Litha

Die Hochzeit des Sommers, der längste Tag des Jahres und auch die Zeit der Reife beginnt sich anzukündigen. Auch wenn es kaum jemandem bewußt ist, werden die Tage wieder kürzer werden und die Natur wird sich erst der Erntezeit (Mabon) und dann der ruhigen Winterzeit zuwenden.

Litha ist ein Sonnwendfest, von dem relativ wenig Bräuche überliefert sind. Allgemein bekannt ist der Brauch der Johannifeuer, die wieder öfter entzündet werden und aus vorchristlicher Zeit übernommen wurden. Ein weiterer Brauch sind die Lichterprozessionen, die auch noch stattfinden. Oder die alte Sitte, in der längsten Sommernacht Fackeln zu entzünden und diese um das Hügel-Land zu tragen.

JohannisfeuerQuelle: Falk Lademann

Dazu kann man sich mit Freunden zu einem gemeinsamen Fest/Picknick zu treffen und zusammen das Sonnenfest zu feiern. Selbstgebackenes Hefegebäck wäre auch eine Möglichkeit, beispielsweise einen Sonnenkranz. Traditionsgemäß kann in dieser Nacht auch eine Schale Milch für die Feenwesen herausgestellt werden. Früher wurde diese oft in die Ställe gestellt, als Gabe für die schützenden Hausgeister.

Neben der hellsten Zeit des Jahres ist Litha ein Fest, dass ganz natürlich auch den Sonnen-/Vegetationsgöttern gewidmet ist. Und von denen gibt es einige.

  • Aíne – irisch-keltische Muttergöttin
  • Amaterasu (japanisch 天照) japanisch-shintoistische Sonnengöttin
  • Anjea – australische Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin
  • Bastet – ägyptische Sonnengöttin
  • Beiwe – samische Sonnen- und Frühlingsgöttin
  • Balder – nordischer Sonnengott
  • Helios – griechischer Sonnengott
  • Sól/Sunna – nordische Sonnengöttin

Es gibt auch Sitten, die direkt mit Sonnengöttinen in Verbindung gebracht werden. Beispielsweise werden Beiwe zu Ehren Sonnenkränze aus Blättern gefertigt und Butter gegessen. Ein weiteres Beispiel ist die oben erwähnte Sitte der Fackelentzündungen zu Ehren Aíne’s.

Der Unterschied zwischen Fruchtbarkeitsgöttinnen und Muttergöttinen ist kaum wirklich gravierend. Kein Wunder also, dass zu Litha auch Muttergottheiten verehrt werden (können). Die ebenfalls so zahlreich sind, dass eine komplette Aufzählung weit über’s Ziel hinausschießen würde.

  • Ayyyhyt – sibirisch-schamanische Geburts- und Fruchtbarkeitsgöttin
  • Gaia – vorgriechische Muttergöttin
  • Jord – skandinavische Erdgöttin

Räuchern kann man, was zu der Zeit reif ist: Johanniskraut, Salbei, Lavendel, Minze, Kamille, Rosmarin. Gerüche, die sich mit dem Sommer und der vollen Kraft dieser Zeit verbinden.
Das gleiche gilt auch für Schmuck des Hauses. Reife Früchte der Zeit (beispielsweise Kirschen, Rharbarber oder Johannisbeeren/Träuble) oder Lindenblätter, Eichenblätter, Johanniskraut, Ringelblumen, usw. Möglichkeiten gibt es wie Sand am Meer. 😉

Auch für das Sammeln von Heilkräutern ist um Mittsommer eine gute Zeit, die jetzt die größte Kraft in sich tragen.

Die Wilde Wölfin hat auch einen sehr schönen Artikel zum Mittsommerfest geschrieben.

Links:
artedea.net – Sonnengöttinnen

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3 Kommentare zu „Litha

  1. Ein sehr schöner Post, ich liebe dieses Fest. Leider hat es dieses Jahr bei uns den ganzen Tag in strömen geregnet… Aber hey, man ist ja flexibel. 😉 Ich hoffe du hattest auch ein schönes Fest!

    Herzliiche Grüsse
    Nicky

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