Pfifferlinge und Kartoffeln

Der große Vorteil bei eingelegtem Obst/Gemüse… oder bei Pilzen ist der, daß es fast ewig hält und ein völlig unerwartetes Aroma entwickeln kann. Ein extra Schmankerl, daß die Suppe mit einem ungeplanten Hintergrundaroma krönt.

Unsere letztwöchige Entscheidung fiel auf eine Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen (wieder aus dem Sarah Wiener-Kochbuch).

Pfifferlinge in freier Wildbahn lassen sich in der Regel im August/September finden. Glücklicherweise haben wir noch in Öl eingelegte Pfifferlinge vorrätig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war also diesmal alles Notwendige im Haus. „Pfifferlinge und Kartoffeln“ weiterlesen

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Von der Suppe zur Sauce

Um ein Haar wäre die Suppe Nr. 4 unter den Tisch gefallen.

Sie lies sich ohne Zweifel essen. Nur der erhoffte Wunsch, sich gleich noch ein weiteres Schälchen zu holen, blieb aus. Für den optischen Eindruck – da schweigt des Sängers Höflichkeit.

Die Veltiner Weinsuppe von Sarah Wiener’s Kochbuch reizte uns beide ungemein. Der Wein schmeckt unvergleichlich gut und kann bei seiner Durchschlagskraft mit deutschen Weißweinen ohne Weiteres mithalten.

Und er erinnert an 2017er Tage in Österreich, die schön und viel zu schnell vorbei waren. Mit Besuch in Wien, Tagesausflügen in’s Nirgendwo mit leckerem Essen und Besuchen in Weinkellern.

„Von der Suppe zur Sauce“ weiterlesen

Suppenpläne

Pläne für das neue Jahr werden hier kaum gefaßt. In der Regel ergeben sich die Aktivitäten spontan. Irgendein Wort hüpft einen an und lässt einen nicht mehr los. Oder ein Bild, ein Gedanke… ein Gespräch.

Hier war es eine Mischung aus drei und vier – ein Gedanke und ein Gespräch. Und ein bischen Geschmack.

Um nicht lange um den heißen Brei herumzureden – wir saßen beim Frühstück und aus nicht mehr genau nachvollziehbaren Gründen kam das Thema auf Essen kochen und Suppen.

Obwohl wir beide Suppen sehr lieben und es hier eine ausführliche Sammlung an Rezepten/Kochbüchern gibt, landen diese doch viel zu selten auf dem Tisch. Dabei gibt es Unmengen an Variationsmöglichkeiten. Kalte Suppen, heiße Suppen, mit und ohne Einlage, süß, sauer, scharf, mild…
Die Aufzählung liese sich mit Sicherheit noch um Einiges erweitern. „Suppenpläne“ weiterlesen

Spanien vs. Germany

Zuerst einmal – es geht nicht um Fußball. Auch wenn es zeitlich gerade noch gut gepaßt hätte.

Worum es geht, sind Tomaten.
Und grüner Spargel.
Und Kartoffeln.

Und ein bischen auch um Arthurs Tochter, die mit ihrem Rezept zu Kabeljau mit grünem Spargel und confierten Tomaten meine Neugierde geweckt hat.

Als Erstes war abzuklären, was unter ‚confieren‘ zu verstehen ist:
Lt. Kochwiki gibt es hierzu verschiedene Bedeutungen. Einmal das Konservieren durch bestimmte Methoden wie das Einlegen von Fleisch in Fett, Gemüse in Essig, Früchte in Brandwein oder das Einkochen von Früchten mit Zucker.

So weit, so bekannt.
Was auch noch unter Confieren zu verstehen ist, ist das schonende Garen von Lebensmitteln in Öl. Die dann zum sofortigen Genuß gedacht sind. „Spanien vs. Germany“ weiterlesen

Warum nicht gleich so

Ich singe hier ein Loblied über unseren Metzger. Ja, wir haben einen Metzger. Genau genommen sogar zwei, wie sich der Einkaufsliste entnehmen lässt.

Die (meistens) stille Eminenz im Hintergrund ißt Fleisch und zwar leidenschaftlich. Weil ich die Qualität dort kenne, kann ich es auch gut nachvollziehen. Schwer, der Versuchung zu widerstehen. Und was die Saucen angeht – unwiderstehlich. Man will sich reinlegen und genüßlich marinieren lassen. 😉

Beim Fleisch ist es genauso wie bei Brot, Gemüse, Fisch … der Händler des Vertrauens will gesucht werden. Und die Suche lohnt sich. „Ich würde auch  nur verkaufen, was ich selber essen würde.“ Sätze, die (mich) glücklich machen. So und nur so will ich es haben.
Im Idealfall dann noch eigene Box, Brottüte o.ä. mitbringen. Für gutes Rindfleisch, dass beim Anbraten nicht um 30 % Wasseranteil zusammenfällt. Für Brötchen, die auch am nächsten Tag noch gut schmecken und das Licht der Welt nicht in einer Fabrikhalle irgendwo im Osten erblickt haben. Beim Fisch müsste ich mich noch genauer reinarbeiten – bis ein solches Vertrauensverhältnis entsteht, wie es Arthurs Tochter zum Fischhändler ihres Vertrauens hat (die übrigens auch die Inspiration für diesen Artikel geliefert hat). „Warum nicht gleich so“ weiterlesen

Ausgetrickst

Beim Aussortieren kommt vor alllem eines zum Vorschein: Notizen in Massen. Vorrangig Rezepte, die irgendwann einmal gekocht werden wollen oder bereits gekocht und für gut befunden worden. Berge oder Ordner voll mit Rezepten, mit Bildern und damit sie leserlich bleiben, in Klarsichthüllen.

Überhaupt sind Klarsichthüllen eine echte Herausforderung. Die Kunststoff-Variante (aus PVC oder PP) beim Zeitschriften-Handel um die Ecke kommt auf 7,95 / 100 Stück. Die alternative Papiervariante aus Pergamin kommt im Vergleich dazu mit 15,41 pro 100 Stück daher.
Da kann man schonmal in Schnappatmung verfallen.

Aber im Versuch, nachhaltiger einzukaufen gewöhnt man sich auch an diesen Preis. Und schließlich – es ist ja immerhin eine einmalige Anschaffung. Solche Prospekthüllen halten doch einige Jährchen, wenn sie nicht mit Gewalt zerstört werden. „Ausgetrickst“ weiterlesen

Zum Dezember

Diese Zeilen hätten schon letzte Woche ‚erscheinen‘ sollen. Warum es dann doch nicht dazu kam – das analoge Leben rief und das mit Macht. 😉 Also auf ein Neues:

Um die Bücherwelt ist es immer noch relativ ruhig. Schlaf der Vernunft von Frau Kinkel wird gerade gelesen, in kleinen Etappen.

Neu hinzugekommen ist die vom Manesse Verlag im Oktober neu erschienene komplette Übersetzung des Kopfkissenbuches der Dame Sei Shonagon. Aller Skepsis zum Trotz einer neuen Übersetzung gegenüber, die möglicherweise der Ausdrucksweise eines völlig anderen Zeitalters wie der Heian-Zeit nicht gerecht werden würde. Zwei Ausgaben einer teilweisen Übersetzung habe ich bereits (eine davon vom Manesse Verlag) und die Unterschiede könnten kaum größer sein.

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