Quartalsauslese

Ein Blick im Vorbeigehen auf den virtuellen Kalender – es sind tatsächlich schon die ersten drei Monate vergangen. Und durchaus auch in vielversprechender Art und Weise. Zeit für einen ersten Rück- und vielleicht auch Vorausblick zu meinen literarischen Reisen.

Der Januar lies es noch langsam angehen und gab sich mit vier Büchern zufrieden:


Gesa von Alexander Raabe
Auf keinen Fall ein bequemes Buch. Als Leser werde ich fast genauso wenig geschont wie Gesa. Auch wenn die beschreibende Sprache noch einiges direkter sein kann, wird nichts hinter’m Berg gehalten. Ein schonungsloser Tatsachenbericht der nicht so ‚guten alten Zeit‘. Und durchaus lesenswert.

Drei Bier auf die Vier von Maria Rossbauer

Kein Buch über das gemütliche Wirtshaussitzen. Die Wirtin ist ständig am Rennen, Umorganisieren, Rechnen. Die Bedingungen der Brauereien sind auch nicht von schlechten Eltern – und die haben den Daumen auf den meisten zu verpachtenden Gaststätten in München (und vermutlich auch sonst überall).

Zu sagen, es wird spannend, wäre übertrieben. Interessante Einblicke hinter die Kulissen, die man sonst nicht bekommt. Weitab von ‚Friede, Freude, Eierkuchen.‘ Mit der Zeit fiebert man doch mit, ob die Pleite abgewendet werden kann.


Fay und die andere Welt von Sabrina Dengel
Im Grunde eine Reise in die innere Welt, die Anderswelt. Der Kontakt mit den Krafttieren, Seelenanteilen, Energieräubern wird wunderbar fließend erklärt. Auch als ‚alter Hase‘ lernt man noch Neues. Es fiel schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Trotzdem lag es wochenlang an der Seite – damit es noch nicht zu Ende ist. Mein Lese-Highlight für den Januar.

Frauen und Bücher von Stefan Bollmann

Am Besten liest man dieses Buch mit einem Kunst-Lexikon neben sich. In aller Ruhe unter Ausschluß jeglicher Öffentlichkeit. Und nie mehr als zwei oder drei Kapitel. Damit noch genug Zeit bleibt, darüber nachzudenken. Das Buch macht neugierig auf die (genannten) Frauen. Wie wurde früher gelesen?

Vermutlich ein Buch, dass mindestens zwei, noch besser drei Mal gelesen werden sollte.

Der Februar war besonders ruhig. Gerade einmal zwei Bücher, mehr nicht:


Dachdecker wollt ich eh nicht werden von Raul Krauthausen
Ein Buch mit viel Stoff zum Nachdenken. Und mehr kann auch nicht gesagt werden. Es lohnt sich unbedingt zu lesen. Mein diesmonatiges Highlight. Das es vermutlich auch wäre, hätte ich mehr Bücher gelesen.

Am Horizont die Freiheit von Jorge Molist

Gut und ausführlich recherchiert, auch sehr detalliert über das Leben der damalige Zeit geschrieben. Richtig in die Geschichte gezogen werde ich nicht. Die Handlungen könnten nachvollziehbarer sein, so bleibt viel Erklärungsbedarf. Die Spannung, unbedingt weiter lesen zu wollen, hielt sich in Grenzen. Zumindest, so weit ich mit dem Buch gekommen bin.

Im März ging es ähnlich ruhig weiter. Es wurden zwar mehr Bücher angefangen, wegen schönem Wetter wurden die meisten allerdings in den April mitgenommen. 😉


Agnes unter den Wölffen von Asta Scheib
Die Protagonisten entsprechen ziemlich den Klischees und beim Lesen beschleicht öfter der Gedanke, eher eine Art ‚religiösen Wegweiser‘ als einen Jugendroman vor sich zu haben. Das Ende der (besten?) Freundin wird auch vorabgenommen und nimmt damit einen Großteil der Spannung aus der Geschichte.

Der Gottbettler von Michael Marcus Thurner

Die Sprache ist brutal, direkt ohne die geringste Form der Abmilderung und paßt damit genau in das vom Krieg überzogene Land. Krieg, um den Frieden zu gewährleisten. Ein altbewährtes Thema, allerdings ganz anders aufgezogen als in den meisten Fantasy-Romanen üblich. Der einzige massive Schönheitsfleck ist der, daß die Vergangenheit der handelnen Charaktere für meinen Geschmack zu viele Fragen offen lassen. Mit der Greifbarkeit eines Protagonisten steht oder fällt auch seine Geschichte.

Soweit vorhanden, sind Rezensionen unter Buchtitel und Autorenseiten unter dem jeweiligen Namen verlinkt. Wie viele noch fehlen, ist mir erst beim Rückblick aufgefallen und werde mich dahinterklemmen, diese Lücken alsbald zu schließen. 🙂

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