Mai: Multikulti bei Kräutern

Bitte um Handzeichen, wer auch noch gerne seine Abende verlängert haben möchte.
Zu erzählen gebe es genügend, aber es fehlt die Lust am PC zu sitzen. Die (meistens) lauen Abende locken vielmehr vor die Haustür – rein in’s analoge Leben. Zwei Stück Kuchen bei der Konditorei schräg die Straße runter direkt auf den Teller Die Teller wandern kommentarlos auf die Theke und werden mit Kuchen bestückt: Ohne lange Erklärungen und ohne die lästigen Plastiktrennscheibchen (Wer hätt’s gedacht: Viele Verkäuferinnen finden es toll, wenn die eigenen Teller oder Tüten mitgebracht werden – Chapeau dafür).

Noch ein selbstgebrühter Kaffee und ab damit zu den kleinen Rundtischchen in die Sonne. La Dolce Vita direkt vor der Haustür.

Überhaupt analog – es ist schon spannend, wieviel wieder die Richtung zum analogen Leben einschlagen. Zumindest teilweise. Es gibt wieder vermehrt LPs, Fotos werden wieder ausgedruckt und im Geldbeutel rumgeführt (gelesen beim Backbuben zwar mit Reklame für den Anbieter, aber deswegen nicht weniger interessant).

Allgemein ist das Leben gerade irgendwie sehr analog. 😉 Frisch eingezogene Kräuter werden umgetopft. Basilikum aus Griechenland und aus Afrika, Estragon aus Frankreich, Bohnenkraut aus… nachdem nichts dabei stand, wohl aus der Region.

Dazu Ringelblumen, die allerdings bei der starken Sonne etwas schwächeln. Nachschlagen, wieviel Wasser die brauchen usw. Welche Böden bevorzugt werden und welche Nachbarschaft.

Wasser wenig, die Dame ist eine genügsame. Auch was den Boden angeht, sie fühlt sich in vielerlei Gegenden heimisch. Bevorzugt humose, schwere, lehmige, nicht zu trockene, auch sandige oder kalkreiche Böden und stickstoffarme Böden. Überhaupt verträgt sie nur wenig Stickstoff. Steht gerne sonnig, in sehr warmen Gegenden auch im Halbschatten. Und gegen Staunässe soll scharfer Sand helfen.

Wie man einjährige Pflanzen vermehrt sprich Ableger zieht, ist ebenfalls aktuell. Der Basilikum ist aus Afrika ein einjähriger und außerdem habe ich es satt, jedesmal die einheimischen Basilikumtöpfchen zu kaufen, denen das Blühen allem Anschein nach schon komplett abgewöhnt wurde. Ganz anders da der geschenkte Salbei, der blüht wie ein Weltmeister. Eigentlich sollte er geköpft werden (nur die Blüten). Damit die Kraft in das Kraut geht. Bring ich aber nicht fertig, die lila Blüten sind so schön und Biens freuen sich auch. Außerdem ist noch genug getrockneter Salbei vom letzten Jahr küchengreifbar.

Ein paar neue Punkte sind auch beim Blog dazugewandert:
Es gibt jetzt einen Account bei Facebook. Der schon länger existierende Account bei Pinterest wurde umsortiert zwecks Übersichtlichkeit. Und eine neue Unterseite über unsere Reiseerfahrungen hat Einzug gehalten.

Gehört: Im April Bruce 700 and Homebound – sehr anders. Harmonisch und dass bei so unterschiedlichen Instrumenten: Schottischer und irischer Dudelsack, Maultrommel, Irish Whistle, Metallsaitenharfe, mongolischer Obertongesang (davon immer gern mehr), gälischer Gesang und indische Trommeln (Haben einen eigenen Namen, der mir gerade nicht einfallen will). Danke Mina für den Tip!

Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, hier beide Videos. Zuerst Bruce 700, gefolgt von Homebonde. Beides wird unbedingt auf dem hiesigen Radar bleiben.

Im Juni AC/DC in Leipzig. Auch einmalig und erlebenswert. Dazu viele kleine abgelegene Örtchen entdeckt. Axl passte einwandfrei.

Gelesen: Verlief etwas sprunghaft von Büchern zu Zeitschriften. Aufteilung zwischen einem Buch über Klangschalen, Zimbeln und Glocken von Eva Rudy Jansen, Der Adler und der Rabe von Pauline Gedge und Naturscheck.

Klangschalen, Zimbeln und Glocken von Eva Rudy Jansen

Schwere Kost. Ganz besonders, wenn man sich das erste Mal mit den Hintergründen beschäftigt.

Der Adler und der Rabe von Pauline Gedge

Der keltische Roman über die Eroberung Albions erfordert – wieder einmal – Zeit. Und Geduld, um sich in die Geschichte einzufinden. Was sich auf jeden Fall lohnt. Auch weil die Geschichte von historisch bekannten Persönlichkeiten wie z.B. Boudicca verfolgt werden kann. Selbst wenn der Ausgang zwangsläufig bekannt ist, fällt es mit der fortlaufenden Erzählung immer schwerer, sich von den Seiten zu lösen. Auch Aricia (Cartimandua) als Gegenpart der Rebellen hat nicht nur eine Seite und lässt ihre eigene Entwicklung verfolgen. Kurz gesagt: Ein Lesetipp.

