Erste Schritte Richtung Yul

So ganz langsam gibt es die ersten Schritte in Richtung Yul (Weihnachten). Endlich früh genug, daß die Vorbereitungen in Ruhe ablaufen können. Mehr als das oft übliche Geschenke zusammenkaufen, Kekse backen, kochen und noch schnell den Baum aufstellen.

Was ich mir vorstelle, ist eine energetische Hausreinigung, die Fenster putzen (ok hier wird wohl der Fuß im Weg stehen, aber mal sehen), Gebäcke vorbereiten und die Rauhnächte ausgiebig genießen.

Für den Anfang habe ich eine erste eigene Gewürzmischung zusammengestellt. Nichts Großes, nur ein Spekulatiusgewürz. Es lies sich einfach nichts finden, daß nicht in Plastik war. Und ein Blick auf die Rückseite hat gezeigt: Die Zutaten liegen alle im heimischen Gewürzschrank. Also Mahlmaschine rausgeholt und selber was kreiert. Und ihr könnt mir glauben, es riecht unverschämt lecker. 🙂 „Erste Schritte Richtung Yul“ weiterlesen

Kräutersalz

So wie es aussieht, entwickelt sich hier gerade eine kleine Reihe um die Haltbarmachung von Kräutern. Neben der klassischen Methode vom Trocknen gibt es ja noch einige andere Möglichkeiten. Letztens habe ich über meinen ersten Ansatz für ein Gewürzöl berichtet.

Nachdem immer noch Rosmarin im Kühlschrank lag und der erste Salbei in`s Haus kam, fiel die nächste Entscheidung auf ein Kräutersalz. Einsalzen ist auch eine sehr gute und relativ einfache Methode, etwas haltbar zu machen. Und gerade bei Kräutern dazu noch eine sehr leckere.

Via Pinterest sind wir bei Chili und Ciabatta auf eine interessante Variante gestoßen: Ein Rosmarin-Salbei-Knoblauch-Salz. Ungewöhnlich genug, dass es unsere Neugierde weckte. Und genau passend für die hier liegenden Kräuter.
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Rosmarin etwas anders

Neben den Früchten haben auch Kräuter gerade Hochzeit. Alles blüht und trägt Früchte ohne Ende. Mehr, als man so auf die Schnelle verbrauchen kann. Eine wirklich reiche Zeit. Es macht Spaß, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Letztes Jahr um diese Zeit wurden die meisten Kräuter getrocknet und zum Kochen verwendet. Aber Rosmarin ist extrem ergiebig und zwischenzeitlich hat auch ein kleines Rosmarinbäumchen hier Einzug gehalten. An den duftenden Nadeln herrscht also kein Mangel. Warum also nicht endlich mal ein Kräuteröl ansetzen? In den Fingern juckt es mich schon lange.

Der ursprüngliche Plan war, einfach Rosmarin und ein gutes Olivenöl zu nehmen. Reifen lassen und sehen, wie es sich entwickelt. Wer hier schon eine Weile mitliest, ahnt es schon: Es kam natürlich anders. Soviele verschiedene Varianten von Gewürzölen, dass die Wahl schwerfiel. Der erste Versuch endete in einer Knoblauch-Rosmarin-Gewürzmischung. Und ich bin ehrlich gespannt, was sich daraus entwickeln wird. Damit betrete ich ein komplett neues Terrain. „Rosmarin etwas anders“ weiterlesen

Bärlauch-Geschichten Teil IV

Wie angekündigt, Bärlauch als Nutz-, Heil- und Genußpflanze.

Neben seinen kulinarischen Eigenschaften ist der Bärlauch für seine Eigenschaften als Heilpflanze zu achten. Zwei Spruchweisheiten lassen sich dazu nennen.

Iß Lauch im März, wilden Knoblauch (Bärlauch) im Mai,
dann haben die Ärzte das ganz Jahr über frei.
(Bauernregel)

Bärlauch essen ist unter 40 freiwillig, über 40 Pflicht.

