Im Juni und Juli quer durch alle Gemüsebeete

Fernsehen und analog

Erstmal die Erkenntnis, dass feste statische Pläne so gut wie nie funktionieren. Jedenfalls nicht bei uns. Der Plan, einen Wochentag komplett analog zu leben, hat sich ziemlich schnell in Luft aufgelöst. Trotz des Versuches, ihn ’nur‘ bis 22 Uhr laufen zu lassen.

Entweder weil die Müdigkeit bei der übergroßen Hitze zu massiv war. Sogar zum Lesen fehlt teilweise die notwendige Aufmerksamkeit. Oder Sender wie Arte oder Phönix schaffen es wieder einmal, Dokumentationen zu bringen, die einfach zu spannend klingen. Leider sehr oft mitten in der Nacht, weshalb doch oft verzichtet wird oder auf die Mediathek ausgewichen.

Wochenanfang – etwa gegen Mitternacht kam bei Planet E eine Dokumentation über Sandabbau und welche Ausmaße das inzwischen schon angenommen hat. „Im Juni und Juli quer durch alle Gemüsebeete“ weiterlesen

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Montagsgedanken

Meine Gedanken aufschreiben ist etwas, dass ich immer mal wieder tue. Normal nur im geschlossenen Areal. Für ‚friends only‘. Aber nachdem ich das Gefühl habe, meine Rabenwelten in letzter Zeit sträflichst vernachlässigt zu haben… auch weil ich nicht das Gefühl hatte, etwas schreibenswertes zu haben… und weil mich Meike Winnemuth gerade zum Nachdenken bringt. Hier meine Gedanken.
Am Wochenende bin ich auf eine Werbeanzeige gestoßen, die mich sehr zum Kopfschütteln brachte: Tomatensuppe in 7 Minuten! Daneben ein Bild von sechs in Hartplastik eingeschweißten Tomaten (Gefängnis lässt grüßen). Gefolgt von einem kleinen Päckchen Würzmischung, einem abgepackten Schlückchen Sahne – gerade einmal so groß wie die altbekannten Döschen Kondensmilch – und noch irgendetwas Abgepacktem an das ich mich gerade partout nicht erinnere. Vielleicht auch gut so.
Weniger gut, dass mich so etwas kaum noch aufregt. Ich meine – vorgefertigte Zutaten für eine Tomatensuppe?! Für so etwas Simples? Nicht nur, was da wieder an Müll anfällt (mein altbeliebtes Reizthema). Nein, da wird den Menschen auch noch die Fähigkeiten aberkannt, selber eine Suppe zu kochen und zu entscheiden, wieviel oder wenig Geschmack sie darin haben wollen. Weil es ja so viel schneller geht. Angeblich zumindest. Denn sind wir ehrlich – mehr als 15, max. 20 Minuten für eine Tomatensuppe schlage ich nicht an. Das hört sich jetzt natürlich länger an als die propagandierten 7 Minuten. Aber was man alles dabei gewinnt. Selber entscheiden, was reinkommt und wieviel davon. Zu entscheiden, woher die Zutaten kommen. Und auch spontan variieren. Das wiegt doch meiner Meinung nach die Mehrzeit von 8 oder 13 Minuten mehr als auf.
Mir ist jetzt übrigens noch eingefallen, was die 4. eingepackte Zutat war. Croutons. Und muss dabei daran denken, wie gut unsere selbst angerösteten Roggenbrotcourtons geschmeckt haben. Sogar unsere Katzen waren kaum davon fernzuhalten ^^
Ich kann also nur hoffen, dass jeder weiterhin sein Süppchen selber kocht. Und nicht nur das aus Tomaten 🙂