Auf den Punkt geschrieben

Die richtigen Worte zu finden, ist gar nicht so einfach.

Liebe Frau Hahn,

Sie haben Lyrik auf den Punkt gebracht, in Wort und Bild. Genau genommen möchten wir alle nichts anderes und schießen doch übers Ziel hinaus. Zu viele Worte, oft der gleiche Sinn und nur an eine andere Zielgruppe gedacht, klug, zu klug, dumm, eitel. Ein Gedicht sollte wie Atemholen sein, selbstverständlich. Ich suche diese Gedichte, aber es werden immer weniger. Ich habe vor einigen Tagen mit Johanna Anderka auch über die Qualität gesprochen und mir dann die Bücher aus den 70er und 80er Jahren aus dem Schrank geholt, und es hat mir den Atem verschlagen – das waren noch Gedichte! Heute muss ich zehn Manuskripte weglegen, weil ich nichts besonders Lesenswertes darunter gefunden habe. Eine neue Generation! Oder ich bin zu alt! Und jetzt liegt Ihr Bändchen vor mir. Ein wunderbarer Gedanke und der verwirklicht! Ich kann Sie dafür nur beglückwünschen.

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Theo Czernik

Czernik-Verlag/Edition L

Ich kenne Herrn Czernik nicht. Aber was er in diesem Brief schreibt, trifft meine Gedanken. Vielleicht besser, als ich es selber in Worte hätte fassen können.

„Ein Gedicht sollte wie Atemholen sein, selbstverständlich.“

Nicht nur bei Gedichten – bei allen Geschichten, die erzählt werden.

Einfach erzählen.
Aus der Liebe für die Geschichte.

Und dann später vielleicht noch ein bischen an’s Geld denken. 😉

Ich glaube nicht, daß ‚gute‘ Gedichte immer weniger werden. Es gehört Glück dazu, sie zu finden und hat auch immer dazu gehört.
Die eine Perle unter den x Muscheln, die eben nicht einfach zu finden ist. Aber sie zu suchen, lohnt sich.

Dann findet man solche Schätze wie ‚Singende Vögel weinen sehen‘.

Vergilbt
Vergangen
Wörter
Werk
Zeichen
Weichen
Wurzeln
Bald

© Nicola Hahn

Die Worte erinnern mich an Haikus.
Jedes Mal können sie etwas Neues erzählen.
Danke Nikola, dass ich sie zeigen darf.

Quelle: http://nikola-hahn-schreibstube.blogspot.de/

Die Qual der Wahl

Nach langem Hin und Her habe ich mich jetzt für das Lesen entschieden.
Was bedeutet, ich werde hier doch mehr über Bücher schreiben als über das Kochen. Letztendlich lese ich eben doch mehr als ich koche. Ein Buch mitzunehmen und im Bus zu lesen ist eben doch einfacher. Versuch das mal mit einer Herdplatte. 😉

Das heißt nicht, dass ich nicht koche. Im Gegenteil. Gerade jetzt werde ich wieder zur Hochform auflaufen – der Frühling lässt sich nicht mehr verleugnen. Also werden mir über Kurz oder Lang eine Unmenge an Kräutern in’s Haus stehen und meine Wunschpläne können wieder zu einem guten Stück umgesetzt werden.

Nur gehört zu einem guten Beitrag auch das Foto – und abends noch mit der Kamera das Essen zu fotografieren, solange bis der künstlerische Anspruch befriedigt ist, dann auf den PC übertragen und nachbearbeiten – bis dahin ist entweder das Essen kalt oder mir die Freude daran vergangen.

Und immerhin geht es hier um die Kunst des Lebens.
Und welch größere Kunst könnte es geben, als mit einem guten Buch in der Sonne zu sitzen, einen guten Kaffee vor sich und sich von dem Autor in fremde Welten einladen zu lassen und neue Gedanken in sich reifen zu spüren.

Und wer weiß – wenn mir mal wieder etwas so gut gelingt, dass ich mich vor Begeisterung nicht zurückhalten kann… werde ich mir vielleicht auch einen kleinen Rückfall erlauben. 😉

Du weißt schon…

Solche oder ähnliche Sätze bekomme ich oft zu hören. Du weißt schon, dass das anders gehört… dass das die/der XYZ nicht so möchte.
Und manchmal weiß ich es und manchmal auch nicht. Aber schön und gut. Jetzt weiß ich es mit Sicherheit. Und? Der/diejenige XYZ kann sich doch selber melden. Oder? Sicher – evtl. könnte ich beißen. Aber evtl. könnte ich auch sagen, warum ich es so mache. Oder mich – vielleicht – dazu bereiterklären, es anders zu machen. Aber dazu müsste man eben den Mund aufmachen. Direkt vor Ort. Nicht sich bei Dritten beklagen. Das bringt auf Dauer gar nichts. Im Moment vielleicht ein wenig Frustabbau. Aber anders wird es dadurch nicht.
Auch wenn es sehr bequem ist für beide Seiten. Für mich, weil ich mich dumm stellen kann, wenn ich es will. Und für den Gegenüber, weil er der Konfrontation aus dem Weg gehen kann. Vielleicht haben auch deswegen soviele Menschen in Deutschland Magenbeschwerden und die div. Krankheiten, die durch Ärger forciert werden können.
Auch wenn es manchmal unangenehm werden könnte. Ich bevorzuge die Variante des ‚Mundaufmachens‘. Die ich übrigens auch Jedem empfehle.

Der Frühling hat mich eingeholt

Merk ich ganz deutlich. Dabei dachte ich schon, ich mach das dieses Jahr nicht mit. Ja von wegen. Ich muss mich richtig zwingen, gedanklich und überhaupt bei der Arbeit zu bleiben. Viel lieber würde ich draußen sitzen, Kaffee oder Tee trinken und den Menschen beim Flanieren und den Bäumen beim Blühen zusehen. Am Optimalsten mit einem Laptop vor mir, auf dem ich meine neueste Idee für eine Geschichte in das Wort umsetzen kann.
Oder meine immer wiederkehrenden Gedanken zu einer kleinen eigenen Behandlungsecke in die Tat umsetzen, die natürlich nur die Vorstufe zu einem ganzen Zimmer sein wird. Mit Räucherwerk, entspannender Musik, Heilsteinen, einer Liege für Ganzkörperbehandlungen. Chakrenausgleich z.B. Sobald eben die Decke fertig eingezogen ist. Oder ich mich und meine andere Hälfte davon überzeugt habe, dass eine provisorisch eingezogene Decke evtl. Besucher ja nicht wirklich stören wird. Oder ich biete noch Hausbesuche an *schmunzelt*
Wie also deutlich zu merken ist, meine Gedanken gehen spazieren. Überallhin. Nur nicht zu den bürokratischen Dingen. Die lasse ich dem Amtsschimmel.
Dabei gibt es heuer einiges, worauf ich mich freuen kann. Die Elfencon, und erstmal das Konzert von Metusa. Literarische Treffen im Herbst (hört sich doch wundervoll wichtig an oder? ;). Schamanenforentreffen im Sommer. Und das Merken, das Zeit immer weniger wichtig ist und ich immer mehr davon wegkomme, zeitliche Angaben zu machen. Weil ich das Gefühl habe und denke (beides gehört zusammen, wurde mir erst kürzlich gesagt), dass Zeit viel zu wichtig genommen wird. Ganz besonders in der bürokratischen Gesellschaft.

(An meine Bilder komme ich gerade leider nicht ran, wird also nachgeliefert ^^).