Januar-Gedanken

Kalt war es im ersten Monat. Gerade die letzten Tage. So kalt, dass alles spiegelglatt war und die Wege länger wurden. Aber lieber langsam und in Ruhe und in einem Stück am Ziel ankommen.

Der Zug war weg – nicht weiter schlimm. In 15 Minuten fährt der Nächste. Und 15 Minuten warten – ist nicht die Welt.

Zeit als Geschenk an sich selber. Passend zum analogen Tag, der im neuen Jahr neu aufgelegt wird. Mit Ende um 22.00 Uhr. Zeit genug, um noch einmal Kommentare oder eMails zu lesen.

Der analoge Tag mausert sich zum angenehmen Ruhepunkt. Lesen, aufgeschobene händische Arbeiten, spazierengehen. Ohne drängendes Stimmchen, daß an den PC locken will. So kann es gerne weitergehen.

Bis jetzt wurde gelesen und aussortiert für den Bücherschrank, repariert und nebenher unterhalten. Erfahrungen ausgetauscht und Pläne für die nächsten Tage gemacht. Vielleicht wäre ein Notizbuch eine gute Idee, um die Gedanken festzuhalten. Und sie an anderen analogen Tagen in die Tat umzusetzen. Quasi als roter Faden.

Gesehen:
In einer Matinee-Vorstellung Sufragette. Ein Glücksfall, beinah wäre der Film versäumt worden. Unbedingt sehenswert. Kaum vorstellbar, wie lange es gedauert hat, bis das Wahlrecht eingeführt wurde und was für drastische Mittel dafür notwendig waren!

Gelesen:
Der Zeitdieb
Das Lesejahr 2017 hat angefangen wie 2016 geendet hat, mit Terry Pratchett. Dieses Mal mit dem Zeitdieb in der bevorzugten alten Ausgabe vom Goldmann Verlag, bei dem auch einige meiner Lieblingsfiguren der Scheibenwelt auftreten. Wie nicht anders zu erwarten, sollte das Buch mindesten 2 x gelesen werden, um alle Feinheiten zu erfassen. An speziellen favorisierten Stellen kann es auch vorkommen, dass diese 2 – 3 x gelesen werden. Wegen besonders guter Formulierungen oder weil die Geschehnisse gerade hier besonders fesseln.

Rubinrot
Weiter ging es mit einem Zufallsfund vom Flohmarkt: Rubinrot von Kerstin Gier. So hochgelobt, dass ich nicht vorbeigehen konnte. Lies sich bequem in einem Rutsch durchlesen und das Suchtpotential hat sich bewiesen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte um den Grafen weitergeht. Zum Glück wurden die Filme bisher nur am Rande mitverfolgt. Die beiden anderen Bände werden hier auf jeden Fall auch Einzug halten.

Mein Lieblings-Zitat:
„Du hast schon wieder mit der Nische gesprochen, Gwendolyn. Ich hab’s genau gesehen.“
„Ja, das ist meine Lieblingsnische, Gordon. Sie ist beleidigt, wenn ich nicht mit ihr spreche.“ (S. 298)

Im Blog gehörte der Jänner zum Teil dem letzten Jahr, ein fließender Übergang in drei Abschnitten.

Weiter ging’s mit dem ersten Vollmond 2017 und der Vorstellung von unseren Buchhandlungen des Vertrauens – erprobt und für uns zufriedenstellend.

In buchstäblich letzter Minute kam noch die fotographische Tour de Ländle und der 2. Teil über die Hagebutte.

Die Hägala-Gschichdla deswegen in letzter Minute, weil wir für 2017 jeden Monat mind. einmal etwas über Kräuter (oder Früchte) schreiben wollen. Das Thema ist so umfangreich und vielfältig, dass uns wohl so schnell der Stoff nicht ausgehen wird.

Und dann gab es noch das Kürbiskernpesto – ein leichtes Rezept für alle, die wie wir gerne Kürbis essen und nicht wissen, wohin mit den ganzen Kernen.

Quergelesen:
Warum hier neben den anderen Themengebieten Bücher immer einen festen Platz haben werden, zeigt wieder einmal die absolut lesenswerte Buchbesprechung von Leselebenszeichen über das im Juli 2016 erschienene Buch ‚Schnee‘. Das sind mir die liebsten Rezensionen – solche, die schon für sich kleine Kunstwerke und auf jeden Fall lesenswert sind. Ehrlich – wer dort nicht mitliest, der verpaßt etwas.

Frau Bergmann schreibt über Sprachen und was sich damit alles verbindet. Mit Sprachen ist es wie mit Essen, denke ich. Sie erschließen das Denken und das Leben in anderen Teilen der Welt.

Neu hinzugekommener Blog ist Indigo-Blau. Reiseberichte von einer ganz anderen Art, feine Berichte über Handwerk und Menschen, die man beim Lesen am Liebsten sofort treffen möchte.

Für immer lesenswert halte ich Berichte über Bücher von kleinen Verlagen. Die wecken meine Neugierde und in der Regel bin ich im Handumdrehen auf der Verlagsseite. So geschehen beim Bericht über Wellen, Wasser und Wind vom feinen reinen Buchstoff.

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