Ein Blick in die Vergangenheit

Wenn ich mir so meinen ersten Bericht über den Wimpfener Zunftmarkt ansehe, hat sich seitdem wirklich viel getan. Beim Zunftmarkt und bei meiner Berichterstattung. Es entwickelt sich eben alles weiter.

Wie sagt Heraklit schon so treffend: Panta rhei – alles fließt.

Ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen hat die Sichweise komplett geändert. Der Markt ist jeden Cent wert. Die viele Arbeit im Hintergrund wird einem wie so erst dann bewußt, wenn man einmal nicht nur als (gewandeter) Besucher über den Markt tingelt.

Dazu hat sich der Markt seit meinem ersten Besuch sehr weiterentwickelt.
Konzerte, Tanzdarbietungen, Darstellungen mittelalterlichen Lebens samt Stauferwache und lt. Hörensagen sogar ein wenig Lagerleben. Bei dem wenigen Platz wurde also einiges auf die Beine gestellt, dass auch Hand und Fuß hatte. Und zum Glück gab es heuer das perfekte Sonnenwetter, nachdem schon tagelang vorher der Wetterbericht argwöhnisch beäugt wurde.

Historisch gesehen blickt der Zunftmarkt auf eine lange Geschichte zurück. Eine erste schriftliche Erwähnung findet sich 1391. Genauere Details lassen sich unter der Historie nachlesen.

Ich hatte wirklich viel Spaß dieses Mal. Entweder an der Mautstelle bei den Fachsimpeleien mit der Stauferwache oder bei den Flachsereien des neuen Hofnarren. Der Jung‘ versteht sein Handwerk. 😉

Selbst mit zwei kompletten Markttagen langte die Zeit nicht, um alles wirklich mitnehmen zu können.

Gespräche bei den verschiedensten Handwerkerständen vom Bürstenbinder über den Drechsler bis hin zu Ilja Frenzel, dessen historischen Keramiken zu meinen absoluten Highlights gehören.

Mit Marktende dann noch beim Ledererstand gesessen und der Musik zugehört und mir gleich bei mehreren Ständen neue Märkte empfehlen lassen.

Mein absoluter Höhepunkt war, ist und wird immer bleiben: Knud Seckel. Die Nachtigall vom Neckartal – einmal gehört und nie mehr vergessen. Wie man schon an meiner hemmungslosen Schwärmerei erkennt, es ist wirklich ein Ohrenschmauß. Meine absolute Empfehlung – wer eine Gelegenheit hat, ein Konzert mitzuerleben sollte sich das auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Mit dem neu hinzugekommenen Narren bin ich über den Markt getingelt und konnte nicht aufhören zu lachen – die Touristen übrigens auch nicht. 😉

Alle hatten viel Spaß, wir, die Besucher und auch die Handwerker wie ich annehme. Wen ich gefragt habe am Samstag, der war zufrieden. Viele Leute, die auch einkauften und das Wetter war ja einmalig gut.

Viele der Handwerker haben sich ihr Handwerk selber beigebracht, was mich immer wieder beeindruckt. Es macht jedes Jahr wahnsinnig Spaß, hier zu sein – neue Leute kennen zu lernen und bekannte Gesichter wieder zu sehen. Von den vielen Gesprächen und Anregungen ganz zu schweigen. Und als besonderer persönlicher Pluspunkt achtet der Verein sehr darauf, dass keine Plastikwaren angeboten werden.

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Eckdaten:
Der Zunftmarkt findet jedes Jahr am letzten Wochenende im August statt.
Der 625. Zunftmarkt findet am 27. und 28. August 2016 statt.
Eintrittspreise: 7,00 € für Erwachsene und 4,00 € für Gewandete und Jugendliche, bis 13 Jahre freier Eintritt.

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