 2 Minuten unter rühren mitbraten. Mit 1 Liter Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten köcheln lassen bis der Kürbis gerade gar ist. Anschließend Kürbisstücke mit einem Schaumlöffel rausfischen und aufheben.
        Orzo und die restlichen 600ml Brühe in den Topf geben und unter Rühren (Orzo brennt leicht an, ähnlich wie Risotto) ca 8-10 Minuten kochen bis das Orzo gerade gar ist. Anschließend den Kürbis wieder dazu werfen und zusammen noch mal 2-3 Minuten erwärmen.
        Dann den Topf von der Herdplatte nehmen, 1 EL Butter, den Pecorino und den Salbei untergeben und noch mal mit einem Küchentuch bedeckt kurz ziehen lassen.
        Und dann *nomnomnom*
        Zusätzliches Salz ist durch Brühe und Pecorino eigentlich nicht nötig, man kann aber noch ein bisschen pfeffern 🙂

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