Zwiebel – unterschätztes Gemüse und leckere Suppe

Die nächste Suppe wurde speziell auf Wunsch gekocht. Unter anderen Gegebenheiten hätte sie nicht den Weg auf meine Speisekarte gefunden.

Die Zwiebelsuppe

Zugegeben – optisch ist dieses Süppchen nicht unbedingt das Ansprechendste. Aber davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen. Geschmacklich hat sie uns völlig üerzeugt. Vielleicht wird sie beim nächsten Mal mit einigen Croutons oder einer Käsehaube verfeinert. Variationsmöglichkeiten gibt es hier mehr als genügend.

Die Zwiebel ist überhaupt ein vielseitiges Gemüse, ohne dass die Küche wesentlich geschmacksärmer wäre. Und wie eine kurze Blitzrecherche gezeigt hat, gehört sie auch zu unseren ältesten Begleitern: Bereits seit 5.000 Jahren wird die Zwiebel von Menschen kultiviert. Dass sie auch im alten Ägypten als Zahlungsmittel für die beim Pyramidenbau eingesetzten Arbeiter und als Grabbeigabe genutzt wurde, bezeugen die Zwiebelreste im Grab des Tutanchamun.

Nicht umsonst gibt es gibt es soviele Gerichte, bei denen die Zwiebel eine tragende Rolle spielt.

Wir sind jetzt im vierten Monat unseres Suppenprojektes und so langsam kristallisiert sich heraus, dass es um mehr geht, als einfach nur Suppen zu kochen. Bei Idealvorstellungen von nachhaltigem/plastikfreien Kochen benötigt es einiges an Vorplanung:

Was wollen wir kochen?
Welche Zutaten werden benötigt und welche davon haben wir im Haus?
Welches Gemüse ist wann reif?

Sicher kann man jedes Gemüse oder Obst immer im Supermarkt haben. Aber Nektarinen aus Chile oder Pfirsiche aus Südafrika? Wirklich? Da kann einem schon die Lust vergehen.

Ich will jetzt nicht behaupten, ich wüsste den genauen Herkunftsort unserer Zwiebeln. Aber das lässt sich noch rausfinden.

Genauso zeichnet es sich schon ab, dass eine Basis geschaffen werden muss. Keine Suppe, die nicht eine Fleisch-, Hühner-, Fisch- oder Gemüsebrühe als Grundlage braucht. Und wenn man die überhaupt bekommt, dann bestenfalls in Plastikgroßpackungen. Wirklich optimal ist das auch nicht.

Für die letzte Suppe im ausgehenden Winter haben wir uns für ein Rezept aus der großen Kochschule von Martina Meuth entschieden. Ein sachliches schmuckloses Band mit dem Minimum an notwendigen Bildern, die ausschließlich zur Erklärung der danebenstehenden Rezepte dienen. Genaueres Nachforschen hat ergeben, dass Frau Meuth Mitglied beim Food Editors Club Deutschland und bei Slowfood ist.

Genug der Theorie, hier das Rezept:

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Zutaten:

  • 750 g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Eßl. Butter
  • 1 Tl. Zucker
  • Salz und eine Spur Cayennepfeffer (bei uns schwarzer Pfeffer)
  • 1 Tl. Thymian, ein Lorbeerblatt
  • Ein Liter Fleischbrühe oder Wasser
  • 2 cl Cognac (bei uns Sherry)

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch schälen. Die Zwiebel und den Knoblauch in Ringe schneiden oder würfeln, beides in Butter auf kleiner Flamme weichdünsten. Darauf achten, dass keine Farbe angenommen wird. Mit Salz und Pfeffer bestäuben und solange dünsten, bis der Zucker eine goldene Farbe annimmt. Thymian und Lorbeer dazugeben und sofort mit der Fleischbrühe aufgießen. Salzen und pfeffern. Zugedeckt etwas 40 Min. köcheln lassen. Den Sherry zugeben und abschmecken.

Ich kann euch versichern, dass uns diese Suppe ausgezeichnet geschmeckt hat.

Info-Ecke:
Hüttenhilfe: Zwiebel im Lauf der Zeiten – Geschichte
Wikipedia: Zwiebel

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