Gesehen: Power To Change. Unbedingt sehenswert.

Genossen: Tomaten-Salat mit Salbei und dem Rosmarin-Knoblauch-Öl. Tomaten und Zwiebeln in Scheiben schneiden. Eine klassische Marinade mit Öl, Essig und Kräutern. Unbedingt ziehen lassen, mind. 30 Min. Bei Blattsalaten sieht es dann zwar nicht mehr so hübsch aus. Dafür kann der Salat sich richtig in der Marinade ahlen und die Aromen aufnehmen.

Quergelesenes:
Da gibt es dieses Mal nicht viel. Erstaunlich, wie wenig im Netz gelesen wurde. Ein Tag in der Woche soll will jetzt komplett analog gelebt werden. Zum Bücher lesen, stopfen, reparieren, reden und was sonst noch so einfällt. Räuchern, kochen… Möglichkeiten wird es mehr als genug geben. Eine regelmäßige Auszeit. Wenn jemand mitmachen will… einfach Handzeichen geben. Vielleicht kommt sogar ein Erfahrungsaustausch zustande. 🙂

Frau Birkenbaum schreibt über die Aufgaben der Seelen – 2 x wurde der Text jetzt schon gelesen. Wenn ihr ihn selber lest, nehmt euch ausreichend Zeit dazu.

Beckers Blog zeigt ein gestochen scharfes Graffiti mit einer sauberen Punktlandung. Schöne Arbeit in jeder Hinsicht.

I am Germany. Eine Aussage, die zum Stutzen führt. Was dahinter steckt, wird mit unterschiedlichsten Bildern bei danares.mag erzählt. Potential zum Grübeln wird ausreichend und gratis mitgeliefert. Bin ich Deutschland? Ja? Nein? Vielleicht? Manchmal? Was macht Deutschland aus? Mögliche Seiten eines Landes, die es freundlicher erscheinen lassen und so ruhig auch öfter in den Nachrichten gezeigt werden könnten.

Und weil es beim letzten Mal doch interessant war (für uns zumindest 😉 ) – hier noch die aktuellsten Suchbegriffe:

  • echter salbei die zaunreiterin
    Unter dem Suchbegriff kommen wir sogar an erster Stelle. 🙂 Gleich mit dem Salvia officinalis – Garten-, Küchen- und Heilsalbei. Kein Wunder, dass er zu den Lieblingen gehört.
  • Holzhütteneinblicke
    Nicht ganz, aber fast. Folge den gelben Steinen. 😉
  • kaffeepads ohne plastik
    Komplett ohne ist mir noch nicht untergekommen. Daheim die ganze Bohne mahlen oder unterwegs loses Pulver im Espressokocher. Oder grünen Tee, wirkt auch.
  • massentierhaltung in medien gezeigt
    Das leidige Thema, in letzter Zeit weniger angesprochen. My 5 Cents: Ab zum regionalen Metzger des Vertrauens
  • im schatten der königin wo spielt das buch
    Vorrangig in London und auf dem Anwesen von Robert Dudley. Hier ist es genauer beschrieben.

Info-Ecke:
Gartenlexikon: Ringelblume
Power To Change

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9 Kommentare zu „Mai: Multikulti bei Kräutern

  1. Ein Tag in der Woche analog – das klingt super! Ich will schon länger mal immer wieder einen internetfreien Tag einlegen, aber es fällt so schwer. Weißt du was, ich mach mal mit! Einen Tag in der Woche analog sein, das wird doch wohl gehen!

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    1. Wem sagst du das. Und dann noch die Versuchung, doch bei Phönix oder Arte hängenzubleiben. 😉
      Ich freu mich jedenfalls sehr, dass du mitmachen willst. Unsere Planung ist erstmal, den Mittwoch zu nehmen und dann evtl. am Do. über die Aktivitäten oder die Lektüre zu berichten. Würde dir der Tag passen?

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      1. Hm, für diese Woche ist Mittwoch jetzt leider schon zu spät. Aber ich kann ja auch einen anderen Tag nehmen. Puh, morgen wäre ne richtige Herausforderung, weil ich den Tag noch so gar nichts vor habe. Aber hey, warum nicht! Schreiben kann ich zumindest auch auf den Notizblock!

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        1. Klar ginge auch ein anderer Tag. Oder du steigst erst nächste Woche ein, wie es dir am Besten paßt. 🙂 Mittwoch hat sich für uns angeboten als kleiner Break in der Woche. Eines habe ich schon gemerkt: Zum Lesen war ich zu ko. 😉

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          1. Puh, ich habs am Donnerstag versucht und das ging GAR NICHT! Es war so trüb draußen, dass es mir total auf die Stimmung geschlagen hat, außerdem war ich ganz allein und brauchte so dringend Kontakt! – abends hab ich dann abgebrochen. Na, mal schauen, ob ich noch einen Anlauf starte, vielleicht morgen. Spätestens Mitte Juli sind aber zwei Wochen PC-frei – beim zelten!

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            1. Allein ist bestimmt nicht einfach. War auch hier eine ziemliche Herausforderung, einmal alles aus zu lassen. Praktischerweise bin ich früh eingeschlafen und habe damit einige Zeit totgeschlagen. 😉

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