Zeit statt Zeug

Yule / Weihnachten naht und damit auch unweigerlich die Frage, was soll geschenkt werden? Auf keinen Fall nur irgendein Gruscht, der dann ungenutzt in irgendeinem Winkel vergammelt.

Das will jetzt nicht heißen, daß gar nichts mehr geschenkt/gekauft wird (man beachte die Reihenfolge) aber sehr viel handverlesener. Wie immer – Bücher sind die eine große Ausnahme, aber auch hier wird inzwischen genauer gesiebt. So schade es ist, die Massen an Neuerscheinungen sind weit über jede faßbare Grenze hinaus.

Also schenken, ja, gerne, wenn es wirklich Freude macht, genutzt wird und nicht nur ein Verlegensheitskauf ist, weil ’sich das eben so gehört‘. „Zeit statt Zeug“ weiterlesen

Analog Mid-Way #2

Nachdem Rabin in der letzten Woche ihre ersten Eindrücke zum analogen Experiment aufgeschrieben hat, bin ich heute an der Reihe.

Es ist schon komisch, wenn man sich vornimmt einmal ohne Fernsehen oder Computer oder sogar ohne iPhone oder Handy einen Abend zu verbringen.

Ich hätte nie gedacht, daß einem solche Dinge so fehlen können.

Wir hatten uns viel vorgenommen. So zum Beispiel, daß wir nähen, schreiben, lesen oder einfach nur reden und diskutieren wollten.

Tja, aber wer kennt das nicht: Man kocht oder bügelt, bastelt oder chillt einfach – und Fernseher oder Radio laufen zur Unterhaltung. Stille im Haus oder in der Wohnung sind wir eigentlich nicht mehr gewohnt.

Obwohl wir oft die Stille / Ruhe suchen und sie genießen (brauchen), ist diese nicht willkürlich von uns gewollt oder geschaffen.

Natürlich ist arbeiten mit Geräuschkulisse eigentlich schon die Normalität und damit zur Gewohnheit geworden. Die Konzentration leidet natürlich darunter und man nimmt das in Kauf – leider! „Analog Mid-Way #2“ weiterlesen

Analog Mid-Way #1

Der erste Tag ohne PC und ohne TV (war vor einer Woche). Die sprechenden Kästen bleiben aus. Und die Stille ist – ungewöhnlich. Sonst läuft immer irgendetwas und füllt den Raum mit Lärm. Und es juckt ordentlich in den Fingern, doch wenigstens den TV einzuschalten. Man kann ja immer noch nebenher etwas arbeiten.

Das Erstaunliche daran ist, dass Stille im Freien ganz anders empfunden wird. Selbst, wenn weit und breit kein Vogel oder sonst irgendwelche Geräusche zu vernehmen sind. Besonders intensiv ist dieses Empfinden morgens nach einem nächtlichen Regen.

Ein kompletter Gegensatz zu der beinah unangenehmen Stille im geschlossenen Bereich. Die sonst übliche Geräuschkulisse fällt auf und fehlt auch.

Wo also ist der Unterschied? „Analog Mid-Way #1“ weiterlesen

Eine richtig authentische Meinung

Ulrike vom Bambooblog hat vor kurzem für eine Blogparade eine Frage gestellt, über die man sich herrlich die Köpfe heißreden kann: Authentizität auf Reisen: Was ist das eigentlich?

Ein spannendes Thema, wir waren sofort geködert, haben hitzige Debatten geführt, uns gegenseitig die Meinungen um die Ohren geschlagen und präsentieren nun voller Stolz das (momentane) Ergebnis:

Die Ursprünge für Authentizität finden sich im Griechischen (αὐθεντικός authentikós = echt) sowie im Spätlateinischen (authenticus = verbürgt, zuverlässig).

Was im Urlaub als wirklich ‚echt‘ (sprich authentisch) wahrgenommen wird, ist vor allem eine philosophische Frage.

Echt ist, was als echt empfunden wird und den Erwartungshaltungen entspricht. Das beste Beispiel dürften wohl die potjomkinschen Dörfer sein.

Was als authentisch wahrgenommen wird, ist oft subjektives und von Nutznießern forciertes Empfinden.

Die klassische Erwartungshaltung bei Reisen leitet sich aus Büchern, Erzählungen und Bildern ab. Was letztendlich diesen Bildern entspricht, wird als authentisch empfunden.

Authentische Südsee.
Wir erwarten weiße endlose Strände und blaues kristallklares Wasser. „Eine richtig authentische Meinung“ weiterlesen

Nur ein ganz kleines bischen stolz ;)

Vor einigen Wochen flatterte die Anfrage von Tintenhexe in’s Haus, ob wir uns an einem buchigen Adventskalender beteiligen wollen. Was für eine Frage. Natürlich wollten wir und wir sind auch nur ein ganz klein wenig geplatzt vor Stolz. Unser erstes Interview, es wurden viele Vorschauen auf 2016 durchblättert und heute ist das Ergebnis zu sehen.

