Winterzeit ist Kürbiszeit

Um Kürbisse wird schon eine Weile rumgeschlichen. Bis jetzt sollte es nie über dieses Stadium rauskommen. Entweder standen andere Gerichte auf der Speisekarte oder der liebe Günther war doch stärker als das Interesse an was Neuem. Dieses Mal wäre es beinah auch wieder so gekommen. Zum Glück glänzte der Winter durch ausreichend Kälte, dass wir unseren Outdoor-Kühlschrank aka Balkon anwerfen konnten. Sogar die Milch vom Bauern hält sich dort ohne Probleme eine Woche. Keine Frage, dass sich der geschenkte Hokkaido noch viel länger auf Eis legen lies.

Irgendwann Anfang des Jahres verlangte er trotzdem danach, in den Kochtopf zu gelangen. Das Ergebnis lies sich auch mehr als nur sehen und in der nächsten Kürbiszeit wird er bestimmt nicht so lange warten müssen.

Zutaten:

  • 1 mittlerer Hokkaido
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 Stange Lauch
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 1 gr. Hand Liebstöckel
  • 1 kl. Hand Salbei
  • 2 Prisen Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss nach Geschmack
  • Ca. 3/4 Becher Sahne
  • Ca. 1/2 Ltr. Gemüsebrühe
  • Kürbiskernöl

Zubereitung:
Kürbis in zwei Hälften teilen, den Innenteil auslöffeln, das übriggebliebene Fruchtfleisch samt Schale in grobe Stücke schneiden. Den Lauch ebenfalls in grobe Scheiben schneiden.
Die Zwiebel schälen, würfeln und im Topf mit einem Eßl. Butter anschwitzen.
Anschließend den Kürbis und Lauch in den Topf geben und auf kleiner Flamme weichköcheln lassen (ca. 5 – 7 Min.) Wichtig dabei ist das regelmäßige Umrühren, damit nichts am Boden anbrennt. Garprobe nicht vergessen: Wenn sich der Kürbis mit Kochlöffel leicht zerteilen lässt, ist Stichtime. Dann ca. 2 Eßl. Mehl zugeben und unter ständigem Rühren ca. 1 Min. bei mittlerer Flamme anschwitzen lassen. Geht ziemlich flott. Gleich anschließend die warme Gemüsebrühe zugeben.
Dann alles mit dem Mixstab passieren, die Kräuter, Zitronensaft, Salz und Pfeffer zugeben, Muskatnuß nach Geschmack reiben. Ca. 3/4 Becher Sahne zugeben und noch einmal aufkochen.

Vor dem Servieren noch mit Kürbiskernöl garnieren und fertig ist die Winter-Kürbissuppe.

Kürbissuppe© by Stephan Mosel

Bis dahin sollte noch angemerkt werden, wie superstolz ich gerade wegen dieser Suppe bin. Meine erste Kürbissuppe, die dazu noch unerreicht gut geschmeckt hat (ich kann die nächste Kürbissaison kaum noch erwarten), mein erstes selbstkreiertes Rezept (Stolz wie Oskar ^^) und auch noch verwurstet, was so in der Rabenküche an Gemüse rumlag und nach Verwendung schrie. Besser kann’s kaum werden. 😀

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10 Kommentare zu „Winterzeit ist Kürbiszeit

  1. Kürbis ist unheimlich lecker! Ich mache meist Suppe, die lässt sich auch einfrieren, aber auch einfach Gemüse mit saurer Sahne oder Kürbisspalten im Backofen. Man kann Kürbis auch in Alufolie auf den Grill legen, mit Kräutern bestreuen und Olivenöl beträufeln. Ich hab auch mal Kürbis-Apfel-Marmelade gemacht, das klingt komisch, ist aber echt lecker. Fand sogar eins meiner Mäkelkinder. 🙂

    Liebe Grüße
    Mona

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    1. Hört sich auch sehr lecker an, besonders die Sache mit der sauren Sahne und den Kräutern. Da ist es fast schade, dass es zur Grillsaison noch keine Kürbisse gibt oder irre ich mich da?

      Kürbis-Apfel-Marmelade werde ich auch einmal im Hinterkopf behalten. 😉

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  2. Ich mache meist Backofenkartoffeln mit Kürbisspalten zuerst und aus dem ‚Rest‘, evtl. zusammen mit anderem Gemüse, das weg muss, Kürbissuppe. Toll finde ich, dass sie so lagerfähig sind. Im Winter habe ich immer einen im Keller liegen, für alle Fälle.
    LG, Ingrid

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