Restaurant, Steakhouse, Bar?

Zuerst kam der Gedanke ‚Da muß man nicht unbedingt hin. Ein Steakhouse ist sicher nur auf Fleisch ausgelegt.

Irgendwann hieß es dann im Woodfire kann man richtig gut essen und es gäbe auch vegetarische Burger – nur eine Reservierung wäre sicherer, weil das Restaurant immer sehr voll ist.

Gesagt, reserviert (nach einem ersten Probeschnuppern).
Und es stimmt – auch am Donnerstag war es ordentlich voll. Es brummte. „Restaurant, Steakhouse, Bar?“ weiterlesen

Der Biergarten unseres Vertrauens

Zu heiß zum Kochen, weil man ruckzuck satt ist.
Zu heiß zum Lesen, weil bei der Hitze die Buchstaben vor den Augen zerfließen.

Was bleibt da noch übrig?
Wir haben uns für eine persönliche Suche entschieden nach dem optimalen Biergarten. Und nachdem wir jetzt schon 4 bis 5 mal im gleichen Garten waren, hat sich die Suche auch gelohnt.

Dort zu sein macht Laune, direkt am Wald, das Bier ist akzeptabel (leider kein Dachsenfranz 😉 ) und mit dem Essen sind wir außerordentlich zufrieden. Keine Fertigprodukte, sondern tatsächlich selber gekochtes Essen. Mit ausreichend vegetarischen Alternativen, die sich sehen lassen. Man könnte auch sagen, riechen lassen. Ich jedenfalls muss mich jedesmal schwer beherrschen, nicht doch etwas zu essen. Selbst wenn ich im Grunde pappsatt bin.

 photo museum20sinsheim20909_zpsg4mvm9ep.jpgIch kann versichern, der Kartoffelsalat ist selbstgemacht und hält jeder Kritik stand. 😉

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Wochenendgedanken

Warum (dieses Mal) von der Wochenendlektüre zu den Wochenendgedanken?
Die Antwort ist leicht – es wird relativ wenig über Gelesenes geschrieben. Die Liebe zum Buch ist nicht weniger geworden, aber eben nicht die Einzige.

Dazu kommt der Sommer. Zum lesen ist es viel zu heiß. Kaum ein Buch wurde bisher wirklich zu Ende gelesen und was Zeitungen oder Netz angeht, tritt nach zwei halbwegs anspruchsvollen Artikel schon ein gewisser Ermüdungseffekt ein.

Weiterhin wird viel unternommen, vieles wurde entdeckt. Eine spannende Zeit, die auch einiges an Überraschungen mit sich gebracht hat. Durch einen Blog bekommt man eben auch ein ganz anderes Blick auf viele Details, die vorher nicht so sehr in’s Auge fielen. Es wurden auch einige Gespräche geführt, die so im Gedächtnis geblieben sind. Beispielsweise der Besucher aus Österreich, der extra für die Besichtigung der Tupolev in’s Sinsheimer Museum gekommen ist. Oder das Feedback aus verschiedensten Ecken zum Thema Plastikvermeidung, dass von viel mehr Leuten zumindest angedacht wird, als man vermuten möchte. Wie hoch da wohl die unbekannte Dunkelziffer ist. „Wochenendgedanken“ weiterlesen

Streetfood-Festival

Gibt es normalerweise nur in Großstädten und weitab der hier angesiedelten Pampa. Bis jetzt zumindest. Heilbronn versucht sich im Anschluß an die große weite Welt und richtet sein erstes eigenes Festival aus. Auf der eigenen Seite bin ich begeistert, weil ich so ein Event schon lange mal besuchen wollte. Aber dafür bis nach Berlin o.ä. zu tingeln war mir doch etwas zu weit. Ganz speziell bei der aktuell brütenden Hitze.

