Pfannkuchen zu Suppe

Klar, dass bei unserem Suppenprojekt auch unsere Lieblingssuppen dabei sind. Suppen, die wir seit Jahren immer wieder kochen und nie satt bekommen. Im Gegenteil lieben wir diese Suppen so heiß und innig, dass sie über eine nur sehr kurze Lebensdauer verfügen.

Eine davon ist die schwäbische Flädlesuppe. Schwäbisch deswegen, weil diese Köstlichkeit unter den verschiedensten Namen durch die Länderküche geistert.

Im Mittelbadischen spricht man von der Omelettensuppe oder Omledd-Subb.
Alemannisch genießt man die Flädlisuppe.
In jüdischen Rezepten ist von der Fanzelsuppe die Rede, bei der die Pfannkuchen rautenförmig geschnitten werden (können).
In Österreich wird die Fritattensuppe serviert.
In Italien gibt es die Brodo con tagliolini di crespelle, die auf einer Hühnerbrühe basiert.
Die Franzosen sprechen von der Consommé Célestine. Lt. Internetrecherche benannt nach Céléstine Benditte-Strauss (Tochter des Oberrabbiners von Lyon), die von 1850 bis 1878 Eigentümerin des Restaurants Cercle war und dort Gäste wie Napoleon III, Zar Nikolaus, Charles-Augustin Sainte-Beuve und Gioacchino Rossini begrüßen konnte.
Bei den Ungarn schließlich gibt es palacsintatészta-levesl, wobei der Gedankensprung zu Palatschinken nicht lange braucht.

An Variationen der Suppe herrscht also kein Mangel.

Zutaten:

  • Ein Pfund Mehl
  • Acht Eier
  • Ein Päckchen Backpulver
  • Ca. 400 ml Milch und Sprudel
  • Salz nach Bedarf

Zubereitung:
Mehl mit Backpulver mischen. Fünf Eier trennen, Eiweis zur Seite stellen. Das Eigelb und die restlichen drei Eier zum Mehl zugeben. Milch und Sprudel ebenfalls zur Teigmasse geben und rühren, bis keine Klümpchen mehr zu finden sind. Den Teig ca. 30 Min. zugedeckt im Warmen ruhen lassen.

Dann das Eiweis steifschlagen und vorsichtig unterheben. Am Besten mit einem Schneebesen. Kosten und bei Bedarf salzen.

Die Teig einer heißen Pfanne ausbacken und fertig.

Flädlesuppe

Ursprünglich war die Flädlesuppe ein ‚Reste-Essen‘. Die frischgebackenen Pfannkuchen werden im Ganzen serviert. Am nächsten Tag wird dann eine Fleisch- oder Gemüsebrühe gekocht und die in Streifen geschnittenen Pfannkuchen in die warme Brühe gegeben. Wer mag, kann noch eine Handvoll Kräuter darüberstreuen.

Info-Ecke:
Beim Recherchieren sind wir über einen Flädlesuppenclub gestolpert, der seit mehr als 30 Jahren seine Suppe auf dem Löffinger Nikolausmarkt ausgibt. Hört sich für uns nach einer tollen Abwechslung zu den sonst üblichen Pommes und Würsten an.

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4 Kommentare zu „Pfannkuchen zu Suppe

  1. Hallo!
    Ich muss gestehen, dass ich noch in meinem Leben eine Flädlesuppe gegessen habe. Sowas gab es bei uns nie. Es gab zwar ab und an auch Pfannkuchen zur Suppe, aber dann eher zum dicken Eintopf und da wurde er auch nicht rein gegeben, sondern dazu oder danach gegessen…
    Vielleicht sollte ich das mal auf meine März-Koch-Liste setzen!
    Liebe Grüße
    Mina

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