Jetzt gibt’s Saures

SauresSaures von Freddie Janssen
Fester Einband, 144 Seiten
Erstausgabe vom 13.02.2017
AT Verlag
ISBN: 9783038009474

Der schwarze Einband macht einen sehr eleganten Eindruck und die metallisch-glänzende Gurke fügt sich hier sehr stimmig ein. Überhaupt hat das äußere Erscheinungsbild von SAURES angenehme Qualitäten: Quadratisch liegt es gut in der Hand, ohne beim Nachlesen zu viel Platz in Anspruch zu nehmen. Die leicht rauhe Oberfläche liefert beim Drüberstreichen einen angenehm haptischen Effekt.

Der eine Nachteil ist leider der, daß die Ecken relativ bald abgestoßen scheinen, was gerade bei Schwarz besonders in’s Auge fällt. Also nicht unbedingt ein Buch, daß ich öfter in die Küche mitnehmen würde. Lieber die Details der Rezepte extra notieren und nur die Notizen an den Ort des Geschehens mitnehmen.

Die Schrift könnte gern ein paar Pixel größer oder breiter sein. Speziell auf den schwarzen Seiten ist die Lesbarkeit als grenzwertig anzusiedeln.

Gerade die Zeichnungen von Melina Buchholz haben einen ziemlich eigenwilligen Charakter und erinnern beim Durchblättern häufig an PopArt. Soviel ist sicher: Damit zieht das Buch einen deutliche Trennungslinie zu anderen (Koch-)büchern, die sich ausschließlich auf die klassischere Food-Fotographie verlassen.

Das Intro kann sich unbedingt sehen lassen:
Umfangreich genug und mit klaren Erklärungen, damit auch für Neueinsteiger eine gute Grundbasis gelegt werden kann.

Darüber hinaus eignet sich das Buch nur bedingt für Neueinsteiger auf dem Gebiet. Die Rezepte mit teilweise sehr exotischen Zutaten (z.B. Kaffirlimettenblätter) richten sich vielmehr an mindestens Fortgeschrittene.

Auch die Herstellung spezieller Rezepte zur Weiterverwendung (F.A.T.-Sesam-Kimchi, S. 71 für F.A.T.-Kimchi-Chilisauce, S. 74) erfordern einen gut sortierten Vorratsschrank.

Hier hätte ich mir beim Rezepte-Index noch einige Kaufquellen gewünscht, da nicht grundsätzlich vom Leser in großen Städten mit den entsprechenden Kaufmöglichkeiten augegangen werden kann. Oder als zweite Möglichkeit die Nennung von leichter zu beschaffenden Alternativen.

Wobei der Lebensmittelkauf via Internet eher nicht meine bevorzugte Wahl ist.

Eines der Rezepte, die zum Nachmachen reizen und auch leichter zu beschaffende Zutaten benötigt: Kardamom-Reineclauden-Pickles.

Am Aufbau der einzelnen Rezepte ist nichts auszusetzen: Klar strukturiert und übersichtlich in zwei Spalten aufgeteilt. Auch machen die Rezepte beim ersten Durchschmökern einen durchdachten Eindruck, was so auch nicht selbverständlich ist.

Im Fazit ein schön aufgemachtes Buch mit interessanten Rezepten, wenn eben der Haken mit den schwer zu beschaffenden Zutaten nicht wäre. Schade ist, daß der Abschnitt ‚Fermentation‘ nur etwa ein Viertel des Buches ausmacht. Ob ich es einem Anfänger empfehlen würde, bleibt fraglich.

Wir haben uns überlegt, dass wir in Zukunft einen Link zur Buchhandlung setzen, wo man das Buch erhalten kann. Wie findet ihr den Gedanken?

Weitere Rezension:
Die wunderbare Welt der Jane

Danke an den AT Verlag und Vorablesen für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Jetzt gibt’s Saures

Deine Meinung dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s