Andererseits macht sich doch eine gewissen Skepsis breit. Im Idealfall gibt es nach meiner Vorstellung Gabeln aus Holz, Bambus oder ähnlichem leicht recycelbaren Material. Mit Schalen aus Brot (Optimum), Holz oder ganz klassisch Papier. Ob die einzelnen Teilnehmer das hinbekommen werden? Die innere Horrorvorstellung ist superleckeres Essen und dann eine Plastikschale. Leider schon zu oft gesehen und gerade hier hinkt die Entwicklung stellenweise ziemlich hinterher. „Streetfood-Festival“ weiterlesen

Besen Besen, seids gewesen

Der Herbst ist eine wahnsinnige Zeit. So viel geschieht, wird reif und lockt – und alles zur gleichen Zeit. Und in Kürze ist auch schon Samhain.

Gefühlt verbringe ich meine Zeit gerade im steten Wechsel zwischen Küche, Bücherregalen und im Besen.

Speziell auf die Beseneröffnung haben wir schon zwei Wochen vor Beginn hingefiebert. Am 15.10. war es dann endlich so weit: Die heiligen Hinterhof-Hallen haben wieder ihre Tore eröffnet.

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Noch am gleichen Tag saßen wir (endlich wieder!) bei strahlendstem Sonnenwetter auf den Holzbänken vor einem langen Campingtisch und frönten den Genüssen von Rotling und Kesselbrühe.
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Kürbis-Risotto

Beileibe nicht selber gemacht. Aber ihr könnt mir glauben, man schmeckt es nicht. Im Gegenteil war das Risotto so unerreicht gut, daß ich mich beinahe nicht überreden konnte aufzuhören. 😉

Gefunden habe ich diese Perle dank einer Kollegin, die mein Klagen, daß man mittags kaum wirklich gutes Essen findet, daß nicht restlos überteuert ist oder in die ungeliebte Sparte Fastfood fehlt. Von ihr kam dann der Tip, in’s Reformhaus zu gehen. Zuerst war die Begeisterung dafür auch eher verhalten. Reformhäuser gibt es ja genügend und die wenigsten haben mich wirklich überzeugt.

Aber dieses Risotto hat mich gnadenlos geködert.

Warum ich mein Loblied hier unter’s Volk bringe: Weil es mich freut, daß es auch noch diese kleinen Läden gibt, bei denen es Essen gibt, daß mit Selbstgekochtem konkurrieren kann und auch sonst einen guten Service zu bieten hat.
Als nächstes hole ich mir die Kundenkarte. 😉

Es geht auch ohne Sterne

Da gibt es kleine, aber feine Unterschiede. Die so fein sind, dass sie kaum bemerkt werden. Aber doch den entscheidenden Ausschlag geben, ob man sich wohlfühlt und wiederkommen möchte. So geschehen bei einem Überraschungsfund, der nun schon einige Tage zurückliegt und mir trotzdem immer noch ein verträumtes Lächeln auf die Lippen zaubert. 😉 Und dazu noch gut und regional.

Dies alles vereint sich in einer kleinen Lauffener Weinstube, die es als Gasthaus schon seit 1715 gibt. Erbaut wurde das historische Gebäude Mitte des 16. Jahrhunderts, mehr ergab leider auch eine ausführlichere Internetrecherche nicht.

Um es kurz zu machen, ich war von der Pfifferlingssuppe restlos begeistert. So begeistert, dass ich trotz Kopfschüttelns meines Gegenüber die Kamera aktiviert habe.

Und mir danach noch ein Vanille-Eis mit Steirischem Kürbiskernöl gegönnt habe.

Das einzige Manko für mich war, dass es kaum vegetarische Gerichte gab. Und dass wir zu spät bemerkt haben, dass es noch eine wunderschöne Sonnenterasse gibt. Was aber nur ein guter Grund ist, noch einmal hinzugehen.

Soviel dann zu meiner ’sicheren‘ Überzeugung, nie, niemals und unter gar keinen Umständen Essen zu fotografieren oder gar Restaurants Weinstuben zu besprechen. 😉