Frühstücksgedanken

Frühstücken sieht meistens so aus, dass einer Brötchen besorgt, einer deckt den Tisch. Ein bischen sieht es aus wie vor gefühlten 100 Jahren. Eine (inzwischen reparierte) Butterdose, Zuckerdose, Milchkännchen, Kaffeekanne, Salzstreuer, Eierbecher. Und natürlich das Geschirr. 😉

Dazu gibt es je nach Gusto Marmeladen, Gelees, Wurst, seltener Käse, Eier und Honig.
Und bis auf den Honig ist inzwischen auch alles ohne Plastik.

Der Honig sollte ein klassisches Umzugsopfer werden.
Ein Kühlschrank wurde ausgeräumt, bevor er abgebaut wird. Was macht man nun mit den ganzen Lebensmitteln, die sich natürlich angesammelt haben. Die einfachste Lösung war in dem Fall – wir schmeißen sie weg.

Einwandfreie Lebensmittel – teilweise mit einem Mindest-Haltbarkeitsdatum bis zum Jahr 2016. Ich war es müde, gegen Windmühlen zu reden – also habe ich gesagt, ich nehme alles mit. Und bin wie ein Packesel beladen durch die Straßen gelaufen.

Mit:

  • Einem zu 1/3 gefüllten Honigspender – 93 Cent
  • 2 Gläser schwarze Oliven – 4,38 Euro
  • 250 g Butter – 1,49 Euro
  • Ein Glas Marmelade – 1,49 Euro
  • 2 Joghurts – ca. 70 Cent
  • Eine Dose Trinkschokolade – 1,49 Euro

Ich habe nur die geschätzten Niedrigstpreisen angenommen und bin trotzdem auf 10,48 Euro gekommen. Keine Reichtümer, aber immer noch keine geringe Summe.

Wenn man so etwas erlebt, bekommt man einen ganz anderen Blick für Lebensmittelverschwendung. Darüber zu lesen, Berichte im TV zu sehen. Das ist alles gut und schön. Aber selber diese Menge zu sehen und genau zu wissen, dass es nur ein Bruchteil von dem ist, was jeden Tag weggeschmissen wird. Das ist schon heftig. Und genau deswegen hoffe ich, daß solche Einrichtungen wie foodsharing weiter ausgebaut werden und vor allen Dingen, NIE verkommerzialisiert werden.

Nebenbei angemerkt: Früher in grauer Vorzeit konnten übriggebliebene Lebensmittel auch an Nachbarn weitergeschenkt werden.

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Ein Kommentar zu „Frühstücksgedanken

  1. Danke, dass Du diese Gedanken mit uns teilst. Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die umdenken und etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun. Ich bin oft ausgelacht worden, wenn ich eine kleine Portion Reis aufgehoben habe statt sie in den Biomüll zu werfen.

    Ich sage immer, wenn ich 3 kleine Portionen aufhebe, dann habe ich irgendwann eine große Portion und dann passt es auch wieder.

    Dank TK-Schrank ist das ja kein Problem, mehrere kleine Portionen zu sammeln.

    Und wenn man zu viel gekauft hat, kann man das meiste auch einfrieren, bevor es verdirbt.

    lg
    Maria

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