Bärlauch mal drei

Inzwischen ist der Bärlauch in aller Munde, wörtlich wie sprichwörtlich. Kaum ein Blog, der nicht das ein oder andere Rezept dazu im Repertoire hat.

Für uns immer noch gewöhnungsbedürftig.
Allzulange ist es noch nicht her, dass kaum jemand von dem Lauchgewächs wußte. Vielleicht ist es ganz gut, dass die Zeit des Sammelns nur wenige Wochen beträgt. Es gibt Bärlauch in Massen und so soll es auch bleiben. Ein Wildkraut, dass es nicht in erster Linie für den (massenhaften) Genuß gibt.

Muß es unbedingt sein, dass der Bärlauch in kleinsten Mengen für unverschämte Summen verkauft wird?

Vielleicht ist es wirklich das Beste, die Pflanze im Garten zu kultivieren oder – wenn das nicht möglich ist – nur sparsam davon zu ernten. Ein Glas Bärlauchpesto ohne Käse und mit Öl luftdicht abgeschlossen, kann sich über Jahre hinweg halten und als Würzmittel für alle mögliche Speisen dienen.

Unser Pesto ist inzwischen mindestens drei Jahre alt und immer noch makellos.

Dieses Jahr haben wir dann zum ersten Mal eine Suppe aus frischen Blättern gemacht. Die uns so gut geschmeckt hat, dass sie an drei Wochenenden auf den Tisch kam. So auch am vergangenen Wochenende bevor sich die Blütenknospen öffnen. Dann sammelt man traditionsgemäß keinen Bärlauch mehr, da die Kraft der Pflanze in die Blüte geht und damit an Aroma verliert.

So schlecht ist es gar nicht, dass die Bärlauchzeit nur kurze Zeit währt. Die Pflanze kann sich wieder erholen und wir freuen uns inzwischen auf den ersten Spargel und die Erdbeeren.

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Zutaten:

  • Ca. 200 g Bärlauch
  • 100 g saure Sahne
  • 2 gehäufte Eßl. Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Salz
  • 100 g Butter
  • Öl zum Anbraten

Zubereitung:
Als erstes den Bärlauch in schmale Streifen schneiden und die Zwiebeln würfeln.

Zwiebel glasig andünsten. Anschließend die Butter zugeben und sobald diese flüssig ist, zwei stark gehäufte Eßl. Mehl hinzufügen und glattrühren. Mit dem Schneebesen permanent weiterrühren und dabei die warme Gemüsebrühe portionsweise hinzufügen. (Darauf achten, dass sich keine Klümpchen bilden.) Einmal leicht aufkochen lassen und auf kleine Flamme runterschalten. Nun die saure Sahne und Bärlauch dazugeben. Nochmals kurz aufkochen, vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab nach Wusch pürieren. Zum Schluß noch mit Salz abschmecken.

Dieses Wochenende gibt es noch einmal eine Flädlesuppe, der Bärlauch blüht bereits. 🙂

Info-Ecke:
Wer noch mehr über den Bärlauch wissen möchte, kann sich hier durch unsere Bärlauch-Geschichten schmökern.

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