Kein Lachs zum Kartoffelpuffer

Der Gedanke war, die Puffer einmal zu variieren. Meistens werden sie solo oder mit Apfelmus gegessen. Ganz klassisch.

Dieses Mal sollte es Lachs dazu geben.
Also ab zum Frischfischstand, den es seit relativ kurzer Zeit im Kaufland gibt. Ziemlich klein und mich beschleicht öfter der Verdacht, daß er vorrangig eine Alibifunktion haben soll. Etwas in der Art wie ‚Seht her, wir haben auch richtig frischen Fisch und nicht nur die tiefgekühlte Massenware.‘ Anders kann ich es mir nicht erklären, daß in unserer abgelegenen Gegend plötzlich drei Sorten frische Muscheln und ganze Tintenfische angeboten werden. Viel Abnehmer wird es dafür kaum geben, so groß ist die Feinschmeckerküche hier nicht vertreten.

Bevor ich mich dazu weiter auslasse zurück zum Lachs, den es natürlich auch gab. Aus Wildfang, mit Schleppnetz gefangen, aus Aquakultur, mit dem MSC-Siegel zertifiziert.
Nach kurzer Beratung sind wir wieder abgezogen. Ohne Lachs und mit etwas Enttäuschung auf meiner Seite. Da habe ich endlich die Zusage, daß auch einmal Fisch probiert wird und dann so etwas. Kein Fisch zu finden, der meinen Vorstellungen entspricht.

Dabei esse ich Fisch im Grunde sehr gerne. Aber eben nicht unter den Voraussetzungen. Speziell Aquakultur ist ein absolutes No-Go. In erster Linie natürlich wegen der Folgen für die Umwelt durch die Überdüngung der Gewässer, um nur einen Grund zu nennen. Es gibt einiges mehr, was gegen die Einrichtung von Aquakulturen spricht. Genug, um einen ganzen Artikel zu füllen (s. die unten angehängten Links).

Dazu kommt, daß ich vor einiger Zeit einen Geschmacksvergleich gemacht habe und Fisch aus Aquakultur einfach nicht annähernd so gut schmeckt wie ein Wildfang. Was wie bei jeder anderen Massentierhaltung vermutlich auch an zuviel Streß und zu wenig Bewegung liegt.

Seit meinem Artikel über die Herkunft der Lebensmittel hat sich da noch nicht viel geändert. Genau genommen, gar nichts.

Jetzt bin ich wieder einmal ziemlich weit vom ursprünglichen Thema abgedriftet. Also zurück zum Kartoffelpuffer. 😉 Die Zutaten sind ja denkbar einfach. Nur die Herstellung ist etwas knifflig. Einmal nicht hingesehen und schon ist er angebrannt. Weswegen ich beim Ausbacken auch immer ein Auge drauf habe.

Zutaten:

  • Ca. 2 kg rohe Kartoffeln
  • 2 rote Zwiebeln (nach eigenem Gusto)
  • 3 Eier
  • 1 Eßl. Salz, 1/2 – 1 Tl. Pfeffer
  • Muskat

Zubereitung:
Kartoffeln reiben, Zwiebeln hacken, alles vermengen. Die Puffer bei 3/4 Hitze in Sonnenblumenöl ausbacken. Küchenpapier auf einem Gitter auslegen, die Puffer auf das Papier legen, damit das überschüssige Öl aufgesogen wird und fertig.

So einfach, daß ich es mich schon fast nicht aufschreiben traue. Zum Glück habe ich ja nicht den Anspruch, 5-Sterne-Gerichte zu bringen. 😉 Dazu gab es dann wilde Heidelbeeren und ich war im siebten kulinarischen Himmel. 😀

Ein Tip noch: Vergeßt die gezüchteten Heidelbeeren, schmecken nur nach Wasser und sind ihr Geld nicht wert. Wurde wieder geschmacklich ausgetestet. 😉

Kartoffelpuffer photo: Kartoffelpuffer.jpg Kartoffelpuffer.jpg
Quelle: Photobucket, User andyboy89

Ein anderes Bild kann ich leider nicht anbieten. Seit der Buchmesse verweigert meine Kamera ihre Dienste.

Links:
Aquakultur (Albert-Schweitzer-Stiftung)
Was taugt das MSC Siegel (Stern)
Greenpeace-Bewertung von Marine Stewardship Council (MSC)

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Ein Kommentar zu „Kein Lachs zum Kartoffelpuffer

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