Grießklöschensuppe

Nachdem wir schon das Thema Lieblingssuppen angeschnitten haben, darf natürlich ein weiterer Favorit nicht fehlen.

Die Grießklöschensuppe

Dem Grieß ging es ähnlich wie dem Spinat. Ungeliebt und aus der Küche verbannt. Mit Grieß konnte man mich jagen. Schuld daran war der Grießbrei.

Grießbrei und ich – wir wurden einfach keine Freunde.

Wann meine Liebe zur Grießklöschensuppe anfing, kann ich nicht genau sagen. Vermutlich einfach mal gekostet, weil sie eben schon einmal da war. Und was soll ich sagen – seit damals hat mich die Grießklöschensuppe fest am Haken!

Sie schmeckt gut, geht schnell und ist mit jeder Art von Grieß zuzubereiten, der gerade im Haus ist. Völlig egal, ob grober, mittlerer oder feiner Grieß.
Das könnt ihr mir unbesehen glauben – wir haben es schon ausprobiert.

Und sie ist denkbar einfach.

Grießklöschensuppe

Zutaten:

  • 1/2 Liter Milch
  • 125 g Butter
  • 3 Eier
  • Grieß nach Bedarf
  • 1,5 bis 2 Liter Fleischbrühe (nach Bedarf)
  • Salz nach Geschmack (ca. 1 flacher Teelöffel)

Zubereitung:
Butter und Milch zum Kochen bringen auf mittlerer Flamme. Grieß einstreuen, bis die Masse fest zu werden beginnt und dann unbedingt (!) gleich vom Feuer nehmen. Eier und Salz zugeben und das Ganze gut verrühren.

Eine Fleischbrühe aufkochen lassen, dann die Hitze auf mittlere Stufe runterschalten. Mit einem Eßlöffel einzelne Nockerl abstechen und in die Fleischbrühe gleiten lassen.

Tipp: Den Eßlöffel vor dem Abstechen kurz in die heiße Brühe tauchen, damit der Grießbrei nicht anhängt.

Was ich noch gerne mache: Beim Servieren noch einige feingehackte Kräuter nach Geschmack und Jahreszeit drüberstreuen. Jetzt zum Beispiel Bärlauch. Oder Petersilie, die wir seit einiger Zeit komplett verwenden mit Blattgrün und Stengel. Gerade die Stengel geben der Suppe einen leichten ‚Biß‘ und es muss nichts weggeworfen werden.

Damit reiht sich die Suppe in die Blogparade von EiNaB ein.

EiNaB

Info-Ecke:
Sprachlich leitet sich der Grieß vom mittelhochdeutschen grieʒ, althochdeutschen grioʒ mit der ursprünglichen Bedeutung Sandkorn/Sand, Kies ab. Spätmitttelhochdeutsch ist dann auch die Rede von Griezmel (grob gemahlenes Mehl). Beides lässt sich auf den indogermanischen Begriff ghreu oder greuta zurückführen.

Nachzulesen bei der bayrischen Staatbibliothek München oder auf dieser Seite von Indogermanisch.org

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3 Kommentare zu „Grießklöschensuppe

  1. Hallo Zaunreiterin,
    hach, ich mag diese sprachwissenschaftlichen Details! Kies und Grieß haben also den gleichen Ursprung? 🙂 Muss ich unbedingt mal probieren, denn Grieß haben wir wegen der Liebe der Kinder zum Grießbrei immer im Haus…
    Liebe Grüße,
    Marlene

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    1. Da kann ich dir leider keine Auskunft geben, vegane Eier habe ich bis dato noch nicht probiert. vielleicht erzählst du von deinen Eindrücken, falls du die vegane Variante probiert hast?

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