Ein schwäbisches Wörterbuch?

Schwäbisch auf deutschSchwäbisch auf deutsch von Friedrich E. Vogt
Fester Einband, 80 Seiten
2. erweiterte Auflage von 1979
Bruckmann Verlag
ISBN: 3765415472

Bei Schwäbisch ist der erste Gedanke der, daß von einem Dialekt die Rede ist.

Der Dialekt leitet sich ab vom lateinischen dialectos sowie dem altgriechischen diálektos (Ausdrucksweise).

Irriger könne ein Gedanke kaum sein. Eine eigenständige Sprache trifft die Sache um Einiges genauer. Mit Wurzeln, die weit zurückreichen und auch einiges über die hier stattgefundeten Völkerwanderungen erkennen lassen.

Wenn ein Dialekt immer seltener gesprochen wird, ist es nicht weiter tragisch. Schließlich gibt es ja immer noch die gemeinsame Muttersprache (oder auch Amtssprache), das Hochdeutsche.
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Jetzt gibt’s Saures

SauresSaures von Freddie Janssen
Fester Einband, 144 Seiten
Erstausgabe vom 13.02.2017
AT Verlag
ISBN: 9783038009474

Der schwarze Einband macht einen sehr eleganten Eindruck und die metallisch-glänzende Gurke fügt sich hier sehr stimmig ein. Überhaupt hat das äußere Erscheinungsbild von SAURES angenehme Qualitäten: Quadratisch liegt es gut in der Hand, ohne beim Nachlesen zu viel Platz in Anspruch zu nehmen. Die leicht rauhe Oberfläche liefert beim Drüberstreichen einen angenehm haptischen Effekt.

Der eine Nachteil ist leider der, daß die Ecken relativ bald abgestoßen scheinen, was gerade bei Schwarz besonders in’s Auge fällt. Also nicht unbedingt ein Buch, daß ich öfter in die Küche mitnehmen würde. Lieber die Details der Rezepte extra notieren und nur die Notizen an den Ort des Geschehens mitnehmen. „Jetzt gibt’s Saures“ weiterlesen

Die Kultur der Reparatur

Höchste Zeit, mal wieder über die gelesene Bücher zu berichten. Sonst wächst der Stapel noch in’s Unermeßliche.

Die besten Bücher kommen erfahrungsgemäß durch den sprichwörtlichen Zufall zu uns. Stehen im Bücherschrank und warten darauf, von uns mitgenommen zu werden. Oder springen auf dem Floh-/Büchermarkt direkt in’s Auge. Keine Chance, ohne sie weiterzugehen.

Genauso war’s auch mit ‚Der Kultur der Reparatur‘.

Die Kultur der ReparaturDie Kultur der Reparatur von Wolfgang M. Heckl
Fester Einband, 208 Seiten
Erstausgabe vom 26.08.2013
Hanser Verlag
ISBN: 9783446436787

In’s Auge gesprungen ist mir das Buch anhand des Klappentextes. Selten genug, daß eine Inhaltsangabe wirklich aussagekräftig ist. Bei dieser jedenfalls gab es keine Klagen. Man weiß gleich, woran man ist.

‚Kaum ist die Garantie abgelaufen, gehen unsere Geräte kaputt. Das Display des MP3-Players spinnt, der Laptop überhitzt und schaltet ab. Doch wir können der Wegwerfgesellschaft entkommen: indem wir wieder reparieren lernen. Das schont nicht nur die Ressourcen des Planeten, es macht auch Spaß! Überall in Deutschland gibt es Repair-Cafés, in denen Menschen gemeinsam an alten Plattenspielern schrauben und aus Secondhandklamotten Designermode machen. Wolfgang Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums in München, setzt sich an die Spitze der Do-it-Yourself-Bewegung. Er lehrt uns die Dinge um uns herum wieder wertzuschätzen – und zeigt uns den Weg zu mehr Autonomie von der Industrie.‘

Das Buch gibt keine praktischen Anleitungen zur Reparatur. Vielmehr geht es um die Bemühungen des Autors, der immer weiter um sich greifenden Obsoleszenz Paroli zu bieten. „Die Kultur der Reparatur“ weiterlesen

Die ewige Suche nach dem Wissen

Das Geheimnis des Spiegelmachers von Antoinette Lühmann
Fester Einband, 367 Seiten
Erstausgabe : 01.01.2014
Coppenrath Verlag
ISBN: 9783649614340

Hineingestoßen in diese Geschichte wird man mit Nik, der über seine Sehnsucht nach dem Meer auch den Tod seiner beiden jüngeren Brüder zu verarbeiten sucht.

