Bärlauch-Geschichten Teil II

Der Bärlauch ist schon lange einer meiner persönlichen Lieblinge. Lange bevor er seine jetzige Bekanntschaft erreicht hatte und in jeder Ecke Rezepte für das frühe Kraut sprießten. Trotzdem hätte ich nicht erwartet, dass ich soviel zu erzählen finde. Eins führt zum Nächsten und die Arkanistin lacht sich einen Ast, wie ich hier aus dem Schreiben nicht rauskomme. Eure Gelegenheit! Wenn es Fragen gibt oder ich zu etwas Bestimmtem schreiben soll – zum Thema Bärlauch oder einem anderen Kraut – immer raus mit der Sprache. 😉

Damit genug der Vorrede und auf geht’s zum 2. Teil der Bärlauch-Geschichten:

Bärlauch
Quelle: Flickr, rosmary

Neben den Verordnungen ‚gekrönter Häupter‘ gibt es auch viele historische Dokumente, die sich mit dem Bärlauch befassen:

Der Arzt und Kräuterkundige Hieronymus Bock (1498 – 1554) erwähnt in seinem Kräuterbuch den Bärlauch, hier als ‚Waldknoblauch‘ bezeichnet.

„Solcher walt Knoblauch ist vberauß inn seiner gantzen substantz eins vbelen starcken geruchs vnd bösen geschmacks. Das rindt vihe/ wa es in der weyde (in der ersten ehe das andere kreütter wachsen) das wild Knoblauch kraut versucht/ so schmackt vn reücht die milch/ die käß/ vnd der butteren so starck nach dem Knoblauch/ das niemands die selbige (er hab es dann wol gewonet) versuchen oder niessen mag. Solches hab ich selbers erfaren vnd mit andern wargenomen. (…) Diser walt oder schlangen Knoblauch stinckt vbeler dann der zam/ mag vileicht inn der artznei/ gifft zuvertreiben krefftiger sein/ dann der zam. „Bärlauch-Geschichten Teil II“ weiterlesen