Ein schwäbisches Wörterbuch?

Schwäbisch auf deutschSchwäbisch auf deutsch von Friedrich E. Vogt
Fester Einband, 80 Seiten
2. erweiterte Auflage von 1979
Bruckmann Verlag
ISBN: 3765415472

Bei Schwäbisch ist der erste Gedanke der, daß von einem Dialekt die Rede ist.

Der Dialekt leitet sich ab vom lateinischen dialectos sowie dem altgriechischen diálektos (Ausdrucksweise).

Irriger könne ein Gedanke kaum sein. Eine eigenständige Sprache trifft die Sache um Einiges genauer. Mit Wurzeln, die weit zurückreichen und auch einiges über die hier stattgefundeten Völkerwanderungen erkennen lassen.

Wenn ein Dialekt immer seltener gesprochen wird, ist es nicht weiter tragisch. Schließlich gibt es ja immer noch die gemeinsame Muttersprache (oder auch Amtssprache), das Hochdeutsche.
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Das war’s im März

Schon April und gerade fällt siedig heiß ein, daß immer noch der letzte Teil der Hagebutten-Geschidla aussteht. :/ Aber der wird alsbald nachgeschoben.

Dass der Rückblicke erst jetzt erscheint, zeigt recht deutlich, wieviel sich ereignet hat. Im Hinblick auf Bücher, backen und auch reisen. Letzters nicht weit, aber es muß ja nicht immer bis zum anderen Ende der Welt sein.

Die ersten richtig schön warmen Sonnentage locken vor die Tür. Und die Möglichkeiten sind auch wirklich zahlreich:

  • Das erste Eis des Jahres (lecker und das es noch ein wenig kühl war, kümmert keinen)
  • Die ersten Freiland-Flohmärkte (eine wahre Fundgrube an Geschichten und alten Schätzchen quer durch das letzte Jahrhundert). Es gibt immer wieder vieles zu entdecken und wenn man sich ein wenig Zeit lässt, auch spannende Geschichten zu hören.
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Die Kultur der Reparatur

Höchste Zeit, mal wieder über die gelesene Bücher zu berichten. Sonst wächst der Stapel noch in’s Unermeßliche.

Die besten Bücher kommen erfahrungsgemäß durch den sprichwörtlichen Zufall zu uns. Stehen im Bücherschrank und warten darauf, von uns mitgenommen zu werden. Oder springen auf dem Floh-/Büchermarkt direkt in’s Auge. Keine Chance, ohne sie weiterzugehen.

Genauso war’s auch mit ‚Der Kultur der Reparatur‘.

Die Kultur der ReparaturDie Kultur der Reparatur von Wolfgang M. Heckl
Fester Einband, 208 Seiten
Erstausgabe vom 26.08.2013
Hanser Verlag
ISBN: 9783446436787

In’s Auge gesprungen ist mir das Buch anhand des Klappentextes. Selten genug, daß eine Inhaltsangabe wirklich aussagekräftig ist. Bei dieser jedenfalls gab es keine Klagen. Man weiß gleich, woran man ist.

‚Kaum ist die Garantie abgelaufen, gehen unsere Geräte kaputt. Das Display des MP3-Players spinnt, der Laptop überhitzt und schaltet ab. Doch wir können der Wegwerfgesellschaft entkommen: indem wir wieder reparieren lernen. Das schont nicht nur die Ressourcen des Planeten, es macht auch Spaß! Überall in Deutschland gibt es Repair-Cafés, in denen Menschen gemeinsam an alten Plattenspielern schrauben und aus Secondhandklamotten Designermode machen. Wolfgang Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums in München, setzt sich an die Spitze der Do-it-Yourself-Bewegung. Er lehrt uns die Dinge um uns herum wieder wertzuschätzen – und zeigt uns den Weg zu mehr Autonomie von der Industrie.‘

Das Buch gibt keine praktischen Anleitungen zur Reparatur. Vielmehr geht es um die Bemühungen des Autors, der immer weiter um sich greifenden Obsoleszenz Paroli zu bieten. „Die Kultur der Reparatur“ weiterlesen

Die ewige Suche nach dem Wissen

Das Geheimnis des Spiegelmachers von Antoinette Lühmann
Fester Einband, 367 Seiten
Erstausgabe : 01.01.2014
Coppenrath Verlag
ISBN: 9783649614340

Hineingestoßen in diese Geschichte wird man mit Nik, der über seine Sehnsucht nach dem Meer auch den Tod seiner beiden jüngeren Brüder zu verarbeiten sucht.

