Die Zucchini-Frage

Zucchini schmecken dann am Besten, wenn sie jung sind. Klein und aromatischer sind sie dann. So jedenfalls habe ich es von mehreren Seiten gehört und glaube es auch gerne. Nur hören diese Früchtchen ja nicht einfach auf zu wachsen, wenn sie die von Menschen erwünschte Größe erreicht haben. Im Gegenteil – sie wachsen und wachsen und wachsen.

Und irgendwann hat man dann drei Zucchinikeulen in der Küche legen und überlegt, was tun mit diesen Massen an Gemüse. Warten bis sie reif sind für den Biomüll ist nicht wirklich eine tragbare Variante. Außerdem bin ich neugierig geworden. Zucchini sind ein Kürbisgewächs, allein das hat mich schon ziemlich überrascht. Und sie schmecken gar nicht so übel. Also will ich die Riesenfrüchte behalten und sehen, was ich daraus machen kann.

Aber erstmal müssen sie haltbar gemacht werden.

Mit dem Plan habe ich mich durch das Netz gesucht und bin fündig geworden beim Experiment Selbstversorgung mit einem Rezept für Zucchini-Matjes. Zugegeben, der Name klingt etwas seltsam. Aber die Herstellung hat sich schön einfach angelesen und ist damit genau richtig für die Herbst-/Winterzeit, in der ich nie so richtig weiß, wo ich zuerst hinlangen soll.

Zutaten:

  • 5 kg Zucchini
  • 5 große Zwiebeln
  • 6 Eßl. Salz

Zutaten für die Sauce:

  • 1/2 Liter Essig
  • 1/2 Liter Öl
  • 1 Eßl. Pfeffer
  • 5 Eßl. Zucker
  • Essig und Öl haben nicht ausgereicht, die Menge musste bei ca. 3 kg Zucchini verdoppelt werden.

    Ausserdem je Glas:

  • 3 Blatt Lorbeer
  • 3 Körner Piment
  • 3 Körner Pfeffer

Zubereitung:
Die Zucchini in Würfel schneiden (etwa 1 cm Länge) Die Zwiebeln in Ringe geschnitten. Beides mit dem Salz in einem großen Topf anrühren und für drei Stunden ziehen lassen.

Danach die Zutaten für die Sauce mischen und aufkochen.

In jedes Glas kommen drei Blatt Lorbeer, drei Pimentkörner und drei Pfefferkörner. Anschließend mit den Zucchiniwürfeln und den Zwiebelringen auffüllen und die kochende Sauce darüber geben.

Die Gläser schließen und die Gläser bei 80° fünf Minuten sterilisieren. Abschließend mindestens einen Monat ruhen lassen.

Meine Gläser wurden vor Füllung mit heißem (!) Wasser ausgespült, eine weitere Sterilisation habe ich nicht vorgenommen.

Optisch und von der Herstellung hat mich das Rezept schon einmal überzeugt. Auf den Geschmack wird noch gewartet, jetzt lasse ich mein Experiment erst einmal reifen. Lt. dem Originalrezept halten die eingelegten Zucchini locker drei Jahre.

Ich habe dort auch noch einige andere interessante weil ungewöhnliche Rezepte entdeckt, die ich nachkochen möchte. Je nach Erfolg werde ich darüber berichten. 😉

Weitere Konservierungsmöglichkeiten:

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9 Kommentare zu „Die Zucchini-Frage

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