Neue, herrlich bunte Stoffe sind in das Kaufmannshaus geliefert worden. Und damit auch der Tod.

Beulen und Fieber brechen aus und sorgen nicht nur in Nik’s Familie für Todesopfer.

Zur gleichen Zeit siedeln sich Handwerker aus dem fremden London in der Stadt an – alle aus verschiedenen Berufen und zu einer gemeinsamen Gilde verbunden. „Die ewige Suche nach dem Wissen“ weiterlesen

Blausteinkriege 2 – Ein Sturm aus dem Süden

Blausteinkriege 2 – Ein Sturm aus dem Süden von T.S. Orgel
Flexibler Einband, 640 Seiten
Erstausgabe vom 11.10.2016
Heyne Verlag
ISBN: 9783453317062

Zu Ende gelesen wurde der 2. Teil der Blausteinkriege und im Grunde kann man sich nicht beklagen: Den Brüdern Orgel ist es wieder perfekt gelungen, uns in der Schwebe zu halten. Kaum jemand (eigentlich keiner) lässt sich in die Karten schauen und ich möchte darauf schwören, daß keiner der Protagonisten ohne eine weitere tief verborgene Seite auskommt. Und daß jemand tot ist, muß nichts heißen.

Erwartet hier nicht die klassische oder gewohnte Fantasy. Wenn ich einen Begriff dafür verwenden müsste, dann wäre es ‚politische Fantasy‘. „Blausteinkriege 2 – Ein Sturm aus dem Süden“ weiterlesen

Der Fluch der Wüste

Der Fluch des WüstenfeuersDer Fluch des Wüstenfeuers von A.S. Bottlinger
Flexibler Einband, 367 Seiten
Erstausgabe : 27.08.2016
Klett Cotta Verlag / Hobbit Press
ISBN: 9783608960273

Iaret`s Gabe ist eine ganz Besondere.
Bereits als Kind kann sie die Kräfte des Wüstenfeuers nutzen und ganz nach ihren Vorstellungen formen. Ein Wunder – und ein Fluch.

Einmal dürfen nur Männer diese Gabe nutzen – Frauen ist der Zugriff verwehrt und zur Sicherstellung dieses Gebotes bekommt jede Frau mit der Gabe des Wüstenfeuers ein Siegel verpaßt – zusammen mit der unschönen Aufgabe, starke Söhne zur Welt zu bringen. „Der Fluch der Wüste“ weiterlesen

Gewinnen ist nicht immer Glückssache

Piagnolia von Matthias von Arnim
Flexibler Einband, 288 Seiten
Erstausgabe 24.02.2014
Verlag Die Werkstatt
ISBN: 9783730700969

Zwei Vorteile hat die Monatsauktion schon einmal. Es wird überdeutlich bewußt, wieviele Gegenstände sich ansammeln (dazu noch später mehr) und mir fällt auf, dass die ein oder andere Rezension fehlt. So z.B. diese hier über die Weltmeisterschaft:

Italien, 1934.
Die Fußballweltmeisterschaft steht an und Mussolini hat es sich in den Kopf gesetzt, dass sein Land den Titel holen wird. Koste es, was es wolle. Und damit bezieht sich der Duce nicht nur auf Geld.

Es fließen Bestechungsgelder in alle Herren Länder und auch landesintern in alle Richtungen. Funktionäre, Schiedsrichter, Fußballer – alles, was empfänglich ist wird bestochen. Und wer nicht mitspielen will, wird anderweitig ‚auf Kurs gebracht‘ oder als letzte Instanz eben aus dem Weg geräumt.

Den Gegenpol dazu bildet das kleine Dorf Piagnola mit seinen durchaus liebenswerten und teilweisen etwas verschrobenen Einwohnern. Nicht von ungefähr fühlt man sich mehr als einmal an die s/w-Variante von Don Camillo erinnert. „Gewinnen ist nicht immer Glückssache“ weiterlesen