Zwei-Monats-Rückblick

Wem ist alles aufgefallen, dass es eine kleine Blogpause gegeben hat? 😉
Völlig ungeplant hat sich die Ruhepause entwickelt und gutgetan. So langsam lesen wir uns wieder ein und natürlich hat sich auch einiges getan.

Was haben wir nun in der Zeit gemacht:
Natürlich viel gelesen und auch einige neue Bücher in’s Haus geholt.

Der KaffeediebGeschichten, die heilenDas Schneekind

Der Kaffeedieb – ein wunderschön haptisches Buch, fügt sich hervorragend vom Äußeren in den Zeitrahmen ein. Gut recherchiert. Rezension folgt.
Geschichten, die heilen – völlig andere Blickwinkel auf die Weltreligionen. Aber eben nicht nur, auch die Sufi und Natives komemn zu Wort und liefern ausreichend Stoff für eigene Gedanken.
Das Schneekind – Braucht Zeit, um sich (für das Buch) zu erwärmen. Unbedingt lesen, gerade weil nichts beschönigt wird. Tolle Bilder. Trotz der zweifelnden Stimmen zum Wahrheitsgehalt des Buches – für mich auf jeden Fall lesenswert.

Einmal auf den Geschmack gekommen und selber in Vorbereitungen für die nächsten Reisen… fast nahtlos der nächste Reisebericht. Als Appetizer, wenn man so will.

Von Thailand nach TahitiDas Geheimnis der PlanetenDie Tote von Charlottenburg

Von Thailand nach Tahiti – Geschichte, Geschichtliches, Tips und auch Schattenseiten. ggl. etwas datenlastig, lest es trotzdem. 🙂
Das Geheimnis der Planeten – perfekte Mischung zwischen kindgerecht und spannend. Auch für mich. Danach möchte man mehr erfahren über Herrn Kepler.
Die Tote von Charlottenburg – Krimi 20er Jahre: Beklemmend mit dem politischen Hintergrund. Um ein Haar bleibt der Krimi dahinter zurück. Was nicht heißt, dass er nicht gut durchdacht ist.

Die Topempfehlung geht dieses Mal an das Plädoyer für Nachhaltigkeit durch Reparieren.

Reparatur der Kultur

Geschrieben von Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, seines Zeichens u.a. Generaldirektor des Deutschen Museums in München. Sehr hartnäckig und mitreißend über Theorie sowie Praxis der Reparatur. Stichwort Obsolenz, um nur einen Punkt zu nennen. Rezension folgt.

Was gibt es noch? Es wurde gebacken wie ein Weltmeister. Der Grund dafür findet sich in diesem Wälzer:

Backen mit Erfolg

648 Seiten zum Durchblättern und anfüttern. Übersichtliche Einteilung, nur die Reihenfolge der Arbeitsschritte ist nicht immer stimmig. Unabhängig davon juckt es sehr in den Fingern, sich durchzubacken – quer durch alle Rezepte, süße wie eher kräuter-/gemüselastige. Ganz klassischer Sandkuchen und (für mich) das Wagnis einer Sachertorte bis zu dem (bis jetzt) absoluten Highlight einer Spinatquiche. Auch hier gilt: Erfahrungsberichte folgen.

Als Buch mit den meisten Fragezeichen im Sinne ‚wie soll ich es beschreiben‘ gibt es Das Wunder des Einhorns.

Das Wunder des Einhorns

Schwer, hierzu etwas zu sagen. Einhörner als spirituelle Helfer? Um der Wahrheit die Ehre zu geben, der amerikanische Zeichentrick-Kitschfaktor hat hier gnadenlos zugeschlagen und macht es dem Buch schwer, ernstgenommen zu werden (aller lesenswerten Denkanstößen zum Trotz). Bei anderen Krafttieren fiele es leichter.

Ein Experiment in Bezug auf schonenden Ressourcenumgang wurde auch gestartet. Ausschlaggebend war das Wasserschleppen in Barcelona. Zwei Treppen rauf, was nicht übermäßig viel ist, aber eben doch ungewohnt. Keine Spur von ‚mal eben den Wasserhahn aufdrehen‘ und alles ist gut. Wer selber schleppen muss, geht mit dem Vorrat gleich viel sparsamer um. Was auch hier bei uns vor noch nicht allzuvielen Jahren auch noch Usus war. Vielleicht erinnern sich noch ein paar an die Großmutter, die noch selber Wasser holen gegangen ist? Dieses Wasser wurde dann zum Kochen, Waschen, Gießen und letztendlich noch für die Spülung verwendet.

