Projekt: Analog Mid-Way 09.02.2017

In’s Leben gerufen im Jahr 2016. Weil diverse sprechende Kästen sich als reine Zeitdiebe erwiesen und viel zu wenig Zeit blieb für Bücher und geplante Projekte, die schon lange darauf lauerten, endlich in die Tat umgesetzt zu werden. Wie beispielsweise div. Näharbeiten, die einfach sang- und klanglos unter den Tisch gefallen sind.

Die ersten Schritte verliefen eher holprig. (Beinah) zu verlockend war der Sirenen-Gesang der digitalen Welt. Es ist doch so schön einfach, sich abends vor den Kasten zu setzen und sich dort unterhalten zu lassen. Und ganz ohne Mehrwert ist es ja nicht. Vorausgesetzt, man hat ein engmaschiges Sieb zur Hand und sucht sich die handgesiebten Perlen in der Unzahl an Möglichkeiten, die einen in Beschlag nehmen wollen. „Projekt: Analog Mid-Way 09.02.2017“ weiterlesen

Januar-Gedanken

Kalt war es im ersten Monat. Gerade die letzten Tage. So kalt, dass alles spiegelglatt war und die Wege länger wurden. Aber lieber langsam und in Ruhe und in einem Stück am Ziel ankommen.

Der Zug war weg – nicht weiter schlimm. In 15 Minuten fährt der Nächste. Und 15 Minuten warten – ist nicht die Welt.

Zeit als Geschenk an sich selber. Passend zum analogen Tag, der im neuen Jahr neu aufgelegt wird. Mit Ende um 22.00 Uhr. Zeit genug, um noch einmal Kommentare oder eMails zu lesen.

Der analoge Tag mausert sich zum angenehmen Ruhepunkt. Lesen, aufgeschobene händische Arbeiten, spazierengehen. Ohne drängendes Stimmchen, daß an den PC locken will. So kann es gerne weitergehen. „Januar-Gedanken“ weiterlesen

Zum Dritten und Letzten

Zum dritten und letzten Jahresrückblick. Womit fangen wir an.
Mit den Plänen / Erfahrungen aus 2016? Die Pläne für die kommenden, sagen wir, drei Monaten? Oder mit den Statistiken, die ja auch mit Interesse verfolgt wurden und einige Anregungen für neue Artikel geliefert haben?

Die Co-Autorin stimmt für die rückblickenden Pläne. Ok, was wurde 2016 versuchsweise in Angriff genommen?

Da wäre der Versuch des analogen Lebens. Es nervte, zuviel Zeit am PC zu verbringen. Zeit, die für andere Dinge sinnvoller eingesetzt werden könnte. So war hier der Konsens angesichts der vielen Pläne und Experimente, die wir in die Tat umsetzen wollen. Dazu auch Bücher, die gelesen werden wollen. Alte (und damit meine ich richtig alte) Rezepte, die ausprobiert werden wollen neben neuen Ideen, die auch auf Erfüllung warten. „Zum Dritten und Letzten“ weiterlesen

Ein bischen noch Juni, ein bischen schon Juli

Nicht zu fassen, dass es schon Juli wird. Und wie ruhig es bei den Zaunreiterinnen war. Zumindest im Blog. Ganz anders im analogen Leben. 😉 Da tut sich einiges und mehrere Berichte sind in Arbeit. Es bleibt spannend, wann sie hier ihr Erscheinungsfest haben werden.

Der analoge Mittwoch wurde in Angriff genommen – verschuldet übrigens durch einen Artikel des Backbuben über analoge Photographie, der unsere Muse zu Hochformen auflaufen lies – und erste Ergebnisse kristallisieren sich bereits heraus. Z.B., dass es kein Projekt für eine einzelne Person ist. Da fehlt (hier zumindest) die Motivation. Was auch genau genommen kein Wunder ist. Der Mensch ist nunmal für Geselligkeit ausgelegt – sicher mit ein Grund ist, weswegen soziale Plattformen und Chatprogramme sich eines massiven Zulaufs erfreuen dürfen.

Zu Zweit oder in Gruppen ist das analoge Leben auf jeden Fall zur Nachahmung empfohlen. Gründet Backgruppen, Stricktreffs, Lesezirkel – hat alles historische Tradition und der Spaß folgt auf Fuße. Und die kreativen Hirnzellen werden auch angekurbelt.

Die ersten Eindrücke dazu lassen sich erstens hier und zweitens hier nachlesen.

