Glyphosat – was kommt danach?

Unkrautvernichtungsmittel kennt wohl jeder. Viele Menschen haben schon welche gekauft und benutzt, ohne sich etwas dabei zu denken oder über die Nebenwirkungen nachzudenken.

Das bringt uns auf die Erzeuger. Zum Beispiel Monsanto und Bayer, die auch diese Unkrautvernichtungsmittel produzieren.

Monsanto lies sich 1974 das Totalherbizid ‚Roundup‘ patentieren und brachte damit Glyphosat auf den Weltmarkt. Über die Wirkung auf Mensch oder Tier-/Pflanzenwelt dachte man nicht nach und es gab auch keine fundierten Studien darüber. Erst Jahre später begannen verschiedene Länder, Studien in Auftrag zu geben, was natürlich auch die Hersteller mit Gegenstudien auf den Plan rief.

Inzwischen liegen Ergebnisse von unabhängigen Instituten vor, die die Gefährlichkeit von Glyphasat aufzeigen. Nicht nur, daß das Unkrautvernichtungsmittel schon in geringen Mengen die DNA schädigt und somit schon in der Schwangerschaft zum Mißbildungen des Fötus und/oder Genschädigungen führen kann. Auch die Auslösung und Förderung von unter anderem Krebs, Alzheimer und Diabetes wurde nachgewiesen.

Traktor 2© by Global 2000

Auch in der Tierwelt zeigen sich katastrophale Auswirkungen. Bei Rindern tritt seit dem Ausbringen von Glyphosat (Roundup) vermehrt Botulismus auf, daß durch die Schädigung der Darmflora der mit Glyphosat belasteten Futtermittel wie z.B. billiges Soja aus China, Indian oder Südamerika ausgelöst wird.

Zur Anwendung des Unkrautvertilgungsmittels wird empfohlen, daß kurz vor der Saat (Vorauflauf) – also bevor das Grün erscheint – zum ersten Mal Glyphosat gespritzt wird. Das nächste Mal kurz vor der Austrockung (sprich der Ernte), um das verbliebene Unkraut abzutöten und alle Pflanzen zur gleichzeitigen Austrocknung zu bringen, die Ernte mit den Maschinen zu erleichtern und den Ertrag zu erhöhen. Natürlich nimmt die zu erntende Nutzpflanze das Glyphoast ebenfalls auf, daß damit zum Teil in den Nahrungs- und Futtermitteln zu finden ist. Dies ist seit den neuesten Studien nachgewiesen. Die genauen Texte hierzu lassen sich leider nicht finden, jedoch immerhin eine ganze Latte an Texten des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Zwar ist Glyphosat alle zehn Jahre auf dem Prüfstand – daß heißt, dass eine eine neue Genehmigung benötigt wird – aber der Lobbyismus sorgt dafür, daß das Herbizid weiterhin als harmlos eingestuft und damit auch genehmigt wird.

Aktuell werden auf dem Gebiet der EU pro Jahr 15.000 Tonnen Glyphosat ausgebracht. Weltweit sind es ca. 750.000 Tonnen.

Während meiner Recherchen stieß ich auch auf Internetseiten, die ich nicht nennen möchte, die Glyphosat in einem sehr positiven Licht erscheinen lassen. Seit der Markteinführung wird von solchen Seiten die Ungefährlichkeit für den Menschen sowie für die Tierwelt und besonders für die Bienen bescheinigt.
Ein Versprechen der „Erntesicherung, optimalen Anwenderflexibilität“ und weiterer Unsinn wird angepriesen.

Das nachgewiesenermaßen Regenwürmer, die besonders für die Bodenauflockerung wichtig sind, glyphosatverseuchten Boden meiden, ist wohl verständlich. Auch die restliche Bodenflora (Käfer, Larven usw.) sowie die übrige Insektenwelt wird dadurch geschädigt.

Und zum Schluß noch ein Minister, der grünes Licht zum Ende des Jahres für Glyphosat in der EU gibt und aus den höchsten Politikrängen betroffene Äußerungen mit der Aussage, dies sei so nie genehmigt worden. Der Minister bleibt dennoch im Amt und weiter geschieht nichts. Es ist nur noch unverschämt, wie die Leute angelogen werden.

Dabei ginge es auch anders.
Die Bio-Landwirte machen es vor. Da wird gehackt, gezupft oder man wird dem Unkraut mit Bodendeckern Herr. Auch der Fruchtwechsel ist ein probates Mittel, den Unkräutern Einhalt zu gebieten.

Eine weitere Methode ist es, eine Essiglösung oder besser kochendes Wasser gezielt bei ‚Unkräutern‘ einzusetzen. Gezielt deswegen, weil hierbei eben nicht nur das unerwünschte Beikraut sondern alles Pflanzenleben eliminiert wird und der Boden bei Essig ebenso wie bei chemischen Herbiziden eine gewisse Zeit benötigt, um die Substanz wieder abbauen zu können. Auch hier kann sich der Rückstand im Boden bei häufiger Anwendung kumulieren.

Wir persönlich waren in unserem Garten fleißig am Hacken und auszupfen und die Wirkung war völlig zufriedenstellend. Auch ohne allzugroßen Zeitaufwand. Am Einfachsten ist es, mit einer langstieligen Hacke den Boden auflockern und die dabei freigelegten Beikräutern liegen lassen oder gleich auf den Kompost geben.

Info-Ecke:

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2 Kommentare zu „Glyphosat – was kommt danach?

  1. Nur, um deine Frage aus dem Titel zu beantworten: Nach Glyphosat kommt Dicamba! Nachdem ich deinen Artikel gestern gelesen habe, bin ich ein wenig auf die Suche gegangen. Was für ein Glück, dass ich müde war und mich somit schnell für Schlaf entschieden habe!
    Dicamba ist gegen das resistente Unkraut und vernichtet, wie auch Glyphosat, alles, außer Gensaatgut von Monsanto. Der Unterschied ist, dass sich Dicamba in Gas verwandelt, vom Winde verweht wird (wie poetisch….) und im Umfeld ALLES zerstört, was nicht Monsanto Saatgut ist! DAS kommt danach! Mir ist irgendwie schlecht….
    Viele Grüße,
    Izabella

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