Zwiebeln, Blätter, Blüten und sogar die Stiele sind essbar. Geerntet werden können die Blätter meistens von März bis Mai. Ob der Bärlauchgeruch mit der Blüte strenger oder milder wird, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Es gibt ebenfalls die Aussage, dass der Bärlauch bis zur Blüte besonders intensiv duftet, um schwächenden Insektenbefall und Eiablage zu vermeiden. Nachdem ich den intensiven Bärlauchgeruch ab Mai immer seltener wahrnehme, könnte das durchaus möglich sein. Dazu kommt, dass die Bärlauchblätter nach dem Beginn der Blüte einen bitteren Geschmack entwickeln sollen (ich selber habe mit der Blüte keinen Bärlauch mehr gesammelt).

Ist man sich der Herkunft des Bärlauchs sicher, können die Blütenknospen geerntet werden. In der Küche können die Blütenknospen als Kapernersatz eingelegt verwendet werden.

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Bärlauch-Geschichten Teil II

Der Bärlauch ist schon lange einer meiner persönlichen Lieblinge. Lange bevor er seine jetzige Bekanntschaft erreicht hatte und in jeder Ecke Rezepte für das frühe Kraut sprießten. Trotzdem hätte ich nicht erwartet, dass ich soviel zu erzählen finde. Eins führt zum Nächsten und die Arkanistin lacht sich einen Ast, wie ich hier aus dem Schreiben nicht rauskomme. Eure Gelegenheit! Wenn es Fragen gibt oder ich zu etwas Bestimmtem schreiben soll – zum Thema Bärlauch oder einem anderen Kraut – immer raus mit der Sprache. 😉

Damit genug der Vorrede und auf geht’s zum 2. Teil der Bärlauch-Geschichten:

Bärlauch
Quelle: Flickr, rosmary

Neben den Verordnungen ‚gekrönter Häupter‘ gibt es auch viele historische Dokumente, die sich mit dem Bärlauch befassen:

Der Arzt und Kräuterkundige Hieronymus Bock (1498 – 1554) erwähnt in seinem Kräuterbuch den Bärlauch, hier als ‚Waldknoblauch‘ bezeichnet.

„Solcher walt Knoblauch ist vberauß inn seiner gantzen substantz eins vbelen starcken geruchs vnd bösen geschmacks. Das rindt vihe/ wa es in der weyde (in der ersten ehe das andere kreütter wachsen) das wild Knoblauch kraut versucht/ so schmackt vn reücht die milch/ die käß/ vnd der butteren so starck nach dem Knoblauch/ das niemands die selbige (er hab es dann wol gewonet) versuchen oder niessen mag. Solches hab ich selbers erfaren vnd mit andern wargenomen. (…) Diser walt oder schlangen Knoblauch stinckt vbeler dann der zam/ mag vileicht inn der artznei/ gifft zuvertreiben krefftiger sein/ dann der zam. „Bärlauch-Geschichten Teil II“ weiterlesen

Bärlauch-Geschichten

Ein wenig lustig ist es schon: Alles redet über den Bärlauch und Rezepte kommen in Massen auf. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da wußte noch kaum jemand etwas über den ‚wilden Knoblauch‘ – geschweige denn über sein wundervolles Aroma. Langsam dann hat auch die Marktwirtschaft die Pflanze entdeckt und es kamen so neckische Sachen auf wie eine kleine Handvoll Bärlauchblätter in Plastik gekleidet für mind. 3 Euro. Kopfschütteln gratis inklusive.

Keine Frage, dass Bärlauch auch selber zu sammeln geht oder auch im Garten gepflanzt werden kann.

Bärlauch
Quelle: Flickr, rosmary

Iß Lauch im März, wilden Knoblauch (Bärlauch) im Mai,
dann haben die Ärzte das ganz Jahr über frei.
(Bauernregel)

Der Bärlauch ist unter erstaunlich vielen Namen bekannt und war vor seiner ‚Ruhepause als Nutzpflanze‘ schon bei den Germanen und Kelten bekannt.

Waldlauch/wilder Lauch, Rämschelen, Teufelsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, wilder Knoblauch/Waldknoblauch, Latschenknofel, Ränsel, Rams, Hexenknofel, Judenzwiebel, Wurmlauch, Knoblauchrauke, Waldherre, Ramsel, Ramschel.

Einige der Namen lassen vermuten, dass der Bärlauch nicht immer in gutem Ruf stand oder möglicherweise auch in Mißkredit gebracht werden sollte.

Ramser oder Rämsch, der volkstümlich gebräuchliche Name für den Bärlauch leitet sich vom germanischen Wort ‚hramusan‘ bzw. dem althochdeutschen ‚ramsada‘ ab. Dabei handelt es sich um Bezeichnungen für Zwiebel- bzw. Lauchgewächse.

