Leben ohne Minimalismus

Oder anders gesagt: Tag 12 und 13: Halma und manueller Wecker

Das hört sich vielleicht etwas seltsam an, gerade jetzt bei der Ausräumaktion. 😉 Aber so richtig minimalistisch wird es hier wohl nie werden. Es gibt einfach Gegenstände, die zwar kaum oder gar nicht genutzt werden. Deren einzige Aufgabe es ist, in einem Winkel der vier Wände zu stehen und hübsch auszusehen. Und auf diesem Weg für Freude zu sorgen. Oder Erinnerungen in sich tragen.

Es gibt hier zum Beispiel ein schlankes hohes Achtkant-Henkelglas mit Emblem – das habe ich auf einem Weihnachtsmarkt geschenkt bekommen. Ich fand dieses Glas so schön, dass ich deswegen sogar einen Glühwein gekauft hätte. Dabei mag ich die meisten Glühweine auf Märkten nicht, sie sind immer viel zu süß für meinen Geschmack. Und damit mir dieser fragliche Genuß erspart bleibt, ist mir mitten auf dem Markt dieses Glas in die Hände gedrückt worden und hat nun hier ein Zuhause gefunden.

Oder eine Tasse mit Namenszug. Bestimmt kennt jeder diese Tassen mit Namen in Bunzlau Blau. So eine steht hier ebenfalls und ungenutzt. Aber weggeben ist aktuell (noch?) keine Alternative. Ich weiß genau, wo sie steht und der Gedanke daran gefällt. Sie war auch ein Geschenk und dass ich mich nicht mehr genau daran erinnere von wem sie kommt, tut der Sache keinen Abbruch.

Also minimalistischer ist es dadurch nicht geworden (oder anders gesagt nicht völlig). Aber aufmerksamer gegenüber den einzelnen Gegenständen, die sich hier tummeln.

Es lies sich einiges wiederfinden, dass für eine gute Weile vom Radar verschwunden war. Was übrigens öfter der Fall ist – Gegenstände kommen und gehen. Will heißen, für einige Zeit sind sie partout nicht zu finden – und dann,wenn sie genug vom Versteckspielen haben – tauchen sie wieder auf. Man muss nur Geduld haben, es findet sich alles wieder ein.

Soviel dazu und nun zu den Gegenständen, die heute in die freie Wildbahn entlassen werden. Wer Interesse hat, kann uns eine eMail schicken oder sich hier in den Kommentaren verewigen.

 photo biergarten201022_zps0kzqxkyg.jpg

Den Anfang macht ein Wecker, ein interessantes Einzelstück. Zwar nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff. Was mir auch erst nach genauerem Hinsehen aufgefallen ist, die Optik ist wie oben zu sehen wirklich gut ausgefeilt. Zum Verwechseln ähnlich, wie es so treffend heißt. Dazu ist das gute Stück manuell aufziehbar und Tests haben erwiesen, dass ein leises Ticken zu hören ist. Nur über die Lautstärke des Klingelns kann ich keine Auskunft geben. Würde vermuten, dass er sich als zu leise erwiesen hat und daher sein Schrankdasein fristen musste.

Im Glas ist eine relativ kleine Macke, die der Lesbarkeit des Ziffernblatts nicht im Wege steht.

Nummer 2 ist etwas Klassisches, Zeitloses. Und bedarf keiner weiteren Worte. Jeder kennt es. 🙂

 photo biergarten201019_zpsqx5gw6al.jpg

Ein Halma. Auch eines dieser Spiele, die ich immer heiß und innig geliebt habe. Bzw. es immer noch tue.

Wer mag, kann an Zaunreiterin (at) gmx.net schreiben. Mit 2 Euro Anfangsgebot plus Versandkostn ist man dabei und wie üblich – Schlag Mitternach am 16.01. ist alles vorbei.

Edit: Zusätzliche Infos über Hühner habe ich ganz vergessen, I’m sorry. 🙂

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4 Kommentare zu „Leben ohne Minimalismus

  1. Ich kann das auch gut nachvollziehen! Deshalb sortiere ich erstmal alles aus, zu dem ich keinen besonders emotionalen Bezug habe 🙂

    Vieles andere kommt erstmal in eine große Kiste – und wenn ich nach ein paar Wochen in die Kiste schaue, habe ich von den meisten Sachen, die dort drin sind, nicht mehr gewusst, dass ich sie jemals hatte 🙂 Dann weiß ich, dass sie weg können 😀

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  2. 🙂 Ich bin auch gerade am Ausmisten! Jeden Tag 10 Dinge, die noch zu gebrauchen sind- und eben beim ausmisten habe ich festgestellt, ich werde wohl nie wirklich einen minimalistischen Haushalt haben. Zu viele Dinge, an denen ich hänge, zu viele Dinge, die mein DIY- Herz unbedingt braucht, zu viele Dinge, die ich Bastler immer wieder verwende….
    Macht aber nix, ich glaube, allein der Gadanke, sich damit auseinander zu setzen, was du wirklich behalten möchtest und was nicht, und bewusst zu konsumieren ist auch schon ein gutes Stück minimalistisch 🙂
    Viele Grüße von der Zwergenmama und weiterhin viel Spaß und Durchhaltevermögen beim ausmisten!

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    1. Sich damit auseinandersetzen, könnte schon minimalistisch sein – oder zumindest der erste Schritt dahin. Bewußter wird man auf jeden Fall. Es ist der Wahnsinn, was sich alles einfindet.

      10 Gegenstände pro Tag stellt aber sicher auch eine ziemliche Herausforderung dar? Da gebe ich den Wunsch für das Durchhaltevermögen doch glatt zurück. 🙂

      Grüße von der Rabin

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