Nochmal zu den Saatgutrettern

Die komplette Sendung kann ich leider nicht einbauen, aber immerhin eine Geschmacksprobe:

Die komplette Sendung gibt es noch einmal am Freitag, den 28.03. um 10:15 Uhr oder hier.

Für mich lief die Sendung am Sonntag und hat mir auch wieder Einiges in’s Gedächtnis gerufen. Beispielsweise, dass nur etwa 10 % samenfeste Bio-Züchtungen von Betrieben wie der Sativa Rheinau sind.

Als einer der Gründe für die krankheitsanfälligen Hybridzüchtungen wurde auch die Zeit genannt.
Eine Neuzüchtung auf herkömmlichem Wege dauert wesentlich länger, dabei können mehrere Jahre vergehen. Dafür hat man dann aber auch eine Pflanze, die sich natürlich vermehren kann, durch vermehrte Vitaminbildung besser mit Schädlingen bzw. Krankheiten fertig wird und auch wesentlich schmackhafter ist als die Inzuchtexemplare, die von den Großkonzernen hervorgebracht werden.

Ein weiterer Grund sind Einheitsmaße, schließlich muss das ganze Gemüse auch möglichst kostensparsam weite Strecken zurücklegen. Also müssen standardisierte Größen her, alles gleich lang und gleich breit um einfach verpackt werden zu können. Geschmack oder Sortenvielfalt ist da nebensächlich.

Was mich am Meisten bei den alten Sorten fasziniert, ist ihre Genügsamkeit: Es gibt Pflanzen, die mit kaum Wasser auskommen. Eigentlich ist das ja nichts wirklich Neues, wenn man sich den Pflanzenbewuchs in Regionen mit spärlichem Niederschlag ansieht. Aber es begeistert mich trotzdem jedes Mal wieder. Besonders, wenn ich mir die verschiedenen hochgezüchteten Pflanzen ansehe, die gleich die Blätter hängenlassen, sollten sie einmal einige Tage nicht gegossen werden.

Links:

  • Arte TV: Die Saatgutretter
  • Bingenheimer Saatgut
  • GLS Spendenportal (Saatgutfonds)
  • Kultursaat e.V.
  • Sativa Biosaatgut
  • Sativa Rheinau
  • Wider den Einheitsbrei – Sehenswert: Arte-Dokumentation „Die Saatgut-Retter“ (Osnabrücker Zeitung)
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    Ein Kommentar zu „Nochmal zu den Saatgutrettern

    1. Ein ganz spannendes Thema – ich glaube, dass ohne, dass wir es bemerken, ganz viele wertvolle alte Pflanzensorten (genau wie Tierarten) aussterben, manche nicht, weil sie unpraktisch sind, sondern weil sie so genügsam und beständig sind, dass sich damit nicht so viel Geld verdienen lässt!

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