Ganz so ausführlich haben wir es nicht betrieben. Aber Wasser vom bsp. Eier oder Kartoffeln etc. abkochen wurde nicht einfach weggeschüttet, sondern in einem großen 5 l-Kochtopf aufgehoben und zum Geschirrspülen verwendet.

Vor allem am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, ständig den Topf stehen zu haben und zu sehen, wieviel Wasser sonst eben mal so den Abfluß runtergeht. Inzwischen ist ein Gewöhnungeffekt da und die Gedanken machen sich bemerkbar, welche Verwendungsmöglichkeiten es noch für second hand-Wasser geben könnte.

Quergelesenes:
Allem Anschein nach macht gerade ein Buch die Runde in der Buchbloggerszene und den Rezensionen zufolge ist es auch einen ausgiebigen näheren Blick wert. Zumindest unter der Voraussetzung, dass man über starke Nerven verfügt. Soweit mein Eindruck, nachdem ich einige Meinungen dazu gelesen habe:

Da wäre einmal der Schneemann mit ‚Be Kind to Your Neighborhood Monsters‘ – die aus meiner Sicht beste Rezension zu den Straßen der Wut, die ich gelesen habe. Lest selber und bildet eure eigene Meinung.

Bei der Klappentexterin gibt es wunderschöne Worte zu Lieblings-Leseplätzen. Zugegeben – jetzt, wo die warmen Tage – endlich endlich – wieder zunehmen, sitze ich am Liebsten beim genüßlichen Nichtstun im Freien (Stichwort Besen oder Biergarten 😉 ), aber dass diese Pläne bei mir offene Scheunentore einrennen – wen wundert’s? Wird dabei neben dem Lesefieber gleichzeitig mein Reise-Gen angesprochen.

Wenn ihr mir jetzt übrigens eure Lieblings-Leseplätzchen verraten wollt, könnt ihr der offenen Ohren sicher sein. 🙂

Überhaupt fällt mir beim Stichwort ‚Lieblingsplätze‘ so Einiges ein. Werner Kräutler’s Lob der kleinen Dinge, um nur ein Beispiel zu nennen.

Unaufgeregt – ein Wort, dass ich sonst eher nicht verwende. Ruhig unaufdringlich wirkt das Buch bei der Beschreibung und nachdem wir schon lange Tirol näher erkunden wollen, kommt uns dieses Büchlein gerade recht. Tirol isch toll ist sowieso immer einen Seitenblick wert.

Weiter geht’s in Richtung Reisen. Das ich bei jeder Gelegenheit einen Abstecher zu Ulrike’s Blog mache, dürfte mittlerweile kein großes Geheimnis mehr sein. Vor Kurzem hat sie mir mit ihren Top 3 von Rom den Mund wässrig gemacht. Überhaupt könnte man dort problemlos jede Zeit vergessen und lesen und lesen und… genau: Noch mehr lesen.

Hut ab, wer bis hier durchgehalten hat. 😉 Wurde doch etwas länger als gedacht. Deswegen gibt es die sonst üblichen Verlinkungen zu vorigen Artikeln in der Info-Ecke. Zum Ausgleich noch die Suchbegriffe der letzten Zeit, sind einige Interessante dabei:

  • schlechte energien vim körper räuchern
    Hmm.. Theoretisch schon. aber vielleicht auch mal nach den Ursachen der Energien forschen.
  • bringt eine räucherung mit zimt glück ins haus
    Ich würde sagen, Zimt kann (!) für Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sorgen.
  • bärlauch verwechslungsgefahr / bärlauch maiglöckchen herbstzeitlose
    Wer sich nicht gut auskennt, geht besser zum Markt/Händler seines Vertrauens. S. Bärläuch-Geschichten Teil 3.
  • gegen des todes gewalt salbei / wer für immer leben will isst salbei / neunerbuschen salbei
    Immer schön, über Kräuter-Suchanfragen gefunden zu werden.
  • die perlenkarawanelesenswertes Buch, falls jenes von Helge Timmerberg gemeint ist. Das Buch der Märchenbaronin wartet noch darauf, gelesen zu werden.
  • knud seckel – Wer sich für die Musik des 12. Jahrhunderts interessiert, ist bei Knud Seckel goldrichtig.

Info-Ecke:
Nicolas Vanier
Wikipedia: Nicolas Vanier

Schwäbiche Rouladen
Was geht mit Kräutern Teil I
Was geht mit Kräutern Teil II
Zwiebel-Honig-Sirup

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3 Kommentare zu „Zwei-Monats-Rückblick

  1. Wow! Was für eine Liste! Hochinteressant, muss mich mal da durchklicken. Ganz besonderen Dank für die Erwähnung und Dein Lob für meinen Bambooblog.
    Ich wünsche Dir eine schöne Restwoche
    LG

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