Warum nicht gleich so

Ich singe hier ein Loblied über unseren Metzger. Ja, wir haben einen Metzger. Genau genommen sogar zwei, wie sich der Einkaufsliste entnehmen lässt.

Die (meistens) stille Eminenz im Hintergrund ißt Fleisch und zwar leidenschaftlich. Weil ich die Qualität dort kenne, kann ich es auch gut nachvollziehen. Schwer, der Versuchung zu widerstehen. Und was die Saucen angeht – unwiderstehlich. Man will sich reinlegen und genüßlich marinieren lassen. 😉

Beim Fleisch ist es genauso wie bei Brot, Gemüse, Fisch … der Händler des Vertrauens will gesucht werden. Und die Suche lohnt sich. „Ich würde auch  nur verkaufen, was ich selber essen würde.“ Sätze, die (mich) glücklich machen. So und nur so will ich es haben.
Im Idealfall dann noch eigene Box, Brottüte o.ä. mitbringen. Für gutes Rindfleisch, dass beim Anbraten nicht um 30 % Wasseranteil zusammenfällt. Für Brötchen, die auch am nächsten Tag noch gut schmecken und das Licht der Welt nicht in einer Fabrikhalle irgendwo im Osten erblickt haben. Beim Fisch müsste ich mich noch genauer reinarbeiten – bis ein solches Vertrauensverhältnis entsteht, wie es Arthurs Tochter zum Fischhändler ihres Vertrauens hat (die übrigens auch die Inspiration für diesen Artikel geliefert hat). „Warum nicht gleich so“ weiterlesen

Ausgetrickst

Beim Aussortieren kommt vor alllem eines zum Vorschein: Notizen in Massen. Vorrangig Rezepte, die irgendwann einmal gekocht werden wollen oder bereits gekocht und für gut befunden worden. Berge oder Ordner voll mit Rezepten, mit Bildern und damit sie leserlich bleiben, in Klarsichthüllen.

Überhaupt sind Klarsichthüllen eine echte Herausforderung. Die Kunststoff-Variante (aus PVC oder PP) beim Zeitschriften-Handel um die Ecke kommt auf 7,95 / 100 Stück. Die alternative Papiervariante aus Pergamin kommt im Vergleich dazu mit 15,41 pro 100 Stück daher.
Da kann man schonmal in Schnappatmung verfallen.

Aber im Versuch, nachhaltiger einzukaufen gewöhnt man sich auch an diesen Preis. Und schließlich – es ist ja immerhin eine einmalige Anschaffung. Solche Prospekthüllen halten doch einige Jährchen, wenn sie nicht mit Gewalt zerstört werden. „Ausgetrickst“ weiterlesen

Wird das gleich gegessen?

Eine einfache Frage mit ‚Ja‘ beantwortet und schon wird der Fleischkäsweck auf Papierserviette über die Theke geschoben. Da werden Erinnerungen wach und ich frage mich, warum ich nicht schon viel früher in den kleinen Wurstladen gegangen bin. Die Verkäuferinnen hinter der Theke kennen ihre Kundschaft beim Namen, zumindest die einheimische. 😉 Die Brötchen sind lecker und wenn ich will, werden mir meine Favoriten auch zurückgelegt. Anruf genügt. Und wenn ich Käse oder Wurst will, kann ich eigene Boxen mitbringen. Womit ich mich übrigens in bester Gesellschaft befinde.

Wenn mir jetzt noch einer sagt, warum ich nicht schon viel früher in dem Laden war? Dann hätte ich den Genuß schon viel früher entdeckt. Und ein ganz kleines bischen kommen Erinnerungen hoch, das schonmal erlebt zu haben. 😉

Fazit: Na also, geht doch.