Viel Spaß beim Lesen, auf mich wartet die Versuchsküche.

Wer sich über das Interview hier umsieht – herzlich willkommen und viel Spaß beim Stöbern. 🙂

Julkalender

Liathano schreibt über`s Loslassen und einen Adventskalender in die andere Richtung.

Eine gute Möglichkeit dazu wäre ein Advents-/Julkalender mit 24 Säckchen zum Loslassen.

Jeden Tag gibt man einen Gegenstand in eines der Säckchen (oder in eine kleine Truhe) und schreibt auf einen Zettel, was man damit weggibt oder warum. Was man damit verbindet.

Dann zum 24. – zur Hoch-Zeit der Rauhnächte – können die Säckchen geöffnet werden und man kann sehen und sich darüber freuen, was alles losgelassen wurde.

Die Zettel können verbrannt und die Gegenstände verschenkt werden.

Mit dem Verbrennen lösen sich auch evtl. anhaftende Energien auf.

Kreatives Ausmisten

Viel lesen bringt fast zwangsläufig viele Bücher mit sich.
Ebenso wie das Interesse für Kräuter, Gewürze, Kochen und altes Wissen für massenhaft Notizmaterial sorgt. Selbst wenn sich das Meiste in groben Zügen im Kopf behalten lässt – eine schriftliche Gedächtnisstütze hat einige Vorteile.

Der Mensch ist Jäger und Sammler – von Natur her. Sprich fast immer sammeln sich klammheimlich alle möglichen Sachen im Haus und lagern im Verborgenen – und sehr viele sind schon lange vergessen.

Also weg damit. Nur wie packt man das am Besten an?

Ich würde zu der Dreistapeltechnik raten: „Kreatives Ausmisten“ weiterlesen

Weniger ist mehr

Wenn einfach so ein Handy in die Hand gedrückt wird, guckt man schon leicht überrascht. Andernfalls wäre es in den Müll gewandert.

Überhaupt werden viele Elektrogeräte noch voll funktionsfähig weggeschmissen. Wir leben definitiv in einer Wohlstandsgesellschaft. Man muß sich nur einmal bewußt auf Recyclinghöfen oder Flohmärkten umsehen. Oder an Straßenrändern, wenn (angeblicher) Sperrmüll abgeholt wird.

Einmal klar überlegt: Was braucht man wirklich first hand. „Weniger ist mehr“ weiterlesen

In eigener Sache

Bringen wir es auf den Punkt: Die Zaunreiterin hat sich in eine völlig andere Richtung entwickelt, als von uns ursprünglich vorgesehen war:

  1.  Zum Thema Bücher gibt es 82 Beiträge
  2. Zur Nachhaltigkeit sind es exakt 50 Beiträge.
  3.  Essen und Kochen ist mit geschätzten 50 Beiträgen dabei.

Beiträge zu den Kreisfesten dümpeln dagegen mit gerade mal vier Artikeln traurig vor sich hin.  Von ähnlich spirituell angehauchten Themen ganz zu schweigen.

Also versuchen wir uns an einem Neuanfang zu gerade diesen Themen mit einem neuen Blog, der nun vorrangig diesen Themenschwerpunkte zum Inhalt haben wird.

Über jeden Leser, der unser neugeborenes Baby mit aus der Taufe heben möchte, freuen wir uns natürlich sehr – auch über Anregungen:

 

Hier geht’s lang! 😉 -> Rabengedanken

Weniger ist mehr

Welterschöpfungstag. Der war gestern.
Und mal ehrlich – das ist kein schönes Wort.
Die Welt ist erschöpft für die Dauer dieses Jahres. Alles was zu holen war ohne Raubbau zu betreiben, ist geholt. Global gesehen. Ab jetzt wird auf Schulden gelebt.

Verhindern lässt sich das wohl kaum. Aber vielleicht ja irgendwie minimieren. Wenigstens auf persönlicher Basis.

Überfluß gibt es wirklich genug. Nur – wann macht man sich das wirklich bewußt?
Im letzten Jahr habe ich so viele Bücher wie möglich gelesen. Neue Genre’s, neue Autoren, Debütautoren. Was mir in die Finger gefallen ist, wurde gelesen. Und leider waren viel zu oft Reinfälle dabei.Bücher, die mir nicht gefallen haben und sei es nur in Kleinigkeiten. Da sind sie jetzt trotzdem. Zusammen mit dem Gedanken, wohin damit?
„Weniger ist mehr“ weiterlesen