Neue, herrlich bunte Stoffe sind in das Kaufmannshaus geliefert worden. Und damit auch der Tod.

Beulen und Fieber brechen aus und sorgen nicht nur in Nik’s Familie für Todesopfer.

Zur gleichen Zeit siedeln sich Handwerker aus dem fremden London in der Stadt an – alle aus verschiedenen Berufen und zu einer gemeinsamen Gilde verbunden. „Die ewige Suche nach dem Wissen“ weiterlesen

Früh-Sommer-Lesen Anno 2014

Eine kleine Zeitreise in den Frühsommer 2014, damals war die Zaunreiterin gerade einmal knappe drei Jahre alt. Seitdem hat sich einiges getan, auch in Bezug auf Bücher. Umso interessanter ist also ein Leserückblick für uns – und vielleicht auch für euch:

So langsam macht mir dieser Rückblick richtig Spaß. Zu sehen, was man gelesen hat und ein kleines Resümee ziehen, was gefiel und was gefiel nicht. Es ist einfach interessant, die Lesemomente der letzten Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Und auch die vorzustellen, die es (noch) nicht bis zur Rezension geschafft haben. Lesen ist manchmal doch einfacher, als über das Gelesene zu schreiben. Besonders jetzt – alles ist am Wachsen, Früchte, Kräuter und in der Sonne sitzen mit Eis oder im befreundeten Garten.

Sehr verlockend – aber gelesen wurde trotzdem und auch einige spannende Gespräche wieder geführt. Was ist nun besser – ein (gutes) Buch zu lesen oder die Gespräche, die sich daraus ergeben…? Im Idealfall spielt beides zusammen.

Im April habe ich vier Bücher ganz durch gelesen – und mindestens ebensoviele angefangen, die noch darauf warten, ihre Geschichte zu Ende zu erzählen.

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Januar-Gedanken

Kalt war es im ersten Monat. Gerade die letzten Tage. So kalt, dass alles spiegelglatt war und die Wege länger wurden. Aber lieber langsam und in Ruhe und in einem Stück am Ziel ankommen.

Der Zug war weg – nicht weiter schlimm. In 15 Minuten fährt der Nächste. Und 15 Minuten warten – ist nicht die Welt.

Zeit als Geschenk an sich selber. Passend zum analogen Tag, der im neuen Jahr neu aufgelegt wird. Mit Ende um 22.00 Uhr. Zeit genug, um noch einmal Kommentare oder eMails zu lesen.

Der analoge Tag mausert sich zum angenehmen Ruhepunkt. Lesen, aufgeschobene händische Arbeiten, spazierengehen. Ohne drängendes Stimmchen, daß an den PC locken will. So kann es gerne weitergehen. „Januar-Gedanken“ weiterlesen

Lesejahr 2016 – Pläne für 2017

Das wichtigste zuerst: Unser Jahr war super, wir können uns nicht beklagen.
Es war abwechslungsreich, spannend, lehrreich, mit vielen neuen Erfahrungen, neuen Kontakten, netten Gesprächen, Rezepten…

Vieles davon ist geplant, auch hier zum Gespräch zu kommen. Hätte eigentlich schon 2016 geschrieben werden sollen, wird nun also in das kommende Jahr mitgenommen und bildet damit einen fließenden Übergang.

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Rückblicke – zwei genau genommen, weil die vielen Eindrücke nicht in einen Rückblick passen wollten. Und so wird sich diese Tradition auch in diesem Jahr fortsetzen. Drei Rückblicke sind geplant:

  • Einer für die Bücher, die gelesen worden sind
  • Einer für die Reisen, die wir unternommen haben
  • und Einer für die Kocherfahrungen und was sich sonst so getan hat

Lesetechnisch war 2016 wieder ein relativ ruhiges Jahr. 20 Bücher, die ganz durchgelesen wurden und eine (enttäuschende) Dunkelziffer an Büchern, die angelesen wurden, nicht den Erwartungen gerecht werden konnten und daneben auch solche, die mit in’s kommende Jahr wandern.

Hier unsere diesjährigen Top Six-Bücher „Lesejahr 2016 – Pläne für 2017“ weiterlesen