Schweine für die Tonne

Bevor ein Beitrag auf die Menschheit losgelassen wird, lasse ich ihn noch ein paar Tage ruhen zur Nachreifung und zum nochmal Drüberlesen. Dann können Form- und Schreibfehler und was sich sonst noch an Wortwiederholungen eingeschlichen hat, ausgemerzt werden. Und auch auf wenigstens halbwegs objektive Berichterstattung geachtet werden. Mit letzterer wird es dieses Mal nicht weit her sein, fürchte ich. Die Sendung ist jetzt schon wieder einige Tage her und mir geht immer noch das sprichwörtliche ‚Messer in der Tasch‘ auf.‘

Massentierhaltung ist schon lange kein neues Wort mehr. Ebensowenig die Bilder, die sich damit verbinden. Tiere auf engstem Raum, mit Geschwüren, offenen Wunden und im schlimmsten Fall toten Tieren.
Schweinen werden die Schwänze kupiert, damit sie sich diese auf dem engsten Raum nicht gegenseitig abbeißen. Aus ähnlichen Grund wird auch bei Legehennen in Massentierhaltung der Schnabel abgezwickt, die sich andernfalls gegenseitig die Federn ausrupfen – ebenfalls eine ziemliche Tortur, da dort eine Vielzahl der Nerven und Blutbahnen zusammenlaufen.
Masthühner werden übrigens nur zwischen 30 bis 37 Tage alt.

Tieren in den beengten Räumen – von Lebensräumen kann hier kaum gesprochen werden – fehlt jede Möglichkeit der Beschäftigung oder Rückzugsmöglichkeit. Dazu kommt die ständige Reizüberflutung durch den Lärm und die Vielzahl der Gerüche. Nun muss man sich nur vorstellen, wie man selber bei überhöhtem Streß und ohne Rückzugsmöglichkeit reagiert – dann versteht man sehr gut, warum diese unliebsame Maßnahme in der Massentierhaltung vorgenommen wird.

Sehr anschauliche Bilder dazu finden sich bei Miesi (hier, hier und hier), die sich einige Hühnner über rettet das Huhn in’s Haus geholt hat.

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Frühstücksgedanken

Frühstücken sieht meistens so aus, dass einer Brötchen besorgt, einer deckt den Tisch. Ein bischen sieht es aus wie vor gefühlten 100 Jahren. Eine (inzwischen reparierte) Butterdose, Zuckerdose, Milchkännchen, Kaffeekanne, Salzstreuer, Eierbecher. Und natürlich das Geschirr. 😉

Dazu gibt es je nach Gusto Marmeladen, Gelees, Wurst, seltener Käse, Eier und Honig.
Und bis auf den Honig ist inzwischen auch alles ohne Plastik.

Der Honig sollte ein klassisches Umzugsopfer werden.
Ein Kühlschrank wurde ausgeräumt, bevor er abgebaut wird. Was macht man nun mit den ganzen Lebensmitteln, die sich natürlich angesammelt haben. Die einfachste Lösung war in dem Fall – wir schmeißen sie weg.

Einwandfreie Lebensmittel – teilweise mit einem Mindest-Haltbarkeitsdatum bis zum Jahr 2016. Ich war es müde, gegen Windmühlen zu reden – also habe ich gesagt, ich nehme alles mit. Und bin wie ein Packesel beladen durch die Straßen gelaufen.

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Welcher Bäcker soll es sein?

Morgens… naja eigentlich mehr mitten in der Nacht. Es ist noch alles zappenduster und die wenigen Frühaufsteher machen auch nicht unbedingt den wachesten Eindruck.
Mir geht es da nicht anders. Mit verschlafenen Augen beobachte ich wie der Bäcker meiner Wahl heranfährt und sich erst einmal daran macht, seine Zelte aufzuschlagen.

Die schlaftrunkene Eigenfrage ob es sich das Warten wohl lohnt, wird vom Gehirn mit einem angemessen verspäteten Nein beantwortet. Ebenso die Frage, ob ich nicht zu einem der hiesigen Filialbäcker gehen will. Nein, will ich nicht.
Mein Bäcker backt besser, hat die bessere Qualität, verzichtet auf die Teiglinge und über den besseren Geschmack müssen wir erst gar nicht reden.

Versteht sich also von selber, dass ich noch einmal hingehen werde, wenn der Aufbau fertig ist.
Auch wenn das erste Frühstück dann nur aus einem Glas Wasser besteht.