Der lateinische Name Allium ursinum bedeutet ‚für Bären geeigneter Knoblauch‘. „Bärlauch-Geschichten“ weiterlesen

Die Zucchini-Frage

Zucchini schmecken dann am Besten, wenn sie jung sind. Klein und aromatischer sind sie dann. So jedenfalls habe ich es von mehreren Seiten gehört und glaube es auch gerne. Nur hören diese Früchtchen ja nicht einfach auf zu wachsen, wenn sie die von Menschen erwünschte Größe erreicht haben. Im Gegenteil – sie wachsen und wachsen und wachsen.

Und irgendwann hat man dann drei Zucchinikeulen in der Küche legen und überlegt, was tun mit diesen Massen an Gemüse. Warten bis sie reif sind für den Biomüll ist nicht wirklich eine tragbare Variante. Außerdem bin ich neugierig geworden. Zucchini sind ein Kürbisgewächs, allein das hat mich schon ziemlich überrascht. Und sie schmecken gar nicht so übel. Also will ich die Riesenfrüchte behalten und sehen, was ich daraus machen kann.

Aber erstmal müssen sie haltbar gemacht werden.

Mit dem Plan habe ich mich durch das Netz gesucht und bin fündig geworden beim Experiment Selbstversorgung mit einem Rezept für Zucchini-Matjes. Zugegeben, der Name klingt etwas seltsam. Aber die Herstellung hat sich schön einfach angelesen und ist damit genau richtig für die Herbst-/Winterzeit, in der ich nie so richtig weiß, wo ich zuerst hinlangen soll.
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Möhrengrün und Tomaten

Wie ewig lange ist es schon her, daß im Supermarkt einmal Möhren mit Möhrengrün zu finden waren. Lose ohne Plastik.

Fast schon ein Jahrhundertereignis. 😉
Kein großes, aber immerhin doch ein Lichtblick. Zusammen mit der Kleinigkeit, daß wir an der Kasse nicht mehr erklären müssen, warum die Tomaten lose in der Leinentasche statt in der Plastiktüte liegen. Oder die obere Scheibe an der Wursttheke nicht mehr weggeschmissen wird. Trotz ‚Vorschrift‘.

Vielleicht finden sich ja noch Nachahmer. Hätte ich gar nichts dagegen. 🙂

Das Grün hängt jetzt übrigens zum Trocknen am Balkon und soll evtl. zu Gewürzsalz verarbeitet werden.
Die Mohrrüben sind nebst Lauchzwiebeln für das Shermin’s Kochevent gedacht.

In der Hoffnung, daß ich mein Vorhaben rechtzeitig in die Tat umsetzen kann. Das Netz will zur Zeit nicht ganz so wie ich.
Also Daumen drücken bitte. 🙂

Wie Früchtebrot den Kaffee verändert

Die Zeit zwischen den Jahren wird für den Rückzug genutzt, für Treffen jenseits des weltweiten Webs (daß es immer noch gibt 😉 ), Auszeiten, kulinarische Experimente und Neuentdeckungen.

Wozu in diesem Jahr auch ein Früchtebrot gehörte, daß sich ganz frech in den genußvollen Kaffee drängte.

Es trug sich zu, daß die Gewürze für das Früchtebrot mit einer elektrischen Kaffeemühle statt wie sonst im Mörser zu feinstem Pulver verarbeitet wurden. Und just diesen Mixer wurden Tags darauf auch die Kaffeebohnen pulverisiert.

Das Ergebnis war ein wundervoll weiches, rundes Aroma mit einer feinen honigartigen Note, die sich ganz leise dazwischenschmuggelte. Von dem leicht bitteren Nachgeschmack des letzten Tages keine Spur mehr.

Alles nur durch eine kleinste Prise Sternanis, Nelke und Zimt. Mein Abschlußtip für dieses Jahr. 🙂

KaffeeQuelle: Photobucket, User Def_Ect

Ich habe übrigens noch meiner Neugierde nachgegeben:

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 2.000 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 3 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

600 Menschen aus 28 Ländern. 🙂 Da freut sich das Rabenherz und sagt Danke.

Euch allen also ein schöne Nacht, feiert, genießt die Nacht, bis zum Jänner – man liest sich wieder. 😉