Die blumigen Morde gehen weiter

Das Farnese-Komplott von Jaromir Konecny
Flexibler Einband, 256 Seiten
Erstausgabe : 01.06.2015
dtv Verlag
ISBN: 9783423716321

Leon steckt mal wieder mittendrin. Knietief in der Sch…. Patsche.

Und wie beim letzten Mal hat er sehr schräge Phantasien. Vielleicht doch mal eben den Tresor aufknacken…? Nur mal eben so. Nicht wegen dem Geld. Einfach weil er da ist und es so einfach ist. Wer könnte da der Versuchung schon wiederstehen. Leon jedenfalls nicht.

Wozu auch? Wenn man eh schon wegen Einbruch/Diebstahl gesessen hat, ist der Ruf schon gefestigt. Einmal Dieb, immer Dieb. So in der Art ist die unterschwellige Denkweise der neuen Clique bzw. Laura’s Clique.

Aber keine Sorge, die vorgefaßten Urteile haben auf beiden Seiten Hochkonjunktur. Da wird verdächtigt, argwöhnisch beäugt und hintenrum gemauschelt nach allen Regeln der Kunst. Nicht nur bei den Junioren, auch bei der Erwachsenen-Riege ist man mit Verdächtigungen und falschen Spielchen nicht zurückhaltend.

Richtig los geht es erst am Starnberger See im dortigen Golfclub. Der russische Hausmeister Sergej freundet sich mit Leon an und wird kurz darauf niedergeschlagen vor dem Tresor mit dem Preisgeld für das geplante Golfturnier gefunden. Letzterer fällt natürlich in’s Wasser und wer nun der Hauptverdächtige ist – nun da muss man nicht lange raten. „Die blumigen Morde gehen weiter“ weiterlesen

Lesemomente 2014

Dieses noch und dann ist genug mit den Rückblicken.

Für die letzte Zeit habe ich mir eine Lese-Auszeit gegönnt und mir die Zeit mit viel Nichtstun, langen Frühstücken und einigen neuen Erfahrungen in der Küche vertrieben. Die Auszeit hat gut getan und die Rezensionen, die ich noch schreiben möchte, werden auch noch drankommen.

Bis dahin zu den Buchschätzen von 2014:

43 Bücher wurden gelesen. Der größte Teil von Autoren, die zum ersten Mal gelesen wurden. Viele davon auch solche, die ihr erstes Buch veröffentlicht haben. Die Leseerlebnisse liefen von überraschend gut bis leider überhaupt nicht so wie erwartet. „Lesemomente 2014“ weiterlesen

Ein Tag und alles ist vorbei

Noch einen Tag läuft die Frist für den Leserpreis 2014. Und ich kann dieses Jahr nur eine Stimme abgeben in allen Rubriken.

Das kommt mir beinah wie ein seltsamer Traum vor. 11 Kategorien mit jeweils 35 Büchern zur Auswahl und ich habe nur eines davon gelesen. Die Rubriken Hörbücher und eBooks ausgenommen, die fallen nicht in mein Beuteschema.

Ein bischen hört sich das so an, als wären meine Bücher dieses Jahr nicht so herausragend gut gewesen. Dem ist aber nicht so, es waren ausgesprochene Schätze darunter. Nur leider haben es meine Schätzchen nicht in die Endauswahl geschafft und die Bücher der Top 35 habe ich leider (noch) nicht gelesen. Dabei juckt es schon bei einigen Büchern, ihnen meine Stimme zukommen zu lassen. Einfach nur weil ich den Inhalt spannend oder wichtig finde, von dem Autor schon gute Bücher in den Händen hatte oder weil es einfach in den Fingern juckt, genau dieses Buch zu lesen.

Nur einer spricht dagegen: Ich habe sie noch nicht gelesen! Und wenn ich das bei allen Büchern nachholen wollte, wäre ich für den kommenden Winter versorgt. 😉

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Leserpreis und Frankfurter Buchmesse

Irgendwie spielt doch beides zusammen. Gefühlt ist das eine noch gar nicht richtig vorbei und schon findet die Nominierung für den Leserpreis 2014 statt. Seit zwei Tagen sitze ich immer wieder mal über den nominierten Büchern und höre dabei meinen eigenen Gedanken zu.

Irgendwie geht doch alles viel zu schnell. Sogar in der Bücherwelt.
Kann man jetzt noch über die Buchmesse schreiben? Warum eigentlich nicht, aber etwas seltsam wird es schon sein.
Ich habe schon wieder viel zu wenig von den Büchern gelesen, die ich lesen wollte.
Und wazum zum … kann nicht mehr als ein Buch oder einen Autor nominieren, viele liegen doch dichtauf und machen die Wahl wirklich nicht leicht.

Meine liebsten Autoren sind Jaromir Konecny und Mara Laue. Genau genommen wäre auch noch Ewald Arenz dabei, von dem ich allerdings dieses Jahr nichts gelesen habe.

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Ist das nun wirklich ein Krimi?

Tote Tulpen von Jaromir Konecny
Flexibler Einband, 240 Seiten
Erstausgabe : 01.04.2014
DTV Verlag
ISBN: 9783423740043

Die Entscheidung für die Reise mit den Tulpen war eher eine zögerliche. Wie das eben so ist, wenn man sich auf völlig neues Terrain wagt. Mißtrauisch wird beäugt, was sich einem da anbietet: Ein sehr ungewöhnlicher Titel und ein ebenso ungewöhnliches Titelbild. Und dass soll nun ein Krimi sein?
Andererseits – es sieht interessant aus. Das Schriftbild lässt mich an alte Druckbilder denken und gleichzeitig tröpfelt Blut herunter – direkt in das harmlose Himmelblau. Und den Tulpen werden die Köpfe abgeschossen. Das will ich nun doch genauer wissen und stürze mich in das Abenteuer:

Gerade mal aus dem Knast entlassen und auch nur auf Bewährung. Da macht es sich nicht gut, wenn man bei der (geplanten) Vorstellung über eine Leiche stolpert. Und dann noch von der Tochter des Hauses mit dem Unkrautstecher als Mordgerät in der Hand erwischt zu werden, verbessert die Lage auch nicht wirklich.

Kurz gesagt: Leon’s Leben verläuft nicht gerade rosig und so wie es jetzt aussieht, kann sich der 16-Jährige auch gleich wieder von seiner  frisch gewonnenen Freiheit verabschieden.

Soweit zumindest seine Gedanken, als er von ebenjener Tochter – Laura – mit einer Waffe bedroht wird. Bestimmt wird sie jetzt die Polizei rufen, ihn als Mörder anschwärzen und auch gleich auf die Mordwaffe in seinen Händen hinweisen.

Typischer Fall von denkste!

Laura glaubt ihm – tatsächlich.
Und damit nicht genug wischt sie auch noch alle Fingerabdrücke ab und findet die Leiche ’noch einmal‘.

Damit kommt dann auch der Ball in’s Rollen. Hauptkommissar Hauptmann betritt die Szene und verbietet sich ausdrücklich jede Einmischung in diesen Fall.

Soll er reden!

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