Der Trend geht zum Zweitblog

Es stimmt wohl wirklich.
Wenn einmal angefangen wurde mit dem Schreiben, kann man nicht mehr aufhören.
Dabei habe ich schon den – sträflich vernachlässigten – Blog über das Mittelalter. Und jetzt auch noch einen Blog über Kauffragen, die sich so aufdrängen, wenn man sich so durch die diversen Artikel zu Nachhaltigkeit, Plastikmüll und Blogs wie z.B. Ein Jahr ohne Kleiderkauf durchliest.

Eigentlich sollte mir der Blog nur als Gedächtnisstütze dienen 😉 Damit es wenigstens halbwegs übersichtlich bleibt, als extra ‚Notizbuch‘.
Aber warum soll sonst niemand etwas davon haben. Deswegen gibt es jetzt offiziell die Kauffragen.

Noch ein paar Worte zu den Alternativen

Vor knapp einem Monat habe ich einige Worte zu den Amazon-Alternativen aufgeschrieben. Es war nichts Großes. Eben die Gedanken, die mir dazu gekommen sind.

Dafür hat Sabrina vom Niemblog kürzlich eine ausführlichere Recherche gestartet und durchleuchtet die Hintergründe genauer. Dazu noch einige interessante Links und auch lesenswerte Kommentare.

Wochenende, Kräuter und Tomaten

Ein neuer großer Garten hat sich in mein Umfeld geschlichen und hat rausgefunden, daß ich eine rechte Kräuterhexe bin. Also bekomme öfter Setzlinge (super auch wenn mir leider langsam der Platz ausgeht) und Unmassen an Kräutern, weil auch dort langsam der Platz ausgeht. Was weniger super ist, da ich diese Massen natürlich auch nicht mal eben so verarbeiten kann. Dieses Mal waren es Salbeifluten, die über mich hereingebrochen sind. 😉 Im Kühlschrank stand gehackter Salbei für Butter oder zum Trocknen, je nachdem, im Wohnzimmer steht eine Dose Salbeibonbons (ca 1.6 kg und Pläne, wie diese noch verfeinert werden können), eine Ansatzflasche für Salbeiwein und unter dem Dach trocknet der Rest für Tee.

Daneben habe ich angefangen, die alljährlichen Tomaten zu trocknen.
Eine Fuhre ist mir leider verkohlt. Vermutlich waren die Tomaten zu klein und wären mit weniger Hitze auch zufrieden gewesen. :/ Dafür habe ich dieses Mal Tomatenmark eingekocht und damit schon die Vorratshaltung für die kalte Zeit begonnen. Praktischerweise gibt es einen Gemüsegärtner direkt vor Ort, der zu Saisonzeiten Gemüse/Obst auch mal superbillig hergibt – nicht erste Wahl, aber wer braucht das schon. Alles in allem ist es zwar sehr zeitaufwändig, aber trotzdem bin ich jeden Winter wieder froh um die aromatischen Sommerfrüchte.

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Kürbis-Risotto

Beileibe nicht selber gemacht. Aber ihr könnt mir glauben, man schmeckt es nicht. Im Gegenteil war das Risotto so unerreicht gut, daß ich mich beinahe nicht überreden konnte aufzuhören. 😉

Gefunden habe ich diese Perle dank einer Kollegin, die mein Klagen, daß man mittags kaum wirklich gutes Essen findet, daß nicht restlos überteuert ist oder in die ungeliebte Sparte Fastfood fehlt. Von ihr kam dann der Tip, in’s Reformhaus zu gehen. Zuerst war die Begeisterung dafür auch eher verhalten. Reformhäuser gibt es ja genügend und die wenigsten haben mich wirklich überzeugt.

Aber dieses Risotto hat mich gnadenlos geködert.

Warum ich mein Loblied hier unter’s Volk bringe: Weil es mich freut, daß es auch noch diese kleinen Läden gibt, bei denen es Essen gibt, daß mit Selbstgekochtem konkurrieren kann und auch sonst einen guten Service zu bieten hat.
Als nächstes hole ich mir die Kundenkarte. 😉