Die ewige Suche nach dem Wissen

Das Geheimnis des Spiegelmachers von Antoinette Lühmann
Fester Einband, 367 Seiten
Erstausgabe : 01.01.2014
Coppenrath Verlag
ISBN: 9783649614340

Hineingestoßen in diese Geschichte wird man mit Nik, der über seine Sehnsucht nach dem Meer auch den Tod seiner beiden jüngeren Brüder zu verarbeiten sucht.

Neue, herrlich bunte Stoffe sind in das Kaufmannshaus geliefert worden. Und damit auch der Tod.

Beulen und Fieber brechen aus und sorgen nicht nur in Nik’s Familie für Todesopfer.

Zur gleichen Zeit siedeln sich Handwerker aus dem fremden London in der Stadt an – alle aus verschiedenen Berufen und zu einer gemeinsamen Gilde verbunden.

Ungewöhnliche Glaskugeln mit den Gesichtern Verstorbener spielen auch eine Rolle. Und weitere Todesfälle in London, wohin Nik geschickt wird.

Eigentlich, damit er aus den sich anbahnenden Schwierigkeiten herausgehalten wird. Das schlägt natürlich fehl – auch in der fremden Stadt will der Junge unbedingt rausfinden, was seinen beiden Brüdern das Leben gekostet hat.

Und gerade eines der Gildenmitglieder setzt ebenfalls Himmel und Hölle in Bewegung, seine Geheimnisse zu wahren und den Jungen ausfindig zu machen, der durch einen dummen Zufall eines ihre Gespräche belauschen konnte.

Es hat auch durchaus seinen Reiz, bei den Verfolgungsjagden dabei zu sein. Auf der anderen Seite kommt zu oft an den spannendsten Stellen ein abrupter Bruch der Erzählung – gerade dann, wenn man darauf hinfiebert, was jetzt geschehen wird. Auch wenn man das später noch erfährt – die schöne Spannung in dem Moment wird unterbrochen und nimmt auch viel von der Lust, weiter zu lesen.

Mir wäre es lieber gewesen, eine persönlichere Bindung gerade durch solche ausgelassenen Stellen finden zu können. Ganz pragmatisch wird erzählt, was Nik von seinem Vater in dem lange erwarteten Brief mitgeteilt bekommt. Sachlich ohne größeres Gefühlsaufkommen.

Deswegen und auch wegen der Sprünge zwischen den Geschehnissen in Amsterdam bzw. London konnte ich mich nicht richtig in die Geschichte reinfinden.

Mein Fazit:
Selbst als die Geschichte beinahe schon zu Ende war und die Lösung augenscheinlich zum Greifen nahe ist, habe ich leider immer noch keine Bindung zu den Charakteren aufbauen können und vermisse die Spannung auf die Auflösung. Dabei sind die einzelnen Personen durchaus geeignet, Neugierde zu wecken. Wenn sie nur etwas tiefergehend umrissen wären.

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