An Pflanzlichem gab es im Juni einen Artikel zu Kräutern und Gemüsen für die Abwehrkräfte. Natürlich keine komplette Liste – da gibt es so viele hilfreiche Pflanzen, dass eine vollständige Liste einiges mehr an Raum beanspruchen würde. Was nicht heißen will, daß wir auf dieses Thema nicht noch einmal zurückkommen. 😉

Das Krönchen für den Monat erhält einwandfrei und völlig zu Recht der Rhabarber. Lecker und lecker und vielseitig. Was wünscht man sich mehr. Die Begeisterung fiel wohl auf – jedenfalls wurde unser Rhabarberkuchen sage und schreibe 24 x gemocht und auch entsprechend fleißig kommentiert. Dafür danken wir. 🙂 „Ein bischen noch Juni, ein bischen schon Juli“ weiterlesen

Analog Mid-Way #2

Nachdem Rabin in der letzten Woche ihre ersten Eindrücke zum analogen Experiment aufgeschrieben hat, bin ich heute an der Reihe.

Es ist schon komisch, wenn man sich vornimmt einmal ohne Fernsehen oder Computer oder sogar ohne iPhone oder Handy einen Abend zu verbringen.

Ich hätte nie gedacht, daß einem solche Dinge so fehlen können.

Wir hatten uns viel vorgenommen. So zum Beispiel, daß wir nähen, schreiben, lesen oder einfach nur reden und diskutieren wollten.

Tja, aber wer kennt das nicht: Man kocht oder bügelt, bastelt oder chillt einfach – und Fernseher oder Radio laufen zur Unterhaltung. Stille im Haus oder in der Wohnung sind wir eigentlich nicht mehr gewohnt.

Obwohl wir oft die Stille / Ruhe suchen und sie genießen (brauchen), ist diese nicht willkürlich von uns gewollt oder geschaffen.

Natürlich ist arbeiten mit Geräuschkulisse eigentlich schon die Normalität und damit zur Gewohnheit geworden. Die Konzentration leidet natürlich darunter und man nimmt das in Kauf – leider! „Analog Mid-Way #2“ weiterlesen

Analog Mid-Way #1

Der erste Tag ohne PC und ohne TV (war vor einer Woche). Die sprechenden Kästen bleiben aus. Und die Stille ist – ungewöhnlich. Sonst läuft immer irgendetwas und füllt den Raum mit Lärm. Und es juckt ordentlich in den Fingern, doch wenigstens den TV einzuschalten. Man kann ja immer noch nebenher etwas arbeiten.

Das Erstaunliche daran ist, dass Stille im Freien ganz anders empfunden wird. Selbst, wenn weit und breit kein Vogel oder sonst irgendwelche Geräusche zu vernehmen sind. Besonders intensiv ist dieses Empfinden morgens nach einem nächtlichen Regen.

Ein kompletter Gegensatz zu der beinah unangenehmen Stille im geschlossenen Bereich. Die sonst übliche Geräuschkulisse fällt auf und fehlt auch.

Wo also ist der Unterschied? „Analog Mid-Way #1“ weiterlesen

Mai: Multikulti bei Kräutern

Bitte um Handzeichen, wer auch noch gerne seine Abende verlängert haben möchte.
Zu erzählen gebe es genügend, aber es fehlt die Lust am PC zu sitzen. Die (meistens) lauen Abende locken vielmehr vor die Haustür – rein in’s analoge Leben. Zwei Stück Kuchen bei der Konditorei schräg die Straße runter direkt auf den Teller Die Teller wandern kommentarlos auf die Theke und werden mit Kuchen bestückt: Ohne lange Erklärungen und ohne die lästigen Plastiktrennscheibchen (Wer hätt’s gedacht: Viele Verkäuferinnen finden es toll, wenn die eigenen Teller oder Tüten mitgebracht werden – Chapeau dafür).

Noch ein selbstgebrühter Kaffee und ab damit zu den kleinen Rundtischchen in die Sonne. La Dolce Vita direkt vor der Haustür.

Überhaupt analog – es ist schon spannend, wieviel wieder die Richtung zum analogen Leben einschlagen. Zumindest teilweise. Es gibt wieder vermehrt LPs, Fotos werden wieder ausgedruckt und im Geldbeutel rumgeführt (gelesen beim Backbuben zwar mit Reklame für den Anbieter, aber deswegen nicht weniger interessant).

Allgemein ist das Leben gerade irgendwie sehr analog. 😉 Frisch eingezogene Kräuter werden umgetopft. Basilikum aus Griechenland und aus Afrika, Estragon aus Frankreich, Bohnenkraut aus… nachdem nichts dabei stand, wohl aus der Region.

Dazu Ringelblumen, die allerdings bei der starken Sonne etwas schwächeln. Nachschlagen, wieviel Wasser die brauchen usw. Welche Böden bevorzugt werden und welche Nachbarschaft. „Mai: Multikulti bei Kräutern“ weiterlesen