Zwiebel-Honig-Sirup

Die Grippe dieses Jahr hat es in sich. Speziell der Husten ist hartnäckig, daß es nicht mehr schön ist. Normal genügt heißer Tee mit Honig und Zitrone. Viel Ruhe und den Körper seine Zeit zur Erholung geben. Wenn sich allerdings der Hals so entzündet hat, daß Schlucken beim besten Willen nicht geht, hilft der beste Tee nicht.

Eine zweite Möglichkeit wäre heiße Milch mit Honig, beruhigt auch und ist angenehm. Der Haken an der Sache ist, daß bei hartnäckig verschleimten Husten Milch eher kontraproduktiv ist.

In dem Fall hilft am Besten eine Zwiebel-Honig-Mischung. Sie ist zum Einen schnell zubereitet und kann auch bei Schluckbeschwerden gut eingenommen werden.

  • 1,5 mittelgroße Zwiebeln schälen, grob würfeln und in ein sauberes Schraubglas füllen
  • 4 Eßl. Honig dazugeben

Nun müsst ihr nur noch warten, bis der Honig sich aufgelöst hat und die ätherischen Öle der Zwiebeln herausgelöst sind, was etwa zwei bis sechs Stunden dauert.

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3 x tgl. 1 Eßl. Zwiebel-Honig-Sirup nehmen. Und falls ihr Bedenken habt, wegen dem Zwiebelgeschmack: Ich kann euch versichern, die Mischung schmeckt sehr angenehm. Das Zwiebelaroma ist vorhanden, wird durch den Honig jedoch ausreichend abgemildert. Die beiden Wirkstoffe harmonieren perfekt miteinander.

Die Zwiebel wirkt u.s. antibakteriell, schleimlösend, entzündungshemmend, hilft bei Husten, Infektionen und Heiserkeit. Der Honig verfügt über antibiotische Wirkung und wirkt ebenfalls antibakteriell sowie entzündungshemmend.

Dazu eignet sich der Sirup gerade bei dem aktuell ungemütlichen Wetter auch zur Stärkung der Abwehrkräfte und hält sich im Kühlschrank auch problemlos einige Tage, wenn er nicht schon vorher aufgebraucht wurde.

Ich lasse den Sirup vor der Einnahme gern ein wenig bei Zimmertemperatur stehen, damit er wenigstens etwas aufwärmen kann.

EiNaB
Dank Maria’s Hinweis beteiligt sich der Zwiebel-Honig-Sirup an der monatlichen EiNaB-Runde.

Salbei

Ich plane schon einige Zeit, über die diversen Kräuter zu berichten, mit denen ich arbeite.
Heute wage ich mich auch endlich an den Anfang. Aktuell habe ich viel mit Salbei gearbeitet, also beginnt der Reigen mit dieser Pflanze.

„Cur moriatur homo, cui salva crescit in horis?“
„Warum stirbt der Mensch, wenn Salbei in seinem Garten wächst?“

Dieser Ausspruch der alten Römer zeigt schon, wieviele Kräfte der Salbei in sich birgt.

Auch in England und Deutschland gibt es alte Sprichwörter zu der Heilkraft des Salbei:

„Eat Sage in May and you’ll live for aye!“
(„Iss Salbei im Mai und du wirst leben für immer und ewig!“)

„Wer für immer leben will, isst Salbei im Mai und auch im April.“

„Wer Salbei baut, den Tod kaum schaut.“

„Wüchse ein Kreutlein vor dem todt – Es wär fürwar die salb ohne spot (Spott).“

„Contra vim mortis
Crescit salvia in hortis.
Cur moriatur homo
Cui salvia crescit in hortis?“
– Schola Medica Salernitana-

(„Gegen des Todes Gewalt
Salbei in den Gärten wächst.
Warum sollte der Mensch sterben,
für den Salbei in den Gärten wächst?“)

Mein erster Kontakt mit Salbei war über das Räuchern. Genauer gesagt mit White Sage (auch bezeichnet als Indianischer Räuchersalbei, Präriebeifuß, Präriesalbei).

Heimisch ist diese Pflanze vorrangig im Südwesten der USA (Nevada, Kalifornien, Mojave- und Sonora-Wüste) und im Nordwesten von Mexiko und wird bei Räucherzeremonien der Natives verwendet. Verwendet wird der weiße Salbei zur Reinigung von Gegenständen und Häusern. Für das von Räumen wird ein tragbares Räuchergefäß genommen und im obersten Raum bzw. im letzten Winkel des Raumes begonnen. Wichtig ist dabei auch darauf zu achten, daß es sich um ein hitzeresistentes Gefäß handelt.

Normal räuchere ich einmal im Jahr – um die Zeit nach Yul, den Rauhnächten – das Haus auch mit Salbei aus, um es von alten Energien zu reinigen. Dazu gehören auch negative Energien, die z.B. nach einem Streit noch gerne im Haus stehen bleiben. Zu dem Zweck habe ich dieses Jahr das erste Mal auch Räuchersticks aus heimischem Salbei gebunden.

Neben der Reinigung von Gebäuden kann eine Räucherung mit Salbei auch für andere Zwecke hilfreich sein:

• Reinigung der Aura
• Förderung von Konzentration, Zentrierung auf das Wesentliche und geistiger Klarheit
• Lösung von Niedergeschlagenheit und Stimmungsschwankungen
• Klärung von (belastenden) Gefühlen
• Aufmunterung bei Niedergeschlagenheit
• Stärkung der Abwehr
• Schutz vor negativen spirituellen Einflüssen.
• Für Gebete/Dankesrituale

Viele dieser Wirkungen finden sich auch in der naturheilkundlichen Anwendung des Salbei wieder.

Bei Erkrankungen des Nervensystems und bei Epileptikern ist eine Salbeiräucherung zu vermeiden. Auch Schwangere und stillende Frauen sollten Salbeiräucherungen meiden.

Ursprünglich stammt der Salbei aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien, seit dem Mittelalter wird diese Pflanze auch in Mitteleuropa angebaut.
Salbei leitet sich von dem lateinischen Name der Pflanze – Salvia – ab. Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare (heilen/retten) und gibt Hinweis auf die Heilkraft der Pflanze. Das deutsche Wort Salbei leitet sich wiederum von dem lateinischen Salvia ab.

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