Japan und doch nicht Japan

Die erste und Interesse weckende Aussage war, es findet eine Messe rund um Japan statt. Japanisch kochen (!), Sushi-Lehrgang, Kostproben, japanische Kultur, Literatur und und und…
Alles rund um Japan eben.

Keine Frage für uns, hört sich interessant und vielseitig an. Das nehmen wir näher unter die Lupe.

Internet-Recherchen auf der Seite ergaben, daß auch einige berühmte Cosplayer dort sein werden. Nur wann wo welche Auftritte bzw. Events stattfinden würden, war leider nicht herauszufinden. Auch auf die Anfrage kam keine Antwort. Aber egal, die Location Halle 3.0 (Messegelände Frankfurt) ist doch im Vergleich relativ überschaubar – das würde sich schon rausfinden lassen.

Man ahnt es vielleicht schon: Es lief nicht ganz wie erwartet. Vorbereitungen waren schnell getroffen inkl. Unterkunft. Und der Weg war dieses Mal sehr bequem. An einem Samstag durch die menschenleeren Gänge der Messebauten zu laufen, mutete beinah schon unwirklich an.

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Angekommen in Halle 3.0 war uns beiden auf den ersten Blick klar das ist keine Japanmesse! Vor uns tummelten sich Cosplayer und Mangastände. Sprich wir waren auf einer Mangaconvention gelandet. Der ersten Epic-Con in Deutschland

Nach dem ersten Schock Überraschungsmoment gingen wir auf Erkundungstour. Wenn ich früher über den Schwerpunkt gewußt hätte, hätte ich mich noch etwas in die neuesten Stand der deutschen Mangaszene eingelesen. So kann ich nur sagen, daß sich seit den Anfängen mit Christina Plaka wahnsinnig viel getan hat. Deutsche Mangaka haben sich einen echten Platz geschaffen und die Zeichnungen waren vom Feinsten. Ich musste mich ständig an meine schon übervollen Wände erinnern, um nicht doch die ein oder andere Zeichnung einzuheimsen.

Mit ein bischen Suchen und Herumfragen findet sich auch der klassische Teil Japans ein. Im hinteren Teil der Halle mit einem Torii – insofern eine passende Abgrenzung zum größeren Teil der Halle, der der Manga-/Pop-/Cosplay-Kultur vorbehalten ist. Hier kam es auch zu einigen interessanten Gesprächen – u.a. am Stand des JDZB – und über Omikuji, das Vorhersagen der Zukunft.

Unsere five Cents für künftige Veranstaltungen: Der klassische Teil darf für’s nächste Mal gern mehr Raum einnehmen und auch genauer ‚ausgeschildert‘ werden.

Und wo wir gerade beim Wünsche äußern sind: Eine Veranstaltungstabelle inkl. genaueren Angaben vor Ort, was wann und wo stattfindet wäre auch eine nette Geste. Erst im Nachhinein zu erfahren, daß Christina Plaka bei einer Diskussionsrunde anwesend war, ist schon recht ärgerlich.

Ob in der Halle 3.1 noch irgendwelche Events stattfinden, war vor Ort in keiner Weise zu erfahren. Weder auf Nachfrage noch durch irgendwelche Hinweisschilder.

Also Zeit genug, die Cosplayer zu bewundern. Und die waren wirklich sehenswert! Hut ab vor soviel Kreativität und Liebe zum Detail. Die Mühe und Zeit war den einzelnen Kostümen deutlich anzusehen – und die spannenden Gespräche / neuen Kontakte haben wir noch gratis mitgenommen.

Genug der Worte, ab hier lassen wir Bilder sprechen.

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Der erste Zwischenstop – die Ghostbusters Deutschland. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Wer hätte je vermutet, daß sich der Film so lange hält. 😉

 photo 55498ae4-1aa6-43c6-a2ce-650e70c124fc_zpsjw1r3yxi.jpgLightning Cosplay – eine der Gelegenheiten, bei denen es mich sehr in den Fingern gejuckt hat. Ein Blick in ihr Portfolio und ihr werdet es verstehen.

 photo 0dcff5ca-8262-43ee-8498-00df3591c572_zpsdapelkgp.jpgJack Skellington und Sally (Nightmare before Christmas) aka Shusei & RenTao Cosplay. Der Film gehört nicht zwingend zu meinen TopTen aber die Kostüme waren einmalig.

 photo a74f9895-fc7e-4324-b0de-6f5a6ccdae0c_zpsget3sljs.jpgWer die Ghibli-Filme kennt, kennt auch die Rußmännchen oder Susuwatari. An diesen Drei kam man nicht vorbei, besonders weil man sie außerhalb von alten Häusern kaum zu sehen bekommt. 😉

Im Fazit: Hat es sich gelohnt dort zu sein? Ja, auf jeden Fall. Die Mangaka und Cosplayer können sich sehen lassen. An der Ausschilderung vor Ort und Terminbekanntgabe sollte noch einiges gefeilt werden.

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