Kulitsch

Der Kulitsch (russisch Кули́ч) ist ein russisches Symbolgebäck und wird traditonsgemäß am Ostersamstag gebacken, da er noch eine Nacht reifen muss. Seine hohe runde Form erklärt sich darin, das diese Mischung aus Kuchen und Brot für den Berg Golgatha steht und mit ihm endet dann auch die Fastenzeit (manchmal auch schon in der Osternacht). Vor dem Verzehr ist es auch Tradition, den Kulitsch von einem Priester segnen zu lassen. Hierzu wird das Osterbrot in eine Kirche gebracht und in der Mitte mit einer Kerze bestückt, die dann angezündet wird.

Gesegnet wird der Kulitsch zusammen mit (oft rot gefärbten) Ostereiern und der Quarkspeise Pas’cha (russisch Пасха), die ebenfalls ein rituelles Ostergericht ist und zusammen mit dem Kulitsch gegessen wird.

Ein Kulitsch zu backen, fordert einiges an Zeit und Arbeit ab und galt auch als Deutung für das kommende Jahr. Gut gelungen verspricht das Osterbrot ein gutes Jahr. „Kulitsch“ weiterlesen

Der 2. Spickzettel

Den Spickzettel für den Februar schreiben, hat Spaß gemacht. Nützlich ist es auch, wenn mal wieder die Frage aufkommt ‚was kochen wir‘. Die Frage lässt sich viel einfacher beantworten, wenn man die aktuell reifen Gemüse- und Obstsorten kennt.

In dem Sinne: Vorhang auf für die März-Genüsse.

Wieder macht das Gemüse den Anfang, diesmal mit vielen Kohlsorten: „Der 2. Spickzettel“ weiterlesen

Was gegen Husten

Husten kann ganz schön ekelig sein. Besonders wenn es ein so hartnäckiger ist, der sich richtig festsetzt und dich solange husten lässt, bis der ganze Brustkorb wehtut.

Auch wenn es überrascht – es ist doch schon so warm, wie kann man da noch Grippe, Erkältung etc. bekommen: Man kann! Genau genommen ist der beginnende Frühling mit seinen noch ständig wechselnden Temperaturen genau die Zeit dafür.

Das Zwiebel-Honig-Sirup hier hilft, habe ich ja schon geschrieben.

Damit ist es natürlich noch lange nicht getan:
Es gibt noch einiges an Kräutern, die auch sehr gerne und gut bei Husten helfen. „Was gegen Husten“ weiterlesen

Ein kleiner Spickzettel

Saisonal kochen klingt so einfach. Ist aber eine echte Herausforderung. Versucht mal, Gemüse oder Obst bevorzugt dann zu verbraten nutzen, wenn es direkt vor der Haustür zu haben ist. Ruckzuck werden ein paar Mythen über Bord geworfen, wann was reif und zu bekommen ist.

Spinat ist das klassische Wintergemüse? Von wegen – schon im kommenden Monat ist mit ein bischen Glück wieder Spinat zu bekommen (und ich kann es kaum erwarten).

Jedenfalls – die saisonale Sache mit Obst, Gemüse, Kräutern ist ein echtes Glücksspiel mit (manchmal) eng getacktetem Zeitrahmen.

Und deshalb haben wir diesen kleinen Spickzettel zusammengestellt, was es im Februar an leckeren Früchtchen und Co. zu naschen gibt. Etwas Zeit ist ja noch und die Übergänge sind zum Glück auch fließend.

Fangen wir mit dem Gemüse an: „Ein kleiner Spickzettel“ weiterlesen

Kürbiskernpesto

Kürbisse sind hier die große Leidenschaft. Seit das Gemüse vor knapp zwei Jahren in unsere Küche Einzug hielt, lieben wir es heiß und innig in allen nur denkbaren Varianten:

Als Suppe,
überbacken mit Füllung,
als Kuchen und mit Sicherheit werden noch mehr Varianten dazukommen.

Bei soviel Kürbissen fallen auch entsprechend viele Kerne an. Zuviel um sie einfach so wegzuschmeißen, also wurden sie als Nebenher-Snack geröstet.

Lecker sind die kleinen ‚Früchtchen‘ allemal, nur etwas schwer zu knacken. Entsprechend groß sind auch die Vorräte an gerösteten Kürbiskernen. „Kürbiskernpesto“ weiterlesen

Drei Tage Arbeit

Manchmal ist es gut, zu Beginn nicht alles zu wissen.
Hätten wir beispielsweise gewußt, was für eine Knochenarbeit es sein würde, die Hagebutten durch’s Haarsieb zu passieren – wir hätten dankend abgelehnt!

Aber die Früchtchen waren nun einmal gesammelt und wollten auch weiter verarbeitet werden. Sechs Schritte waren dazu notwendig:

1. Ein Spaziergang möglichst abseits der üblichen Straßen und die Hagebutten einsammeln. Geht auch händisch oder wer empfindlicher ist wegen ggl. Stacheln, kann auch eine Schere nehmen. „Drei Tage Arbeit“ weiterlesen

Was sind Streusel?

Als erstes eine Garnitur für Obstkuchen aller Coloeur bestehend aus Zucker, Mehl und Butter. Je nach Buttermenge unterscheidet sich die Größe. Nach eigenem Gusto können noch alle möglichen anderen Zutaten wie beispielsweise Zimt, Zitrone, Kakao, Mandeln, Nüsse, Vanille zugegeben werden.

Nun ein wenig tiefer gegraben zur nächsten Frage:
Woher kommen die Streusel?

Ursprünglich und im Dialekt noch heute sind die Streusel identisch mit Streu (mittelhochdeutsch strewe, ströu(we) ). D.h. die Streusel leiten sich vom Streuen (über den Kuchen) ab. Im Althochdeutschen strewen, strouwen (8. Jh.), mittelhochdeutsch strewen, ströuwen, ströun, strouwen, streun.

Also – angesichts dieser beeindruckenden Historie backen wir Streusel. Und nichts anderes, Punktum. „Was sind Streusel?“ weiterlesen