Weißer Spargel wird überbewertet

Den alljährlichen Run auf den Spargel kennt wohl jeder. Frühling/Frühsommer ist Spargelzeit. Varianten zu dem Gemüse gibt es auch in genügender Menge.

Ich will nicht behaupten, dass wir da außen vor sind. Weit gefehlt. Auch bei uns gibt es alljährlich Spargel, den weißen versteht sich. Wofür es hauptsächlich zwei Gründe gibt:

Zum Einen ist, aus welchem Grund auch immer, die landläufige Meinung dahingehend, dass der weiße Spargel der edlere und damit auch schmackhaftere sei. Was auch durch das Preisverhältnis noch zusätzlich untermauert wird – immerhin ist der weiße Spargel etwa doppelt so teuer wie sein grünes Pendant.

Und zum Zweiten wird im Vergleich zum grünen Spargel auch deutlich mehr an weißem Spargel angeboten. Was auch wieder mit dem Preis und der landläufigen Meinung der Schmackhaftigkeit begründet ist. Dazu kommt,dass die Aufzucht für weißen Spargel mehr Aufwand erfordert, was sich wiederum im Preis wiederspiegelt.

Soweit der Stand der Dinge für jede vorhergegangene Spargelsaison.
Und mit diesem Jahr ist alles anders. Heuer hat endlich der grüne Spargel seinen Weg in den Rabenhaushalt gefunden. Und was soll ich sagen: Der so hochgelobte weiße Spargel hält keinen Vergleich aus – genauso blaß wie er optisch daherkommt ist sein Geschmack, wenn er mit dem grünen Spargel zu konkurrieren versucht.

Bis zu diesem denkwürdigen Tag zählte ich nicht eben zu den begeisterten Spargelessern. Im Gegenteil fand ich das Gemüse eher schwach im Aroma und dafür auch schlicht zu teuer. Und nun leiste ich dem edlen Gewächs meine Abbitte. Es schmeckt einmalig, zart, fein. So lecker, dass es schwerfällt, das Besteck beiseite zu legen. Unter der Voraussetzung, dass die Farbe grün ist!

Dazu gereicht wurden neue Kartoffeln und ganz klassisch eine Sauce Hollandaise – selber geschlagen, wie es sich gehört. Die Vorgehensweise dafür ist im Grunde extrem einfach und kann dazu noch als abendliches Muskeltraining gelten. 😉

Zutaten:

  • 4 Eigelb
  • Ca. 200 g Butter
  • 1 Prise Salz (nach Gusto)
  • 1/2 Teelöffel Zitronensaft

Zubereitung:

Eigelb im Wasserbad (ca. 50 bis 60°) schaumig schlagen, Salz zugeben. Die Butter zerlassen (auf kleiner Flamme verflüssigen, wenn die Butter zu schmelzen beginnt, genügt auch die Restwärme).
Anschließend die Butter mit dem Eßlöffel tropfenweise zu den Eiern geben und dabei – wichtig – immer die Emulsion weiterschlagen. Zum Abschluß mit Zitrone abschmecken.

Asparugus with sauce HollandaiseQuelle: Flickr, User Jim Forest

Kleiner Tip: Wir sind bei dem Anrühren immer zu zweit. Dann kann man sich abwechseln, wenn der Arm die ersten zwei, drei Male noch schwächelt. 😉 Und mehr Spaß macht es auch.

Tennisspieler haben hier einen nicht zu verachtenden Heimvorteil. 😉

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