Nebelmonat November

Kalt ist es geworden, aber so richtig. Auf den November kann man sich verlassen, treu und sicher wird es spätestens in den letzten Tagen so kalt, dass man sich mit einer heißdampfenden Tasse Schokolade vor dem Kamin einmuscheln möchte und sich Geschichten erzählen.

IMG_3414 Heiße Schokolade im Grand Hotel Europa© by tin.G

Aber der Reihe nach.
Das analoge Leben pendelt sich so langsam ein. Erstaunlich dabei ist, daß es im Winter um einiges leichter fällt. Die Möglichkeiten sind zahlreicher als erwartet.

Für potentielle Nacheiferer: Schafft euch einen Garten an. Oder teilt euch einen. Damit ist die Beschäftigung für viele viele analoge Stunden gesichert. 😉 Gratis Fitneß inklusive. Und die Küche zieht auch noch ihren Nutzen daraus.

Ist es für den Garten zu kalt, bieten sich Weihnachtsmärkte an. Bevorzugt solche, die nicht völlig überlaufen sind und eine passende Athmosphäre bieten. Sprich eine mittelalterliche Stadtkulisse oder ein altes Kloster. Oder in einer schönen natürlichen Umgebung.

Merkt ihr’s: Wir haben in der Beziehung einiges gesehen. Mit dem ’nicht so überlaufen‘ hat es zwar nicht so ganz geklappt und teilweise waren die Preisvorstellungen schon etwas sehr üppig. Aber schöne Entdeckungen gab es trotzdem. Also auch hier: Durch die abendliche Winterlandschaft zu wandern und verborgene Eckchen zu erkunden, ist allemal eine Empfehlung wert.

Wirklich begeisternde Bücher
wurden in der letzten Zeit zu wenige gefunden, was schade ist. Einige Bücher sind in Arbeit und wurden auch angelesen. Durchaus möglich, daß sich hier noch einiges ergibt.

Gelesenes
Zu Ende gelesen wurde der 2. Teil der Blausteinkriege (hierzu an anderer Stelle mehr) und das Buch über die ‚Sonntagsarbeit‘ der Grenzgängerin Christiane Müller. 12 Jahre arbeitete sie als evangelische Pfarrerin und über die Erfahrungen dabei erzählt sie auch in ihrem Buch. Aktuell versucht sie sich als freie Autorin, freie Theologin sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie und leitet daneben auch noch ihren Blog ‚Tagebuch einer Grenzgängerin‘.

In eine Schublade lässt es sich nicht ohne Weiteres passen mit seiner Gratwanderung zwischen Alltagsleben mit Kirchengemeinde und tieferen Hintersinn, allerdings hätte ich mir doch mehr als einmal gewünscht, daß dem Buch einige Seiten mehr gegönnt worden wären. So bleibt doch der Eindruck, es könnte gerade für ‚Quereinsteiger‘ in dieser Literatursparte gerne noch etwas tiefer unter die Oberfläche gehen. Vielleicht bei der nächsten Auflage.

Rezensionen dazu wurden bei der Kuschelkirche sowie bei Bilder und Gedanken gefunden.

Beinah durchgelesen wurde auch ‚Die letzte Prinzessin‘ von Martin Prinz. Die restliche Lesezeit teilt sich zwischen dem ‚Rad-Abenteuer Welt 1. Teil und Feuerblume von Sanna Seven Deers.

Bei der Zaunreiterin tummeln sich im November Berichte darüber, warum ausgerechnet jetzt die Fasnet anfängt ein Bericht über das wirklich sehr (!) leckere Ergebnis von drei Tagen Arbeit, die hier jederzeit wiederholt würden und daraus resultierend der erste Teil unserer Hägale-Gschichdla (Fortsetzung folgt, wir müssen nur um ein wenig Geduld bitten).

Den Abschluß bilden unsere Gedanken zu dem ganzen Kommerztrubel, der jetzt wieder um sich greift und die möglichen Alternativen bei Zeit statt Zeug. Danke an dieser Stelle für die vielen Kommentare und Likes, wir freuen uns immer sehr darüber. 🙂

Suchtechnisch lies es der November eher ruhig angehen, wobei die Suchbegriffe auch dieses Mal wieder recht spannend waren. Einmal lies sich die Zaunreiterin auf der Suche nach ‚marianne sägebrecht und leonard cohen‘ finden, der 2. Suchbegriff war ‚Salbei Langzeitwirkung‘ und wieder das Quittenbrot des Nostradamus. Ein breites Suchspektrum also, ganz passend zum Blog. 😉

Quergelesenes:
Philipp Maußhardt schreibt so überzeugend über die einmalig herrlichen Vorteile von kleinen regionalen Erzeugern. Von Traubenkernöl, Bamberger Hörnle (die übrigens einmalig lecker sind) und wie er an kaum einem Straßenschild vorbei kommt, daß Erzeugnisse in Direktvermarktung verspricht. ‚Ab Hof‘ – kann es verlockendere Worte geben? Sicher, aber die müssten sich dann schon in’s Zeug legen.

Mir aus der Seele sowie dem Magen geschrieben und ich bin schwer am Überlegen, ob ich nicht nach dem Erzeuger für das Öl fragen werde.

Weiter geht’s mit Nunu’s absolut begeistertem Bericht über ihre Tauschparties. Lesen und dabei den Gedanken haben, daß man da allzugern einmal Mäuschen spielen möchte. So zumindest ist es mir ergangen.

Sabrina von ‚ich mach es anders‘ schreibt sehr ausführlich über beide Seiten des Films ‚Bauer unser‘. Wer es wie wir schade findet, daß der Film (zumindest aktuell) nicht in deutschen Kinos läuft, der kann sich zumindest den Trailer ansehen.

Auch sehr interessant war der gestrige Bericht von Terra X über das Leben eines römischen Feuermanns aus dem Jahr 80 nach Christus. Einmal auch Einblicke in das Leben im Volk zu erhalten, die Chance bietet sich viel zu selten.

Was den November am meisten unter die Haut ging, ist der Artikel bei Zeit Online: Zouhir al-Shimale aus Aleppo berichtet über die grauenhaften Zustände und erreicht einen damit mehr, als es jeder Bericht in den Nachrichten könnte.

Adventskalender haben aktuell wieder ihre Zeit und bei der großen Auswahl fällt die Qual der Wahl wirklich schwer. Meine diesjährigen Favoriten sind der Blogger-Adventskalender von Tintenhain und der Afghanistan-Adventskalender, der via Fjonka auf dem Radar erschienen ist.

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2 Kommentare zu „Nebelmonat November

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